Dieser derzeitige Freundschaftsansturm bringt es mit sich, dass ich dieses Jahr noch ganz schön viel herumkommen werde, wie es aussieht. Wenn alles klappt, wie es soll, fahre ich nächste Woche noch einmal nach Rostock, übernächste Woche nach Schwerin und am ersten Dezemberwochenende nach Strasbourg! Zugfahren, rausgucken, träumen, lesen, Freunde treffen, Orte sehen, tanzen gehen… I love it!
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Internet und Real Life in Berlin
Hach dieses Internet. Wer mich auch nur ein bisschen kennt, weiß ja, wieviel Zeit ich damit/darin verbringe. Von der Informationsbeschaffung über die Kommunikation mit Freunden und Familie, über Spiele, Musik, Filme, Serien bis hin zur Arbeit – alles läuft zum großen Teil übers Netz. Dank BlackBerry passiert das nicht nur zuhause und im Büro, sondern auch in der Bahn, beim Shoppen, beim Verlaufen, bei Freunden zuhause… Foursquare, Twitter, Facebook, E-Mails, alles ist ständig dabei.
Ein Nebeneffekt davon ist, dass sich das „Internet“ immer mehr in die „reale Welt“ einschleicht. Beim Erleben wird in Gedanken mitgetwittert, Kommentare werde antizipiert… Und ich erkenne mitunter bekannte Blogger/Twitterer auf der Straße oder im Park. Ich bin zwar in diesen Kreisen nicht wirklich, wenn überhaupt nur passiv, drin, aber je länger ich in Berlin lebe, desto mehr lerne ich diese Menschen „kennen“, die mir früher in Rostock immer so unglaublich weit weg erschienen.
Vor einiger Zeit teilte ich mir für ein paar Monate ein Büro, das ehemalige des Bildblog, mit Stefan Niggemeier. Auf einer Lesung frotzelte ich beim Buchkauf mit dem Vergrämer. Ich kann Euch schon jetzt dieses Buch empfehlen, das erst nächstes Jahr erscheinen wird – die Teile, die ich bis jetzt kenne, haben sehr viel Spaß gemacht. Und heute Nacht träumte ich von Mr. Coffee And TV. Und da wundert sich jetzt noch einer, dass ich so viel und gerne online bin?
Danke liebes Internet, danke liebe Blogger, danke Twitter, danke Facebook und vor allem danke großartiges Berlin!
Filme gucken geht :D
Es ist bewiesen, Filme gucken geht. Somit sind die folgenden Wochen wohl kein Problem mehr 😉 Ich mag meinen neuen Fernseher wirklich sehr. Lachkrämpfe bei Eurotrip, mal wieder.
Ausnahmezustand
Trennungen sind Ausnahmezustand. Man wird in seinen Bedürfnissen auf das Wesentliche zurückgeworfen. Isst man sonst zu relativ geregelten Zeiten, meistens mit anderen Menschen, so ist dieses Bedürfnis nach einer Trennung auf ein Minimum reduziert. So wirklich Appetit hat man nicht. Ich kann mich in der Theorie an kulinarischen Leckereien erfreuen, mich an ein vollgestelltes Brunch-Büffet wünschen usw., aber in der Praxis sagen Gaumen und Magen: Och nö, lass mal. Erst wenn eine gewisse Hungermarke erreicht wird, lässt man sich dann doch hinab, etwas zu essen und zwar weit weniger kultiviert, als man es sonst gewöhnt ist: Im Stehen oder Gehen, Automatenfraß, Eis um Mitternacht (direkt aus der Packung)…
Ähnlich ist es mit dem Schlafen. Ich habe diese Woche (teilweise noch Jetlag-bedingt) nie vor 2 Uhr morgens geschlafen und war dementsprechend den ganzen Tag über müde. Trotzdem war ich halt nie in der Lage, am nächsten Abend früher zu schlafen. Gestern nun war ich endlich so hinüber, dass ich schon gegen 10 im Bett lag und vor 11 rettungslos weggepennt bin. Wach war ich dann allerdings auch schon kurz vor 6. Sobald das unmittelbare Bedürfnis gestillt ist, ist man wieder voll da.
Lesen ist auch so eine Sache. Lesen kann ich grad nicht. Normalerweise atme ich ein Buch nach dem Anderen weg, aber momentan fehlt es mir an der nötigen Konzentration. Selbst für längere Texte im Internet reicht es nicht. Serien gehen, Filme habe ich noch nicht probiert. Es fehlt die Fähigkeit, sich in etwas zu verlieren. Ich habe in den letzten Wochen (vielleicht auch zur Ablenkung von den immer gravierender erscheinenden Problemen) täglich diverse Stunden in ein Online-Spiel gesteckt, das mich im Moment einfach nicht fesseln kann.
Mein Kommunikationsbedürfnis ist derzeit groß, erstreckt sich aber nur auf bestimmte Leute. Das sind vor allem enge Freunde sowie Männer, an denen ich mal intensiver romantisch und/oder erotisch interessiert war. Oder flüchtige Bekannte und Kollegen, mit denen ich gerade NICHT über die Situation sprechen muss. Was eher nicht geht, sind Familie oder Freunde, die den Verfall dieser Beziehung nicht so mitbekommen haben und also Informationsbedarf haben. Vielleicht, weil mein Denken gerade eher auf die Zukunft ausgerichtet ist (Überlebensinstinkt und Selbstschutz gemischt), als auf das gerade Beendete.
Interessant ist, dass trotz dieses Einschnitts vieles auch einfach gleich bleibt. Ich kann genauso gut herumalbern, ich lache über dieselben Dinge, ich kann mich einigermaßen gut auf die Arbeit konzentrieren, ich interessiere mich für ähnliche Themen im Internet… Tagespolitik hingegen ist mir im Moment herzlich egal, ebenso wie der Zustand meiner Wohnung (Also, der ist nicht egal, aber mir fehlen Kraft, Motivation und Wille, um so richtig aufzuräumen und zu putzen und das ist irgendwie OK für mich.) oder Punkte auf meiner To Do-Liste, die im Moment einfach mal warten müssen.
Ist jetzt nichts Neues, aber an diese Gefühle erinnert man sich wahrscheinlich einfach nicht, wenn man nicht aktuell davon betroffen ist. Insofern hab ichs mal aufgeschrieben, for future reference.
Abschlüsse und Anfänge
Dieser 5. Oktober ist ein Tag der Abschlüsse und Anfänge.
- Heute vor 11 Jahren kam ich mit meinem ersten Freund zusammen
- J. (siehe letzter Beitrag) hat heute seine Verteidigung bestanden und heißt jetzt J., Ph.D.
- Steve Jobs ist tot
- Mio und ich beschlossen heute, ab jetzt besser Freunde zu sein
Abschlüsse und Anfänge…
Pittsburgh-Nachlese
Was ist es nur mit dieser Stadt? Vor sechs Jahren, als ich J. kennenlernte, hörte ich zum ersten Mal mehr von Pittsburgh als nur den Namen. Und seitdem taucht es überall wieder auf – im Kontext großartiger Menschen. First and foremost natürlich J. selbst, der, wie ich feststellen durfte, auch nach so langer Zeit immernoch ohne Schwierigkeiten in die Liste meiner favourite people in the world kommt – irgendwo in den Top 20 würde ich sagen – und das ist weit oben, dafür dass wir uns nur alle drei Jahre sehen.
Aber dann hat der Gute auch noch einen ganzen Haufen toller Freunde, von denen ich immer so aufgenommen werde, als gehörte ich schon immer einfach dazu. Diverse famose Menschen. Dazu noch die Familie (von Grandma über „Oma“ und „Opa“ bis hin zu den beiden Nichten und dem Neffen, mit diesen Kids bin ich irgendwie seelenverwandt!)
Aber man darf nicht denken, dass alle Pittsburgh-greatness sich nur um J. schart. Nein, auch andere Freunde von mir machen dieselbe Erfahrung. Eine Freundin, Italienerin, lebt mit ihrem quirky, nerdy, vegetarian Pittsburgher (T.) seit Jahren glücklich in Liverpool. Ein anderer Freund wird seine green, open-minded, cosmopolitan Pittsburgherin (K.) nächstes Jahr heiraten. J., T. und K. kennen sich nicht, haben nur durch mich voneinander gehört. Aber ich bin sicher: Sie würden sich verdammt gut verstehen.
Irgendwas muss im Wasser der drei Flüsse sein, dass eine bestimmte Art von Leuten hervorbringt. Und einer davon ist mein CEO, der mit J. zur Schule gegangen ist. Er leitet die am schnellsten wachsende Firma aller Zeiten und schafft es trotzdem, quirky, funny und politisch engagiert zu sein. Gotta love the ‚burgh…
The ‚burgh
Der erste Stop meines Urlaubs ist Pittsburgh. Andy Warhol kam daher, Christina Aguilera, Andrew Mason… Und ein Freund, den ich besuchen werde. Das letzte Mal war ich 2005 dort, zu Thanksgiving. Leider habe ich aufgrund eines verspäteten Fluges das Essen verpasst. Zum Glück gab es jedoch genügend leftovers, um sich noch die nächsten Tage davon zu ernähren. Der Aufenthalt dort war ganz zauberhaft, man könnte sagen, die Vereinigten Staaten präsentierten sich von ihrer besten Seite: herzlich, warm, familiär und multikulturell.
Ich staunte über die verschiedenen Thanksgiving-Rezepte, die in jeder Familie von Generation zu Generation weitergegeben werden. Ich war hin und weg von der Gastfreundschaft von Menschen, die eigentlich gar nicht viel mit mir zu tun hatten und mir trotzdem ein Bett, eine Badewanne, eine Menge gutes Essen, diverse Drinks und sogar teure Zeitschriften für den Rückflug schenkten. Ich blätterte fasziniert durch diverse High School-Jahrbücher, disktutierte über grüne Energien, musste über die Cathedral of Learning lachen, bestaunte den Blick auf die Skyline bei Nacht und das Zusammenfließen von Monongahela und Alleghenny River zum mighty Ohio.
Irgendwie schien die Welt dort ganz in Ordnung zu sein und die Amerikaner gar nicht so oberflächlich, ignorant und beschränkt. Mag an der Stadt liegen, an der Landschaft, an den Unis, der Geschichte. Auf jeden Fall freue ich mich sehr, zurückzukehren. Eine knappe Woche werde ich diesmal dort verbringen, hoffentlich bei etwas wärmeren Temperaturen. Was auch gut ist:
Alle Zeichen auf Urlaub
Am Sonnabend geht sie los, die mehr oder minder große Reise. Groß, weil sie in Kilometern gemessen recht lang ist, weil sie diverse Flugroutenbestimmte Zwischenstationen enthält, weil sie mein erster wirklicher Urlaub in diesem Jahr ist, die ersten zwei Wochen Urlaub am Stück seit meiner Festanstellung, das erste Mal Nicht-Europa seit fast 3 Jahren, die Rückkehr an geliebte Orte und ein Aufbruch – wenn ich zurückkehre ist eine Menge anders.
Nur noch fünfmal schlafen, nur noch viermal arbeiten. Zum Glück gibt es heute einen kleinen Vor-Urlaub, eigentlich nur ein verzögertes Wochenende. Zeit, um eine Menge Dinge zu erledigen und vorzubereiten, damit ich am Sonnabend vollen Herzens in den Flieger steigen kann. Aufbruchstimmung!!!
2.0
loosy says und ich, wir werden es jetzt noch einmal miteinander versuchen. Facebook und Twitter sind irgendwie doch nicht alles und anonyme Bloggerei hat zwar ihre Vorteile, braucht aber auch mehr Energie.
Und Zeit. Zeit ist bei mir seit letztem Mai auch eher rar geworden – was so ein Vollzeit-und noch mehr Zeit-Job eben so mit sich bringt.
Heute jedoch ist Sonnabend, draußen tobt ein Februar-Sturm und ich sitze gemütlich eingewickelt auf dem Sofa. Da kann man schonmal nostalgisch werden und sich wieder auf alte Ideale besinnen. 🙂
Also – Version 2.0, alles auf Anfang. Ohne Vorgaben, ohne Richtlinien, ohne Erwartungen. Einfach drauf los und dann gucken wir mal, ob da was wächst.
