Puh, um 3 im Bett nach zwei Cidern und zwei Mexikanern, plus Hitze, Liebsten, zwei Katzen und wehem Arm… Macht wieder ein Kreuzchen auf der Schlechte-Nächte-Liste. Zum Glück gabs zwischendrin eine gute, sonst wäre ich mittlerweile wohl ein Zombie. Sehr gut hingegen danach das lange im Bett Herumlungern mit dem Liebsten, dazu sind wir schon seit langem nicht mehr gekommen, trotz Urlaub neulich. Irgendwann gegen Mittag treibt dann der Hunger aus den Federn – sogar mehr meiner als der der Katzen – und es gibt ein gutes Sonntagsfrühstück.

Dann nochmal zurück ins Bett, man soll die Aktivitäten nach einer Party ja nicht übertreiben. Das nächste Raustreiben kommt dann von des Liebsten Allergie und statt einer weiteren Tablette mit Nebenwirkungen für nur wenige Stunden gehen wir halt stattdessen ins heiße Draußen und schleppen uns bis zum Eisladen.

Wir hocken uns in den Schatten und schlecken, dann bringe ich den Liebsten zur S-Bahn (Zwischenstopp am Späti für kalte Apfelschorle, inkl. Spontanbegegnung mit einem meiner ehemaligen Chefs, der mit seiner Frau in der Straße mit dem Späti wohnt. Wir treffen uns alle paar Monate mal beim Späti, im Supermarkt oder beim Haustierbedarf. Von der Bahn schleiche ich wieder nach Hause und lege mich erstmal auf die Couch und mache Organisatorisches. Nochmal mit dem Buchungssystem rumprobieren und eine weitere Mail ans Reisebüro schreiben, Behördenkram erledigen…
Dann bin ich soweit wieder hergestellt, dass ich ein bisschen Haushaltskram machen kann (Katzenklo, aufräumen, Geschirrspüler, Pflanzen gießen), aber für Saugen und Wischen ist es zu heiß. Ich telefoniere noch mit den Ellis, bespreche meine Anreise und nehme Bestellungen auf, was ich mitbringen soll. Nach fast vier Monaten Abwesenheit aus Berlin fehlt es ihnen an Drogeriebedarf und Sudokus. Das kommt auf meine Liste.
Um 19 Uhr kommt eine Anwärterin auf das freie WG-Zimmer vorbei und wir unterhalten uns eine Stunde lang sehr gut. Auch die Katzen präsentieren sich von ihrer besten Seite und lassen sich beide streicheln. Das könnte also klappen, wenn die Rahmenbedingungen auch passen. Weitere Castings habe ich erst für nach meinem Kanada-Aufenthalt geplant, in der Ruhe liegt die Kraft und bis dahin ist noch genug anderes zu tun.
Für richtiges Abendbrot ist es immer noch zu heiß, ich esse das letzte Cheesy Popcorn vom Filmgucken neulich auf und lasse dabei Ladies in Lavendar mit Maggie Smith, Judi Dench, Natascha McElhone, Miriam Margolyes und Daniel Brühl laufen. Dann ist es gegen 22 Uhr und ich mache mich bettfertig. Neue Nacht, neues Glück.