Ausgeschlafen aufgewacht, eine gute halbe Stunde vorm Weckerklingeln – sehr gut, denn heute liegt viel an. Kurz vor 8 mit dem Liebsten telefonieren und dann ist jede Menge zu erledigen, bis um 9 die Arbeit losgeht. Den Rucksack vom Wochenende auspacken, das Geschirr von gestern wegräumen – Altlasten sozusagen. Und dann halt die zukunftsgewandten Dinge: Frühstück für die Katzen, Frühstück für mich, Koffer packen, Geräte laden, lauter so Sachen. Ziemlich pünktlich um 9 sitze ich mit Müsli, Joghurt, Apfel und Tee am Laptop. Gemütliches Arbeiten bis zum ersten Meeting halb 12, dann etwas emsiger. Gegen halb 1 macht der Mitbewohner Mittagspause und ich mir zumindest die Reste von gestern warm, esse die dann aber auch wieder am Laptop.
Kurz vor 14 Uhr beginnt das nächste Meeting, danach muss ich los. Ich packe den Laptop und die anderen Gerätschaften ein und stapfe los. Mit der Tram und der S-Bahn geht es zum Hauptbahnhof. Dort treffe ich auf den Liebsten und das Teilzeitkind, die gerade Pommes essen. Ich besorge mir noch einen Milchreis für später und den beiden einen Eistee und dann sitzen wir auch schon im Zug und ich klappe den Laptop wieder auf. Mittagspause nur knapp überzogen, sehr gut. Ich arbeite weiter vor mich hin, das Kind macht Hausaufgaben, der Liebste liest. Um 17 Uhr ist Teammeeting und ich bin ganz überrascht, wie gut mein Empfang ist, eine ganze Weile kann ich sogar die Kamera anhaben. Dann aber fahren wir durch niedersächsische Pampa und selbst der Ton setzt manchmal aus. Kurz nach 18 Uhr ist das Meeting vorbei und der Arbeitstag auch.
Mittlerweile haben wir 20 Minuten Verspätung eingefahren. Ich versuche, mich zu entspannen und höre amüsiert den Gesprächen der Mitreisenden zu – wie sie wahrscheinlich vorher meinem Meeting. Die Frau, die sich wundert, dass sie an einem Sonntagvormittag in Berlin Leute unter Drogen angetroffen hat und findet, dass zuhause in Düsseldorf weniger Leute betteln (ach.). Die Frau, die mit Muttilein spricht. Die beiden dienstreisenden Herren, die Whiskygläser und eine Flasche rausholen…
Kurz vor 19 Uhr müssen wir umsteigen. Und dann sind wir irgendwann da und fahren mit dem Taxi ins Hotel. Schnell Zimmer beziehen, die Liebstenschwester samt Mann und Nifftenkind begrüßen und dann geht es auch schon schnell nach unten in den Keller, wo Pool und Sauna warten.

Gegen halb 10 sind wir wieder oben im Zimmer. Der Liebste geht mit seinem Schwager noch das eine oder andere Bier trinken, das Teilzeitkind und ich gehen ins Bett, hören noch ein bisschen Hörbuch und schlafen kurz nach 22 Uhr tief und fest.