19.09.2023 – Bürotag und endlich wieder Yoga

Nachts wieder eine ganze Weile wach gelegen und deshalb vom frühen Wecker ein wenig aus dem Schlaf gerissen worden. Bin aber trotzdem einigermaßen ausgeschlafen und komme mit allem Drum und Dran und Weg-Mate so pünktlich aus dem Haus, dass ich via Tram (ich nutze die Zeit für Duolingo) und Müsli-Buffet im Gemeinschaftsbereich um Punkt 9 Uhr im Büro ankomme und dem schon anwesenden Kollegen zum Geburtstag gratulieren kann. Bewaffnet mit einem Caffè latte widme ich mich den E-Mails, die über Nacht eingetrudelt sind, kläre kurz etwas mit einer Kollegin in Madrid und kümmere mich dann um den eigentlich Grund für meine heutige Büropräsenz.

Ich muss zwei Dokumente im Seriendruck drucken – eins mit 150 und eins mit 90 Exemplaren. Letzte Woche hatte ich herausgefunden, dass die GSuite das nicht ohne Weiteres kann, also war ich als eine der wenigen mit „echtem“ Office auf dem Rechner zuständig. Und so saß ich dann also zum ersten Mal seit wirklich langer Zeit wieder über Word, kämpfte mich durch die Anleitungen und Hilfefunktionen und erstellte die beiden Dokumente. Und heute sitze ich nun wieder davor und kämpfe mit Teil 2 – dem eigentlichen Drucken. Dafür muss ich auch noch den Drucker richtig einrichten, damit ich direkt aus Word drucken kann. Es ist ein Akt. Wenigstens kann ich dann während die Dokumente tatsächlich und richtig ausgedruckt werden meine heutige Portion Babbel erledigen. Hinterher noch die beiden Dokumentenstapel auf je drei Stapel aufteilen, separiert verpacken und beschriften und dann bin ich mit zwei Papierschnitten zurück am Laptop und fühle mich einerseits um zehn Jahre gealtert und andererseits etwa 20 Jahre in der Zeit zurückversetzt.

Danach dann ein anderthalbstündiges Meeting – zwei im Büro, drei zugeschaltet mit hinterher nochmal knapp einer Stunde Nachmbereitung (Protokoll schreiben und Action Items abarbeiten) und dann mache ich verspätet und daher verkürzt Mittagspause, denn um 14 Uhr steht schon der nächste Call an. Ich nehme mir meine Stullenbüchse und setze mich wieder raus an die Spree. Beim Essen fällt mir ein, dass hier ganz in der Nähe ein Geocache ist, den arbeite ich dann auf dem Rückweg ins Büro auch noch schnell ab.

Wieder drinnen hole ich mir einen Earl Grey gegen das Nachmittagstief und dann erklärt mir ein Kollege in Dublin, wie ich mich im Backend eines neuen Projekts bewege. Darin verbringe ich den Nachmittag – inkl. noch mehrerer Nachfragen und Abklärungen mit dem Kollegen. Kurz nach 18 Uhr reiße ich mich los und mache Feierabend – das Projekt wird mich noch einige Tage beschäftigen. Mit der U-Bahn, die ja endlich wieder durchfährt, fahre ich zum Yoga. Ich bin zu früh da und hocke mich einfach auf meine Matte, aber anstatt zu meditieren hänge ich am Handy und schaue, was ich den Nachmittag über auf Mastodon verpasst habe.

Die Yoga-Stunde selbst ist dann total toll. Wir sind zu dritt, diesmal in neuer Konstellation, und machen irgendwie die genau richtigen Sachen. Ich komme sehr gut mit, bin zwischendrin auch mal völlig im Moment und merke, wie die Anspannung abfällt. Beim Shavasana halte ich aber nicht bis zum Ende durch und fange mittendrin schon wieder mit Planungen an. Aber immerhin! Auf dem Heimweg telefoniere ich zum dritten Mal heute mit dem Liebsten und höre dann Tanya Stephens, von der er mir ein Video geschickt hat. Das trägt mich bis nach Hause und aufs Sofa, inkl. des Abendessens aus aufgewärmtem Blumenkohl von gestern, einer Feige zum Nachtisch und einen alkoholfreien Radler als Feierabendgetränk.

Nach dem Essen noch ein bisschen TikTok auf dem Sofa. Kurz nach 22 Uhr gehe ich ins Bett, spreche nebenbei noch meinen Kollegen in Chicago Mut zu, der gerade noch über Robert Aufgabe verzweifelt, während der Rest des Teams schon lange Feierabend hat, lese dann in meinem Buch, bis mir die Augen zu fallen (also etwa 10 Minuten) und liege dann bis nach Mitternacht hellwach im Dunkeln, bis ich wirklich einschlafe.