02.09.2023 – September, Samstag, Südberlin

Wir schlafen aus, oder versuchen es – mit Alkohol im Blut ist das ja immer nicht ganz so einfach. Aber jedenfalls bleiben wir nach dem Aufwachen dann einfach im Bett liegen – mit Kaffee und Internet. Irgendwann müssen wir dann aufstehen, wegen sozialer Verpflichtungen. Die Mitbewohnerin des Liebsten zieht heute aus und wir helfen ihr und ihrem Freund, die letzten Sachen rauszutragen, verabschieden uns dann herzlich und auf ihrer Seite mit Tränen und dann haben wir die Wohnung für uns. Die neue Mitbewohnerin kommt erst am Freitag, das Teilzeitkind ist bei Mama.

Damit wir nicht übermütig werden, kommt dann aber direkt die beste Freundin des Liebsten vorbei, um etwas abzuholen. Sie bringt mir Flötenlollis mit, die sie im Urlaub entdeckt hat und bei uns beiden nostalgische Gefühle ausgelöst hatten. Ich muss noch schauen, wie ich die mit dem Teilzeitkind teile.

Wir quatschen ein wenig und brechen dann gemeinsam Richtung Einkaufsstraße auf. Die Freundin braucht neue Arbeitsklamotten, der Liebste und ich gehen einkaufen. Vor und nach dem Supermarkt sehe ich eine ehemalige Kollegin, mit der ich seit ihrem Weggang damals keinen Kontakt mehr hatte. Sie wirkt aber beschäftigt, sieht mich nicht und mir ist heute Morgen noch nicht nach ungewohnten Sozialkontakten. Wir gehen in einen Supermarkt und holen ein paar Basics, dann geht es auf den Markt, für Brot, Eier, Aufstriche, Feigen, Pfifferlinge und Quarkbällchen. Der Quarkbällchenmann ist ein bisschen enttäuscht, dass das Teilzeitkind nicht mit ist.

Wieder zuhause gibt es dann ein sehr ausführliches Frühstück – gegen 13:30 Uhr. Danach geht der Liebste ein bisschen zocken, während ich den Tisch abräume (im Geiste „Clueless“ zitierend: „Es gibt ihr ein Gefühl von Ruhe und Überlegenheit in einer Welt voller Chaos“). Dann lege ich mich nochmal hin, kümmere mich um Duolingo und Babbel und schlafe für etwa 2 Stunden nochmal so richtig tief ein.

Irgendwann nach 17 Uhr bin ich wieder soweit munter und aktiv, dass ich nach draußen möchte – spazieren, Schrittziel vollmachen und ein wenig Geocachen. Ich bin eine gute Stunde unterwegs, finde vier von vier Caches und treffe auf dem Heimweg sogar noch das Teilzeitkind, das gerade von einem Geburtstag kommt. Wieder zurück kümmere ich dann bei guter Musik entspannt um das Abendessen – Pasta mit Pfifferlingen, in einer Sahne-Knoblauch-Weißwein-Sauce.

Wir essen gemütlich auf dem Sofa und schauen dabei die erste Staffel „Reservation Dogs“ zu Ende und fangen die zweite an. Dann muss der Liebste dringend weiter „Starfield“ spielen, und eigentlich will ich ja lesen, aber irgendwie hält mich ein Handyspiel fest und so lasse ich im Hintergrund einfach ein paar Folgen „Glamorous“ laufen und zocke selbst den Rest des Abends. Gegen halb 1 sind wir unabhängig voneinander fertig und bereit fürs Bett.

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