29.08.2023 – Büro und so

Ich schlafe durch – bis auf einen völlig akzeptablen Klogang mit direktem Wiedereinschlafen und eine verstört miauende Noosa kurz vor 6, die dann aber kuscheln kommt und dann schlafen wir einfach weiter bis zum Weckerklingeln. Das tat gut, ist aber (Spoiler) immer noch nicht das Ende vom Jetlag. Der übliche Morgen inkludiert heute Müsli und Stullen vorbereiten, Rucksack packen und Weg-Mate mitnehmen, denn es geht ins Büro. Zum Einen, weil mindestens ein Tag pro Woche ganz gut ist und ich morgen, wo fast alle kommen, nicht kann. Zum Anderen, weil es Papierkram zu erledigen, das Feist-Ticket zu drucken und nach Elternpost zu schauen ist und die wohnen halt nah beim Büro.

Wegen Regens und weil ich auch nicht viel zu früh unterwegs bin, nehme ich heute die Tram und nutze die Zeit fürs Sprachen lernen. Im Büro angekommen erstmal kurze Begrüßungsrunde mit Nach-Urlaubs-Gesprächen und dann Cappuccino ziehen (mit doppeltem Espressoshot) vor dem ersten Meeting, heute mit Warschau. Die Kollegin erzählt dank, dass sie in ihrem Urlaub u. a. nach Minnesota fliegt, weil sie ja so ein Musikfan ist. Ich rate korrekt, dass sie in die Heimat von Bob Dylan möchte und sie ergänzt noch um das Haus und Museum zu Prince. Stimmt, ganz schön was los musikalisch in diesem Minnesota.

Nach dem Meeting wühle ich mich durch Papier- und elektronische Archive und scanne einiges ein, bevor es ins nächste Meeting geht – zu dritt vor Ort, Biesdorf und Ostfriesland zugeschaltet. Erst danach komme ich dazu, in Ruhe mein Müsli zu löffeln und meine heutigen Mails abzuarbeiten. Bis zur Mittagspause fange ich dann noch mit einem der vier Tabs von gestern an. Dann gehe ich mit einem Kollegen ins Draußen. Hunger habe ich noch keinen, aber wir holen für ihn einen Döner und setzen uns dann auf eine Bank an der Spree.

Nach der Pause beende ich den ersten Tab und habe dann spontan ein kurzes Face-To-Face-Meeting mit einem Kollegen, der mir enthusiastisch sein neues Projekt präsentiert und nach Input und Mithilfe fragt. Danach verfasse ich mit dem Mittagspausen-Kollegen eine E-Mail, drucke das Feist-Ticket aus und hole meine Stullen raus. Die verspeise ich, während ich mich mit den letzten drei Nach-Urlaubs-Tabs befasse. Zwischendurch immer wieder spontane Gespräche mit Kollegen (und ein weiterer Kaffee – Espresso Macchiato), Telefonat 3 und 4 mit dem Liebsten (nach morgens im Bett und mittags auf der Bank). Da mein halbes Team immer noch nicht da ist (erst morgen wieder) gibt es noch keine dringenden neuen To Dos für mich, so dass ich pünktlich Feierabend mache.

Trotz feinem Sprühregen laufe ich zu meinen Eltern, statt die Bahn zu nehmen. Das Schrittziel freut sich und außerdem laufe ich so gerne am Wasser entlang. Zwischendurch sammle ich sogar noch einen Geocache am Historischen Hafen ein.

Bei den Eltern nur kurzer Check, ob die Bewässerungsanlage für die Pflanzen Nachschub braucht (allet jut) und Abfotografieren zweier Briefe. Dann laufe ich zur U-Bahn, die seit Montag endlich wieder durchfährt. Am Alex steige ich in die eigentlich volle Tram um, aber dann sitzt da mein Bruder drin und lässt mich seinen (breiten) Sitz teilen. Wir quatschten, bis er aussteigen muss. Zuhause angekommen packe ich meinen Rucksack aus und verstecke ihn im Kleiderschrank (auf dem Boden liegend ist er ein beliebtes Katzenklo). Dann mache ich es mir erst einmal auf der Couch bequem, schließe meine Sprachlern-Aufgaben für heute ab und versinke dann auf TikTok. Obwohl ich erst keinen Hunger hatte, bekomme ich dadurch doch Appetit und werfe gegen 20 Uhr eine Zucchini, Tomaten und Büffelmozzarella in den Ofen. Die gibt es dann mit Streuobstschorle und Buch.

Ich versuche mich danach weiter im Buch lesen, aber jedes Mal, wenn ich schnell etwas Gelesenes nachrecherchieren will, versacke ich wieder im Handy. Kurz nach 10 mache ich mich bettfertig. Im Bett geht es mit dem Lesen dann besser, bis mir gegen 11 die Augen zufallen. Also Licht aus, Einschlaf-Podcast an und dann liege ich erstmal bis halb 3 oder so hellwach da…

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