Ich wache kurz vor 8 Uhr auf und habe damit beinahe unheimliche neun Stunden geschlafen. Da es draußen in Strömen regnet, besteht auch erstmal keine Eile aufzustehen. Irgendwann gegen 10 versammeln sich dann alle zum Frühstück und danach wird nochmal ein paar Stunden geruht, bis der Regen aufhört. Ich habe von dem Astschereneinsatz gestern Muskelkater an ungewohnten Stellen und meine Lendenwirbelsäule meldet sich über den Tag auch immer deutlicher. Zuerst also ganz gechillt auf dem Sofa lesen und ab und an aus dem Fenster aufs Meer sehen.

Am frühen Nachmittag hört es auf zu regnen und wir fahren zu dritt in die Mall im nahegelegenen Städtchen. Ich hole meine reparierte Hose aus der Schneiderei, der Liebste bekommt ein neues Portemonnaie und wir befüllen uns alle jeweils ein kleines Tütchen im Candy Shoppe.

Dann geht es weiter zum Supermarkt, ein paar Vorräte auffüllen und frisch zubereitetes Sushi fürs Abendbrot mitnehmen (in einer Kühlbox).

Zwischen Paniermehl und Dosentomaten kommt ein Anruf aus Deutschland, der uns etwas beunruhigt. So vergessen wir dann auch Milch und Geschirrspülmittel, das holen wir dann beim nächsten Mal. Nächste Station ist unser erstes Mal bei Tim Horton‘s diesen Sommer. Es gibt Cappuccino und Donut für den Liebsten, Limonade und Croissant für das Teilzeitkind und Brombeere-Yuzu-Getränk und Apple Fritter für mich. Kein Foto, wir sind immer noch etwas durch den Wind. Frisch gestärkt fahren wir weiter nach Lunenburg.

Wir spazieren durch das schöne Städtchen, sammeln unterwegs einen Geocache ein und telefonieren nochmal mit Deutschland – jetzt ein wenig ruhiger.





So richtig entspannt sind wir jetzt aber nicht mehr, also fahren wir bald wieder los nach Hause. Unterwegs versuchen wir uns noch an einigen Geocaches…

…finden aber mehrere hintereinander nicht und sind dann ganz früh, dass unser Hail- Mary-Versuch es uns dann doch ganz leicht macht – mit Cache am Fahnenmast vor einem Feuerwehrgebäude. Wieder zuhause gibt es dann Sushi, Gyoza und Algensalat und hinterher eine Runde „Sagaland“ – Schmerzen und Sorgen machen allerdings, dass ich mich nicht konzentrieren kann und ständig Fehler mache. Also lege ich mich lieber hin und lese, während der Liebste erstmals einen Triumph gegen das Teilzeitkind verbuchen kann. Inzwischen ist es draußen dann dunkel genug, um drinnen alle Lichter zu löschen und draußen auf dem Deck nach den Sternen, Planeten, Satelliten, Flugzeugen und der Weltraumstation zu schauen. Ich sehe eine Sternschnuppe und wünsche mir etwas, bevor es mit Heizdecke in die Falle geht.
