06.07.2023 – Entspanntes Homeoffice, Bücherjagd und Balkonfeierei

Nach den letzten beiden anstrengenden Tagen mit viel Hin und Her und Büro freue ich mich auf einen entspannten Homeoffice-Tag. Nach der Morgenroutine (Internet leer lesen, Katzen kuscheln, Bloggen, Duolingo, Babbel, Telefonat mit dem Liebsten, Pflanzen gießen, Katzen füttern), bei der ich mich heute überhaupt nicht beeilen muss, mache ich mir zum Frühstück einen Smoothie – also eigentlich drei große Gläser voll – aus Bananen, Apfel, Haferflocken, Zimt und Aprikosenwasser. Ich hatte gestern Abend wieder getrocknete Aprikosen in Wasser eingelegt. Dann setze ich mich an den Laptop und erledige erste Dinge. Da ich bis zum Mittag keine Meetings habe und die To-Do-List angenehm leer ist, kümmere ich mich am Vormittag – immer mit einem Auge und Ohr für das Diensthandy und eintrudelnde Anrufe, E-Mails, Nachrichten und Benachrichtigungen – um Haushaltsdinge. Wäsche waschen, Katzenklo durchsieben, Müll wegbringen…

Dann folgt ein produktives Meeting mit meiner Chefin in Südengland. Hinterher gehe ich nach draußen, zuerst in die nächstgelegene Buchhandlung. Leider ist das Buch, das ich brauche nicht vorrätig, also fahre ich mit der Tram zwei Stationen zur nächsten, etwas größeren Buchhandlung. Auch hier habe ich kein Glück, kann das Buch aber in einer anderen Filiale für mich zurücklegen lassen. Auf dem Heimweg kaufe ich noch schnell Olivenöl und Vitamin-D-Tabletten und dann geht es auch gleich weiter mit dem Homeoffice. Ich schmiere mir noch eine Stulle mit dänischer Remoulade, Schafskäse und Gurke und dann wird es Zeit, alles für das Nachmittagsmeeting vorzubereiten. Ich bin Gastgeberin eines deutschlandweiten Meetings, führe durch die Präsentation, moderiere andere Präsentator*innen an, stelle selbst einige Folien vor und moderiere am Ende die Fragerunde.

Danach raucht mir eigentlich der Kopf, ich habe aber noch einiges nachzubereiten, bevor ich guten Gewissens den Laptop zuklappen kann. Dann ziehe ich mich für den Abend um und spaziere zur dritten Buchhandlung heute. Ich lasse mir das Buch in Geschenkpapier einwickeln und laufe wieder zurück in meinen Kiez – das FitBit jubelt laut brummend ob meiner Aktivität. Gegen 19 Uhr treffe ich beim Lieblingsnachbar ein, der gestern Abend endlich aus dem Krankenhaus entlassen wurde und heute seinen Geburtstag auf dem grünen Balkon feiert.

Als ich ankomme, gibt es gerade noch die Reste vom Kuchen aus dem Stammcafé. Die Gäste sind bereits äußerst albern und ausgelassen, was eher an der Konstellation von Menschen als an etwaigem Alkohol liegt. Als wir überlegen, was wir zum Abendbrot essen wollen, schlage ich eine Pizzeria vor, in der ich mit dem Liebsten war und bei der ich in der Zwischenzeit schon zweimal bestellt habe. Wir einigen uns zu sechst auf fünf verschiedene Pizzen und trinken dann einen Aperol Spritz, während wir darauf warten. Dann werden die Pizzen unter großem Hallo brüderlich und schwesterlich geteilt, verkostet und gefeiert – ich habe gut vorgeschlagen.

Kurz vor 22 Uhr machen wir die Lichterkette an und es zeigen sich erste Ermüdungserscheinungen – morgen ist ja auch noch ein Arbeitstag. Die erste Ladung Gästinnen geht kurz nach 22 Uhr, eine halbe Stunde später bricht auch der Rest auf. Zwei nehmen die Tram in den Wedding, einer fährt mit dem Hoverboard nach Weißensee und ich stakse hinüber in die Parallelstraße. Zuhause gönne ich mir noch ein kurzes Bad und dann ist auch dieser Tag beendet.

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