17.10.2025 – Gleichgewicht

Im Vergleich zu gestern ist heute alles etwas ruhiger, obwohl ich die erste Tageshälfte über ständig auf meine E-Mails schaue, weil ich eine wichtige erwarte. Dann kommt aber die Info, dass die sich bis Montag verschiebt und ab da atme ich durch.

Kanarische Banane!

Nach ausführlichen morgendlichen Reboot lege ich mich noch in die Badewanne und dann geht es ins Draußen.

Mit zwei Straßenbahnen fahre ich zum Brüderchen. Dort klettere ich in den fünften Stock Altbau hinauf und dann gibt es erstmal Tee, bis ich wieder Luft kriege. Wir erledigen, was zu erledigen ist, und können endlich einen dicken fetten Haken an das Thema Steuererklärung 2024 machen. Zur Belohnung gibt es ein Vanilledessert und dann Siesta. Wir haben beide Zeit, also legen wir uns nochmal hin und ich schlafe etwa eine Stunde tief und fest auf dem Sofa. Das Brüderchen hat sich einen Wecker gestellt und serviert kurz nach 17 Uhr einen Aperitivo zum wieder Aufstehen.

Den trinken wir und dann verabschiede ich mich und laufe zur U-Bahn nach Kreuzberg. Hier bin ich unweit des Maybachufers zum Abendessen verabredet und muss zum zweiten Mal heute sehr sehr viele Stufen nach oben laufen.

Es wird ein schöner und unerwartet gemütlicher Abend mit leckerem veganen Essen, tollen Menschen und Gesprächen und einem Kamin, an dem wir es uns nach dem Essen bequem machen. Einzig die Vernunft zwingt mich irgendwann wieder hoch und auf den Heimweg, denn morgen klingelt schon wieder ein Wecker.

16.10.2025 – Eltertag

Auch heute wieder kein normaler Alltag, nach dem üblichen morgendlichen Reboot und einem Frühstück mit Erbsenproteinjoghurt, Schwarzer Johannisbeermarmelade, Müsli, vietnamesischem Kaffee und Weintrauben erledige ich ein Telefonat und breche dann direkt auf nach Südberlin.

Dort sitze ich vertretungsweise eine Stunde in einem Wartezimmer, spreche vertretungsweise mit jemandem und bekomme dann ein Papier ausgehändigt. Dann laufe ich zum schwedischen Kaffeehaus und besorge Zimt- bzw. Kardamomschnecken und Iced Pumpkin Spice Chai Latte für Zwei. Damit geht es zur Wohnung des Liebsten. Der ist aushäusig, aber seine Mitbewohnerin ist da und bekommt von mir Neuigkeiten. Bald darauf kommt das Teilzeitkind aus der Schule. Wir telefonieren zusammen mit dem Liebsten und seiner Schwester, kümmern uns um Post und lassen uns meine Mitbringsel schmecken.

Zeit für das Teilzeitkind, sich fürs Turnen fertig zu machen. Gemeinsam holen wir sein Fahrrad aus dem Keller und dann überwache ich, wie es ordnungsgemäß mit Helm von dannen fährt. Ich gehe für den Liebsten einkaufen, der heute erst spät wieder kommen wird, und lege mich dann auf die Couch, klappe meinen Laptop auf und befasse mich mit Dingen. Gute zweieinhalb Stunden später ist das Teilzeitkind zurück. Wir verfrachten das Fahrrad wieder in den Keller, es packt nochmal Sachen um und dann begleite ich es zum Bus, mit dem es zurück zu Mama fährt.

Ich selbst laufe durchs inzwischen dunkle Südberlin wieder zurück zur Bahn und fahre zurück nach Pberg. Gegen 20 Uhr bin ich wieder zuhause, hole Pakete bei einer Nachbarin ab und füttere die Katzen.

Obst- und Gemüsekiste an einem Tag. Leider sind zwei der Paprikas angedetscht und müssen direkt gegessen werden

Zum Abendbrot gibt es den Rest Pasta e ceci von gestern, außerdem gerettete Paprikas (Papriken?) und die letzten alten Radieschen.

Zur Abendunterhaltung gibt es wieder zwei romantische Komödien. Erst zum wiederholten Male Because I said so (RIP, Diane Keaton, aber der Rest vom Cast ist auch toll, wenn auch mit Stephen Collins nicht unproblematisch) und dann vom Algorithmus vorgeschlagen Laws of Attraction mit Julianne Moore und Pierce Brosnan. Den kenne ich tatsächlich noch gar nicht. Nachdem ich zum zweiten Mal angefangen habe (beim ersten Mal bin ich die Hälfte des Films über mit den Gedanken ganz woanders) ist er tatsächlich ganz unterhaltsam. Spät am Abend meldet sich der Liebste wohlbehalten zurück und dann kann ich auch beruhigt schlafen gehen.

15.10.2025 – Berlin, Berlin

Sehr früh wach, nach unruhiger Nacht. Noosa meint das ständige Anstupsen bestimmt total lieb. Morgendlicher Reboot fast komplett durchgezogen, da überwindet mich die Müdigkeit wieder und ich schlafe nochmal eine Stunde bis halb 9. Dann Liebstentelefonat, Erledigungen, Frühstück.

Riesiger Ostfriesentee in der Tasse von der Nordsee. Bagel mit Mandelmus, Bagel mit Schwarzer Johannisbeermarmelade, Weintrauben.

Das Herz ist schwer und weil ich es kann, erlaube ich mir heute eine Pause von den täglichen Arbeiten. Stattdessen geht es mit viel Musik auf den Ohren erstmal nach Moabit, ein Rezept abholen, und dann von dort zu Fuß bis ans Wasser und am Wasser entlang bis an den Hauptbahnhof.

Ich lasse mich treiben, mache Pausen, nehme ein Buch aus einer Zu-Verschenken-Kiste mit, schreibe zwischendurch mit dem Liebsten und der Liebstenschwester… Am Hauptbahnhof steige ich in die Tram, eine andere als sonst, und lasse mich durch Mitte zurück in den Pberg kutschieren.

Zuhause dann statt ausführlichem Wohnungsputz nur das Minimalprogramm, ansonsten viel Ausruhen und Denken und nochmal Telefonieren und Organisieren. Dann flattert doch nochmal etwas Arbeit rein, die dringend ist und erledigt wird.

Zum frühen Abendessen mache ich aus dem Rest Kichererbsen mit Zwiebeln, Oregano, Tomaten und Vermicelli eine sättigende und wohltuende Version der Pasta e ceci.

Abendunterhaltung sind dann zwei Filmklassiker. Ich dachte immer, ich hätte While you were sleeping mal gesehen, mit meiner Mama nach einem unserer Videotheksausflüge. Aber es ist wenig hängengeblieben und fühlt sich wie das beinahe erste Mal an. Say anything… kenne ich definitiv noch nicht, trotz John Cusack und Cameron Crowe. Jetzt aber, zum Glück!

Danach geht es zu sehr vernünftiger Zeit früh ins Bett. Ich lese noch kurz ein bisschen ins gefundene Buch rein, aber mir fallen dann bald die Augen zu.

14.10.2025 – Was schön war

  • Viele gute Gespräche geführt (auf LinkedIn würde man „wertvolle“ sagen)
  • Erfolgreich geadultet
  • Viel passende Musik gehört und in Erinnerungen gekramt, zum Beispiel diese
  • Dass der Himmel zum genau richtigen Zeitpunkt geweint hat
  • Langer Herbstspaziergang zum Durchlüften von Kopf, Herz und Lunge
  • Und natürlich was mit Essen: Aus dem Rest vom gestrigen Kartoffelbrei mit Kichererbsen, Knoblauch, grüner Chili, Koriander und Cumin indisch inspirierte Fritters gemacht, dazu Erbsenproteinjoghurt mit Koriandergrün und Pflaumen-Chutney:

13.10.2025 – Monday, Monday

Sehr unruhige Nacht, die dann eine Minute vor dem eklig frühen Weckerklingeln endet. Ich erledige einen Teil des morgendlichen Reboots, füttere die Katzen und telefoniere halb 8 auf dem Weg zur Tram mit dem Liebsten.

Der Montagmorgen serviert wegen eines Unfalls Bahnchaos, so dass ich ganz anders fahren muss als geplant, eine Bahn mehr brauche und am Ende pünktlich zum Termin bin statt wie geplant eine Viertelstunde früher. Auch OK. Ich bekomme von einer fröhlich plaudernden Dame Blut abgenommen, diesmal ärgert sie sich nicht über die Gen Z, sondern einfach über die eingetroffene Herbstigkeit des Wetters und des Lichts, damit kann ich mehr anfangen. Dann geht es auf noch anderem Weg wieder zurück nach Hause, so dass ich pünktlich um 9 mit Müsli, Obst und Tee am Schreibtisch sitze.

Bald nach dem Frühstück aber übermannt mich wieder die Müdigkeit, so wird das nichts mit der Produktivität. Das Wochenende verlangt seinen Tribut und ich lege mich nochmal hin, schlafe tief und fest und bin dann zwei Stunden später wieder im halbwegs normalen Rhythmus und kann konzentriert Themen abarbeiten, wie ein ehemaliger Kollege zu sagen pflegte.

Inzwischen scheint draußen Herbstsonne und es sieht nach goldenem Oktober aus. Ich nutze die Gelegenheit nochmal für einen Spaziergang plus kleine Einkaufsrunde (Apotheke und Bioladen).

Wieder zuhause gibt es einen kleinen Snackteller und dann ein Webinar.

Danach nochmal ausführlicheres Liebstentelefonat und ausgiebiges Elterntelefonat. Hinterher stelle ich mich an den Herd und mache mir zum Abendbrot Kabeljau mit Kartoffelbrei, Erbsen und Bohnen.

Zum und nach dem Essen gibt es ein paar Folgen Borgen, dazwischen ausgiebiges Einweichen lassen in der Badewanne. Gegen 23 Uhr ist das Licht aus und die Katzen und ich kuscheln uns in den Schlaf.

12.10.2025 – Was schön war

  • Aufwachen und der Liebste und ich sind einfach seit sechs Jahren zusammen und beide sehr zufrieden damit ❤
  • Ausführliches Frühstück mit dem Liebsten und dem Teilzeitkind, dazu Gespräche über Religion, Initiationsriten und im Grunde den Sinn des Lebens
  • Viel Exklusivzeit mit dem Teilzeitkind
  • Mathe und Latein zusammen üben – ich kann es noch (Mathe, mit Hilfe vom Internet) bzw. überhaupt (all das Sprachenlernen zahlt sich aus)
  • Sehr viel Liebe, den ganzen Tag
  • Abends Borgen gucken und mit den Katzen kuscheln

11.10.2025 – Nochmal so

Auch der heutige Tag ist wieder voller Unblogbarem, aber daneben auch voller schöner Familienmomente. Einer davon beim Abendessen mit dem Liebsten und dem Teilzeitkind.

Linguine al Limone mit Pistazien und Pecorino

10.10.2025 – Foto-Edition

Zu wenig Blogbares heute. Aber der Herbst herbstet ordentlich!

09.10.2025 – Herbst nicht in Peking

Ich wache zehn Minuten vor dem Weckerklingeln auf, was ja eigentlich ideal ist. Vor allem, weil ich beim Liebsten aufwache und der immer so brüllt. Also der Wecker, nicht der Liebste. Der sagt höchstens mal „Schrei mich nicht an“, wenn man ihm nach dem Aufwachen sanft ins Ohr säuselt. Heute aber nichts davon, der Wecker klingelt, der Liebste macht Kaffee, das Teilzeitkind verschwindet ins Bad und macht sich für die Schule fertig. Als es losgeht, haben der Liebste und ich noch ein wenig Zeit, bis auch der Arbeitstag des Liebsten anfängt. Dann verziehe ich mich in die Küche, frühstücke Brötchen, O-Saft und norwegische Erdbeermarmelade (schön, immer noch finden sich kleine Fetzchen Urlaub im Alltag!) und widme mich meinem morgendlichen Reboot.

Ein bisschen Laptop-Arbeit noch, dann verabschiede ich mich und mache mich mit einem kleinen Umweg über Mitte, wo die Wohnung der Eltern beaufsichtigt werden will und den Supermarkt für ein paar Basics, auf den Heimweg in den Pberg.

Herbst in Mitte
Herbst im Pberg

Hier erstmal ausführliche Katzenbepuschelung, dann koche ich mir eine große Kanne Tee und klappe wieder den Laptop auf.

Der Rest des Tages verläuft unspektakulär, dabei haben John und Sean Ono Lennon Geburtstag (Sean ist plötzlich 50, wie Julian auf Instagram feststellt).

Der Krieg in Gaza ist vielleicht vorbei, kurz nach dem zweijährigen Jahrestag und einen Tag vor der Verleihung des Friedensnobelpreises. Hmm.

Außerdem war Taylor Swift bei Seth Meyers, Trevor Noah sprach über das Riyadh Comedy Festival und Robert Habeck hat mit Anne Will und Volker Wissing übers Politikmachen nachgedacht. Gestern erst zugehört, wie Anne Will mit Hazel Brugger und Kevin Kühnert über Spaß an der Politik geredet hat. Lässt sich schön anlegen.

Passend dazu am Abend wieder ein bisschen Borgen, vorher aber noch schnell ein bisschen regionales Comfort Food gekocht.

Pellkartoffeln, Quark, Leinöl, Spreewaldgurken, Crudités

08.10.2025 – Ganz viel Tag

Die Katzen kriegen ja langsam ein schlechtes Image, weil sie mich so oft wecken, deshalb möchte ich heute ausdrücklich betonen, dass mich heute gegen 5 Uhr eine Gruppe Menschen geweckt hat, die entweder im Treppenhaus oder draußen lautstark kommuniziert haben. Die Katzen hingegen haben da noch tief und fest geschlafen und sich auch, nachdem ich offensichtlich wach war, hauptsächlich an mich gekuschelt und weitergeratzt!

Mein Tag fängt also sehr früh an und ich bin mit dem morgendlichen Reboot entsprechend früh durch und schaffe sogar noch, die Highlights der amerikanischen Late Nights von gestern durch zu gucken, bevor ich aufstehen muss. Dann gibt es Kaffee mit Kakao und HaferMILCH, Müsli mit Joghurt und Granatapfel und weiteres Obst auf dem Sofa – Balkonfrühstück ist aufgrund von niedrigem Sonnenstand wohl vorbei für dieses Jahr.

Danach dann Schreibtischarbeit, Webinar um 12, ein bisschen Haushalt, Meeting um 14:30. Kleine Einkaufstour zum Haustierbedarf, damit die Katzen auch morgen noch kräftig kacken können und dann Aufbruch nach Südberlin.

Der Liebste und das Teilzeitkind sind mit Hausaufgaben und ähnlichem beschäftigt. Dann bricht das Kindelein zum Schwimmen auf und ich habe ab 18 Uhr nochmal anderthalb Stunden Webinar. Zwischendrin kommt das libanesische Abendbrot an, das ich nach dem Webinar und der Liebste und das Teilzeitkind nach der Rückkehr vom Schwimmen (es ist jetzt abends dunkel, das Kind wird abgeholt) essen.

Der Rest des Abends ist viel Kuscheln und Erzählen. Nachdem das Kindelein ins Bett verschwunden ist, gibt es noch zwei Folgen Borgen und dann ist auch schon wieder Schlafenszeit.