04.09.2024 – Abhaken-Marathon

Nacht: Abgehakt – guter Schlaf dann demnächst mal wieder. Dafür lässt sich aber heute der Morgen gemütlich an. Nach und nach trudeln der Besuch und ich in Wohnzimmer ein, trinken Tee, essen Müsli und versuchen, für alle halbwegs erträgliches Internet zu basteln. Aufgrund der aktuellen Situation geht das nur über einen Hotspot von meinem Telefon, allerdings nur, wenn sich das Telefon nicht ins WLAN einwählt, denn das hat gerade keine Daten. Es ist alles etwas frustrierend und während ich dann länger mit der Hausverwaltung telefoniere (wenn mal mehrfach nachhakt, bewegt sich womöglich demnächst etwas in Richtung Schimmel, zumindest wird mir das jetzt zugesichert), ist der Hotspot wieder aus.

Wir finden dann eine halbwegs okaye Zwischenlösung, aber da ich den Hotspot dann in meinem Arbeitszimmer brauche, geht der Besuch doch nochmal in ein Café mit WLAN, um selbst was am Laptop erledigen zu können. Da befinde ich mich schon in den Tiefen meiner Steuererklärung, die ich am Ende zwei Tage nach Frist abgebe, mal gucken, ob das ohne Abzug von der Erstattung durchgeht. Früher ging nicht, da die letzten Unterlagen erst während des Urlaubs eintrudelten. Um danach was Schönes zu machen, checke ich schonmal für Rail&Fly nächste Woche ein und versuche dann, mir mein Flugticket in die App zu laden – das klappt aber nicht und ich muss nochmal ans Reisebüro schreiben – also doch weniger entspannend als gedacht.

Dann kann ich mich auch gleich dem nächsten To Do für heute widmen und schreibe zwei Briefe an den Internetprovider, der eine kurz und knackig, der andere wird vier Seiten lang, so komplex ist die Lage inzwischen. Witzigerweise trudelt während des Schreibens nochmal ein unerwartetes Datenpaket für das WLAN ein, so dass die nächsten Tage jetzt hoffentlich ohne Hotspot funktionieren werden. Als ich mit allem Papierkram fertig bin, ziehe ich das alles auf einen USB-Stick, trinke nochmal ordentlich, creme mich dick mit Sonnencreme ein und gehe ins 34 Grad warme Draußen.

Mit Musik auf den Ohren spaziere ich zum Cooyshop und drucke alles aus, dann geht es weiter zur Post, wo ich all das Papier auf drei Briefumschläge verteile, am Automaten Briefmarken ziehe und die Briefe einwerfe. Dann noch kurz in den Drogeriemarkt und in den Supermarkt, ein paar fehlende Dinge nachkaufen, und dann kommt der lange Marsch durch die Hitze nach Hause und die Treppe hoch.

Dort gibt es dann ein spätes Mittagessen aus Tomate-Mozzarella, Dinkelbrot und Feigen, dazu kalten Sencha mit Wild Berry gemischt. Kurzer Schnack mit dem Besuch, dann zieht es mich ein Stündchen ins Bett zur Siesta. Gegen 18 Uhr stehe ich wieder auf und koche Schmorgurken mit veganem Hack und Salzkartoffeln – zum später essen, noch ist es zu heiß – den Touris mal regionale, saisonale Küche näherbringen und mir hilft das Kochen auch, ein bisschen runterzukommen.

Dann wieder quatschen Pläne machen mit dem Besuch, bis gegen 20 Uhr die Nachbarn von unten vorbeikommen. Deren Kind wird hoffentlich bald bei mir Katzensitter und wir machen mal ein erstes Kennenlernen der Katzen und Aufgaben. Nimbin und Noosa verhalten sich vorbildlich und lassen sich am Ende sogar beide streicheln, das könnte klappen!

Danach gibt es dann Essen, mit je einem Glas Grauburgunder dazu. Hinterher noch Filmabend – aus der DVD-Kollektion, Streamen frisst zu viele Daten – mit Popcorn. Der Pittsburgher und ich zeigen seiner Partnerin, die etwas jünger ist – genug, damit wir ständig Witze über unser Alter machen können und einige popkulturellen Referenzen von uns bei ihr nicht landen – Ein Fisch namens Wanda. Wie erwartet sind nicht alle Witze gut gealtert, aber er ist trotzdem immer noch sehr unterhaltsam. Ein paar britische Besonderheiten müssen wir auch noch erklären – die Perücken, dass „chips“ „fries“ sind und so, aber wir haben auf jeden Fall alle Spaß.

Nach dem Film verteile ich noch Mückenstich- und Erkältungsmedikamente – nach dem Urlaub bin ich ja sowas von im Training – und liege dann erst kurz nach Mitternacht im Bett. 27 Grad im Zimmer, 24 Grad im Draußen – die Balkontür bleibt weit offen!

(Kein Foto heute, war zu viel los immer.)

03.09.2024 – All Friedrichshain, all day

Ziemlich furchtbar geschlafen wieder wegen einer Mischung aus Armweh und Kopfchaos, unterstützt von den Katzen, die so kuschelig sind, dass sie jede Position in der der Arm halbwegs gut liegt in kürzester Zeit zunichte machen. Konsequenterweise dann von 4 bis 6 wachgelegen und danach nur noch bis kurz nach 7 weiter gedöst, halb 8 hätte eh der Wecker geklingelt, denn dieser Tag ist pickepackevoll durchgeplant.

Kurz nach 9 verlasse ich das Haus und fahre mit Tram und Tram zu einer Arztpraxis, die Fahrt nutze ich zum Schreiben und Beantworten organisatorischer Nachrichten. In der Praxis muss ich kurz warten, werde dann untersucht und hole mein nächstes Rezept ab, dann Terminabsprachen für nächste Woche und in 7 Wochen und Einscannen der Unterlagen aus der Tagesklinik. Nächste Station Apotheke und Medikament abholen. Großer Punkt von der To-Do-Liste dieser Woche abgehakt.

Dann habe ich knapp zwei Stunden Zeit bis zum nächsten Arzttermin und fahre mit der nächsten Tram weiter ins Herz von Friedrichshain, wo es einen Laden meines Internetproviders gibt, der allerdings abweichend von den regulären Öffnungszeiten zu hat. Also laufe ich weiter und nehme die S-Bahn zum Ostbahnhof, wo der nächste solche Laden ist. Dort muss ich kurz warten, dann kann ich mit jemand Kompetenten sprechen – nur unterbrochen vom Baustellenlärm und von einem weiteren Kunden, der nach mir ankommt und mehrfach meint, er könnte sein Anliegen ja irgendwie zwischen meinem unterbringen und mehrfach zurechtgewiesen und vertröstet werden muss.

Wir sprechen etwa eine halbe Stunde über die Dilemmata, die ich nun seit Juni mit dem Provider habe und ich komme zumindest mit etwas mehr Durchblick und einem Plan wieder raus. Der beinhaltet das Schreiben zweier Briefe, was ich auf morgen vertagen muss, und ein weiteres Telefonat mit der Hotline, das jetzt eigentlich noch vor den Arzttermin passen könnte. Ich nehme die S-Bahn zurück und laufe dann Richtung Arztpraxis, statt wieder die Tram zu nehmen. Laufend rufe ich die Hotline an, beim ersten Versuch werde ich nach Durchspielen der Eingangsfragen und einigen Minuten Warteschleifenmusik aus der Leitung gekickt.

Beim zweiten Versuch erreiche ich jemanden und schildere mein Problem, er verbindet mich mit der vermeintlich richtigen Abteilung und schiebt mich zurück in die Warteschleife. Der nächste Kandidat kann eine meiner Fragen beantworten und schiebt mich dann in die Warteschleife zur nächsten Abteilung. Der dritte schließlich bearbeitet kompetent auch mein anderes Anliegen. Dieses Trara werde ich jetzt möglicherweise regelmäßig haben (alle zwei Wochen, außer während ich in Kanada bin), bis mein neuer Internetanschluss steht. Das könnte schon in drei Wochen sein, evtl. zieht es sich aber auch noch monatelang hin, meinte der Mitarbeiter im Laden. So viel Liebe, nicht.

Ich lege auf, als ich an der Praxis ankomme und bin zwei Minuten vor Termin drin. Der dauert etwa eine Viertelstunde, dann laufe ich weiter zu meinem Bruder – inzwischen übrigens von der Hitze und den vielen Schritten schon das erste Mal heute komplett durchgeschwitzt. Der Bruder wohnt im fünften Stock Altbau unterm Dach, ohne Fahrstuhl. Ich schaffe es nur mit Pausen nach oben und brauche dann erstmal kalte Cola und Luft zufächeln. Wir erzählen uns erstmal, was die letzten drei Wochen während meines Urlaubs so passiert sind, dann bekomme ich eine kurze Pause, genieße das kostenlose WLAN und telefoniere mit dem Liebsten.

Schließlich machen wir uns ans Werk und erledigen gute drei Stunden lang gemeinsam Papierkram, den wir jedes Jahr erledigen müssen. Einiges davon können wir ganz gut, bei anderen werden wir heute ein bisschen schlauer. Die Frage ist nur, ob die Schläue bis nächstes Jahr vorhält, oder ob wir das bis dahin wieder vergessen haben. Danach ist wieder eine gute Stunde Pause, die mit Chillen und Internetnutzung vertrieben wird. Die Wohnung ist inzwischen ebenso heiß wie das Draußen, aber immerhin kann man dann die Fenster öffnen und mit einem Ventilator frischere Luft durch die Zimmer wirbeln lassen.

Um 18 Uhr sitzen wir zur Belohnung fürs Tagwerk beim Stammitaliener meines Bruders. Ich bin schon wieder durchgeschwitzt und außerdem müde, viel passt heute nicht rein. Wir teilen uns Antipasti und einen halben Liter sizilianischen Weißwein (von dem ich aber nur ein Glas trinke), dann gibt es mit Lachs gefüllte Mezzelune mit Pfifferlingen, ich schaffe die Portion nicht ganz. Hitze, Müdigkeit, Histamin und meine Medikamente scheinen da zusammenzuwirken.

Nach dem Essen (und einem eisgekühlten Limoncello aufs Haus) spazieren wir noch durch den früh und schnell dunkel werdenden Kiez (eine Stunde früher als zuletzt in Norwegen), bis ich mit Tram und Tram zurück in den Pberg fahre. Dort Katzen füttern, Medikament einwerfen, chillen, bis der Besuch von seinem Tagesausflug aus Potsdam zurückkehrt. Der Pittsburgher jetzt mit Maske, da er sich erkältet fühlt. Morgen früh wird getestet. Wir erzählen uns unseren Tag, trinken Tee (die Beiden) bzw. Wasser mit Melissensirup (ich), reden über Politik in Berlin, Deutschland, Frankreich, Großbritannien und den USA und gegen halb 11 fange ich an, mich bettfertig zu machen.

02.09.2024 – Zurück in Berlin

Die Nacht ist unruhig, wie immer, wenn ich die Katzen längere Zeit alleingelassen habe. Ständig kommt eine an und will kuscheln oder gestreichelt werden oder gucken, ob ich noch lebe. Ich schlafe in diversen Stückseln und irgendwann gegen 7 ist die Nacht endgültig vorbei. Morgendliche Internetrunde mit Tee, zwischendurch ruft der Liebste an und will zu den Nordlichtern reisen, Hotel hat er schon ausgesucht, ein passender Zeitpunkt ist allerdings gerade nicht zur Hand.

Gegen 9 stehe ich auf und setze mich auf den Balkon, bis auch der Besuch wach und aufgestanden ist. Dann gibt es ein kurzes Frühstück mit Bageln, Geitost und Moltebeerenmarmelade, während dem wir einen Einkaufszettel machen. Dann geht es zu dritt zum Programmpunkt „Deutscher Supermarkt“ – ein Ereignis für die Freundin vom Pittsburgher, die zum ersten Mal in Deutschland ist. Wir verbringen also viel Zeit im REWE, erklären ihr viel über deutsche Esskultur und lassen sie dann auch sämtliche Pfandflaschen einwerfen, die ich noch im Haus hatte. Ein voller Erfolg auf der Erlebnis-Skala!

Wieder zuhause bereiten sich die beiden auf Berlin-Erkundungen vor und brechen dann dazu auf, ich habe Dinge zu tun. Als erstes Mal schreibe ich eine wichtige E-Mail und tue ein paar organisatorische Dinge am Laptop, die dann zu E-Mails, Chat-Nachrichten und einem Anruf führen. Dazwischen putze ich die Wohnung, erneuere das hochfrequentiertere Katzenklo und hole neues Katzenstreu aus dem Keller. Dann ruhe ich mich ein wenig aus – immer noch auf Nachrichten reagierend – bis es plötzlich schon kurz vor 17 Uhr ist und ich wieder los muss.

Um 17 Uhr sind wir nämlich zum Aperitivo verabredet, mit Cynar Spritz und ordentlich viel Essen dazu, so dass es hinterher keines Abendbrots mehr bedarf, sondern nur noch ein Eis und ein Spaziergang vonnöten sind.

Zum Tagesausklang gibt es dann Wildberry Lillet auf dem Balkon, dazu Gespräche und „aktuelle“ deutsche Musik (Nina Chuba, Danger Dan, Shirin David). Außerdem telefoniere ich noch mit der besten Freundin und wir erzählen uns von unseren Urlauben und dem ersten Schultag (mittags kamen Fotos vom aufgeregten Teilzeitkind).

Kurz nach 22 Uhr werde ich hundemüde und gehe vor allen anderen schlafen (die Katzen kommen mit).

01.09.2023 – Emotionen hoch und runter

Mal wieder früh aufgewacht in der Koje auf d Meer (jetzt wieder Ostsee) und nachdem alle drei ausreichend wach sind geht es zum letzten Urlaubsfrühstück, mit Blick aufs Meer. Der Urlaubsendblues ist stark in uns, aber immerhin ist das Essen lecker.

Um 10 legt die Fähre an und wenig später sind wir auf der Autobahn. Es ist heiß in Deutschland, solche Temperaturen haben wir jetzt seit 11 Tagen nicht mehr gehabt. Solche Geschwindigkeiten auch nicht. Mit lauter Musik kämpfen wir uns durch Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. In Brandenburg wechseln wir nochmal zum Känguru und in Berlin zähle ich dann fünf Tunnel – Nostalgie kommt auf.

Wir liefern das Teilzeitkind bei Mama und Geschwistern ab, morgen beginnt der „Ernst des Lebens“ aka Gymnasium von hier aus, dann fahren wir zum Liebsten und packen dort aus und sortieren Dinge auseinander. Dann fährt der Liebste mich nach Hause in den Pberg, wo ich von zwei hungrigen und unterkuschelten Katzen begrüßt werde. Der Liebste fährt noch Tanken und bringt das Mietauto weg und dann ist dieser Urlaub endgültig vorbei.

Ich packe aus, stelle eine Waschmaschine an, siebe die Katzenklos durch, fülle den Katzenbrunnen auf, füttere die Katzen, gieße die Pflanzen und atme dann nochmal kurz in der Badewanne (lauwarm) durch. Dabei läuft für anderthalb Stunden der radioeins Sommersonntag zu Britpop. Aber nur bis 18 Uhr, denn dann gibt es Hochrechnungen aus Sachsen und Thüringen und zumindest in Sachsen ist es weniger schlimm als erwartet, aber dennoch ist es furchtbar, in beiden Ländern. In Bautzen holt der AfD-Spitzenkandidat von Sachsen das Direktmandat vor dem CDU-Mann, der jahrelang gesetzt war und der schon Abgeordneter war, als er vor über 25 Jahren gemeinsam mit ihm im Förderverein unserer Schülerzeitung saß und er traditionell zu spät kam, weil es in Dresden wieder länger gedauert hat. Schlimm, dass man bei diesen Wahlen der CDU die Daumen drücken musste und sich freuen musste, dass Kretschmer weiter seinen Stuss verbreiten darf. Mein ehemaliger Vereinskollege kam übrigens noch über die Landesliste rein und ist jetzt der einzige Sorbe im sächsischen Landtag.

Zum Glück kann ich mich nur etwa anderthalb Stunden mit der Misere beschäftigen, dann klingelt es an der Tür und mein Besuch aus Pittsburgh ist da. Ihn kenne ich seit er vor 19 Jahren ein Semester lang mein Dozent war und wir uns anfreundeten. Im Laufe des Abends kommen all die gemeinsamen Erinnerungen wieder hoch. Live 8 auf der Straße des 17. Juni, Kopenhagen-Trip, Thanksgiving 2005 in Pittsburgh, Thanksgiving 2009 in Berlin, Party in Pittsburgh 2011 under mein Pandemie-Geburtstagszoom 2020. Seitdem haben wir uns nicht mehr gesehen, aber die Maschine springt gleich wieder an wie geschmiert. Seine Freundin treffe ich zum ersten Mal und mit ihr springt der Funke auch gleich über.

Wir sitzen kurz auf dem Balkon, dann gehen wir in der Nachbarschaft zum Inder und essen ein spätes Abendbrot. Wieder zuhause geht es mit Wein, Massagekissen und Katzen auf die Couch. Nach Wäsche aufhängen bin ich um Mitternacht im Bett.

31.08.2024 – Hoch in die Luft und ab übers Meer – Nurregen Tag 10

Gemütlicher Morgen im Hüttenbett, dann bei schon wieder Sonnenschein das erste, und einzige, Norwegen-Frühstück im Draußen, auf der Terrasse. Wir machen die Dickmilch, das Müsli und die Pflaumen alle und haben insgesamt ganz gut geplant mit dem Essen. Ein paar Fertiggerichte, Haltbares und Geitost fahren zurück nach Berlin.

Dann checken wir aus und fahren als letzten Programmpunkt hoch auf den Holmenkollen, zur Skischanze und dem Langlauf-/Biathlonstadion daneben. Man hat einen tollen Blick über die Stadt und den Fjord, kann Norweger*innen auf Sommerskiern (mit Rollen darunter) beim Training sehen und sich vorstellen, wie das hier im Winter zugeht. Der Liebste und das Teilzeitkind sind sehr fasziniert von einer Zipline, mit der man die gesamte Schanze runterfliegen könnte – wenn man denn genug Zeit mitgebracht hätte. Haben wir leider nicht – nächstes Mal dann.

Heute müssen wir weiter zum Schiff. Erst stehen wir noch sehr lange draußen in der Schlange an, dann geht es über den Bug hinein.

Wir beziehen unsere Kabine und gehen dann direkt hoch aufs Sonnendeck, für Pommes, Getränke und schöne Aussicht. Als das Schiff mit 15 Minuten Verspätung ablegt, wird es dem Kind schon langweilig und es verschwindet in die Kabine, das WLAN genießen. Der Liebste und ich bleiben noch eine ganze Weile draußen und gucken, dann setzen wir uns nach Drinnen aufs Observation Deck und gucken von da bei Tee und Kaffee weiter.

Irgendwann holen wir das Teilzeitkind aus dem Internet ab und gehen alle zusammen ins Aqualand – durch den Strömungskanal ziehen lassen, Wasserrutschen (die Beiden), im Whirlpool sitzen und wieder raus aufs Meer starren (leider keine Fotos), in der Sauna aufwärmen (die Erwachsenen) und wieder von vorn. Eine Stunde kriegt man damit gut rum, fürs nächste Mal hoffen wir Erwachsenen auf den Spa-Bereich, aber da dürfen Kinder nicht rein.

Wir ruhen uns noch anderthalb Stunden in der Kabine aus und lesen (ich beende Die Birken wissen‘s noch und leihe noch einen Norwegen-Roman aus), dann ist es Zeit für unsere Abendreservierung im Restaurant – große Empfehlung! Drei-Gänge-Menü à la carte reservieren für einen echt okayen Preis und dann volle Auswahl aus der Karte mit sehr gutem Essen und Aussicht.

Nach dem Essen gehen die beiden erlebnisorientierten Reisenden noch in die Arcade, während ich mich bettfertig mache und kurz nach 10 in meiner Koje liege.

30.08.2024 – Und unter dem Bambus-Futteral urlaubert Thor Heyerdahl – Nurregen Tag 9

(Überschrift ein Insider für die Kernfamilie)

Wir erwachen wieder alle viel zu früh – zu weiches Hotel-Doppelbett, dass jede Bewegung des Liebsten überträgt, Erkältungsgeräuschkulisse, Arm- (und neu auch Knie-)schmerzen, trockener Hals… Und selbst das Kindelein wird und bleibt wach, als der Liebste das erste Mal ins Bad geht. Immerhin sind wir so alle schon vor der eigentlich geplanten Zeit fertig für das Frühstücksbuffet und können uns da richtig austoben.

Norwegische Frühstücksbuffets, weiterhin das Nonplusultra.

Das andere Bemerknis des Morgens ist der strahlende Sonnenschein, der laut Wetter-App auch die nächsten Tage bleiben soll. Nach acht Tagen fast Dauerregen und mit Blick auf unsere morgige Abfahrt nach Deutschland sind wir überrascht, irritiert, konsterniert und ein wenig ungehalten. Was hätten wir nicht alles machen können, wenn wir etwa eine Woche früher oder eine Woche später hätten hier sein können? Vielleicht hätten wir sogar tatsächlich gezeltet, wären mehr gewandert, hätten gepaddelt und das Kind wäre über mehr Felsen geklettert und hätte weniger am Handy gehangen? Es ist ein Elend.

Aber gut, wir nehmen die Sonne Volley und fahren los – durch die Hardangervidda zurück nach Flachlandnorwegen. An einer Stabkirche halten wir an und suchen einen Geocache.

Je mehr wir uns Oslo nähern, desto ebener und voller wird die Gegend. Unser erstes Ziel ist die „Museumsinsel“ Bigdøy, wo wir uns das Triple gönnen: Fram-Museum, Kon-Tiki-Museum und Nordisches Schiffereimuseum. Wir erleben Polarexpeditionen auf und unter Deck, ziehen Schlitten, verfolgen die Route der Ra von Marokko („Da war ich schon“ sagt das Teilzeitkind) nach Barbados („Da wollen wir hin und S. besuchen) und vergleichen die Wellness-Angebote von norwegischen Kreuzfahrtschiffen mit denen unserer Fähre morgen.

Draußen gibt es dann noch einen zweiten Geocache und dann fahren wir Pizza essen. Schon wieder ein sehr gutes Lokal ausgesucht, wir haben hier viermal auswärts gegessen und es war jedes Mal teuer aber richtig lecker. Während die anderen sich schon wieder auf italienische Pizza einstimmen, nehme ich die norwegische Variante mit Rentier-Carpaccio, Rosmarin und Granatapfel – unglaublich gut!

Hinterher geht es zum letzten Mal smågodt fassen, zumindest für das Teilzeitkind, denn ich habe noch was von der letzten Runde übrig…

Und dann fahren wir zu unserem heutigen Campingplatz, von einer großen Kette, supervoll und teuer aber auch mit allen Annehmlichkeiten. Unsere Hütte hingegen ist die spartanischste unserer Reise, vier Betten, ein Tisch, vier Stühle, fertig. So kommen wir denn am letzten Abend noch dazu, unseren Gaskocher einzuweihen und kochen uns auf der Terrasse Tee. Den gibt es mit Pfirsichkompott als zweiten Nachtisch dann draußen im Campingstuhl, denn ES REGNET JA VERDAMMT NOCHMAL NICHT!

Dann gehen der Liebste und ich noch auf einen kleinen Abendspaziergang, vorbei an den Laubwald abäsenden Ziegen und einem schönen See, bevor gegen 10 alle im Bett liegen.

29.08.2024 – Warmes Wasser? Geilo! – Nurregen Tag 8

Der Morgen beginnt früh mit einem stark Erkälteten im Raum. Dafür lassen wir uns dann mit dem Aufstehen viel Zeit. Als ich endlich kurz davor bin, lese ich zwei frustrierende E-Mails hintereinander und muss dann erstmal kurz ausfällig werden – und reagieren. So telefoniere ich aus einer Hütte unter einem Wasserfall mitten in der norwegischen Wildnis am frühen Morgen gleich dreimal mit meinem Internetprovider, werde dabei auch mehrfach laut und hasse mal wieder die Hotline. Am Ende gibt es eine vermeintliche Lösung – mal wieder – der Anschluss aber verzögert sich nochmal um Wochen. Was für ein unglaublicher Saftladen das ist!

Dann mache ich Frühstück und beruhige mich langsam wieder. Die beiden Mitreisenden frühstücken Suppe – der Liebste die Reste vom Hühner-Nudel-Topf von gestern, das Teilzeitkind Ramen. Das führt dazu, dass wir ein bisschen YouTube gucken müssen und das Teilzeitkind jetzt zum Entsetzen des Liebsten Loriot lustig findet. (Der Liebste ist ansonsten super, aber er mag weder Loriot noch Helge Schneider)

Kurz nach 11 haben wir in strömendem Regen das Auto fertig beladen und rollen vom Platz. Eine gute Stunde geht es (mit nur 15 Tunneln heute, dafür wieder die Kombi Tunnel-mit-Kreisverkehr-drin/Brücke/Tunnel-mit-Kreisverkehr drin, diesmal in die andere Richtung und komplett anderem Ausgang) bis zum Vøringsfoss, einem der bekanntesten Wasserfälle des Landes.

Und manchmal liegt mitten im Land plötzlich ein Kreuzfahrtschiff rum – war das Gewässer also doch ein Fjord

In sanftem Regen laufen wir hier ein bisschen herum, unter anderem über eine Treppe über den Fall, bei der es dem Liebsten in seinem Zustand etwas blümerant wird.

Die nächste Stunde Fahrt geht dann weiter quer durch (über?) die Hardangervidda – Hochebene über der Baumgrenze, erste Herbstfärbung, buckelige Landschaft, Felsen, Gletscherseen… Mit krankem Fahrer haben wir es etwas zu eilig, um zwischendurch noch lange anzuhalten und zu gucken, deshalb nur schnelle Autofotos im Vorbeifahren.

Dann erreichen wir unser nächstes Ziel mit dem wundervollen Namen Geilo. Der Name ist Programm. Wir gönnen uns heute eine Nacht in einem Skiresort (im Sommer sehr bezahlbar) mit Pool, Whirlpool und Wasserrutsche. (Und Spa gegen Aufpreis, für uns heute nicht) Wir checken ein und trinken erstmal Kakao und Kaffee, bevor wir uns in die Fluten gleiten lassen.

Der Pool ist badewannenwarm, so ähnlich wie die auf Island, nur ohne Schwefelgeruch. Ich kann trotz wehem Arm schon wieder ein bisschen schwimmen, nicht so ausholend und kräftig wie sonst und auch nicht so lange, aber ein paar Bahnen schaffe ich in langsam. Dazwischen immer lange und ausufernd im noch wärmeren Whirlpool, so lange der resterkältete Kreislauf mitspielt. Der Liebste macht kurz mit und legt sich dann ins Bett, ich halte etwas länger durch, das Teilzeitkind noch länger – es ist ja erstaunlicherweise immer noch topfit. Dann liegen wir alle eine Weile auf unseren Betten rum und schauen in unsere Endgeräte, bis es zum Abendessen geht.

Gemüse-Pilzstrudel mit Bohnensauce, Broccoli und Erbsengrün, Birnen-Cider
Sukksesterte mit Erdbeersorbet

Nach dem Essen machen sich die Erwachsenen bei Sonnenuntergang (kurz nach halb 9) bettfertig, das Kind geht nochmal eine Runde an den Pool. Gegen 10 liegen dann alle und schlafen bald.

28.08.2024 – Zwei Arten von Selfcare – Nurregen Tag 7

Der Tag beginnt mit der ernüchternden Erkenntnis, dass meine Erkältung inzwischen zwar noch da, aber kaum noch einschränkend ist, der Liebste aber jetzt (endlich?) auch eine ausgebrütet hat. Nachdem er schon die erste Urlaubswoche krank darniederlag, ist das einfach nicht fair (und außerdem natürlich auch sehr unpraktisch, da er hier der einzige Autofahrer und Erziehungsberechtigte ist). Hmpf. Er bleibt also erstmal im Bett liegen und bekommt Frühstück dorthin serviert, während das Teilzeitkind und ich halbwegs zivilisiert bei Tische sitzen. Ansonsten lassen wir den Tag bis mittags ruhig angehen. Dann dopet sich der Liebste mit Aspirin Complex hoch, denn heute ist der Tag im Urlaub, auf den er und das Kind schon seit Monaten hinfiebern: Wildwasser-Rafting!

Die beiden fahren los und ich habe die nächsten 3-4 Stunden die Hütte und meine Zeit ganz für mich alleine und widme sie ausführlicher Selfcare. Ausgiebiges Duschen und Haarewaschen, einen gemütlichen Wollpulli anziehen (draußen heute weniger Regen und bis zu 17 Grad!)… Und dann mache ich für mich erstaunliche Dinge, die zu meinem Wohlbefinden beitragen: Ich räume das Hüttchen weitgehend auf, tue herumliegende Sachen meiner Mitreisenden auf zugeordnete Haufen und bringe meinen eigenen Kram in Ordnung, sortiere Medikamente, lade Powerbanks auf und räume unsere Utensilien-Kiste aus und wieder ein, weil dort vor ein paar Tagen ein offenes Spülmittel mitgefahren ist und alles klebt. Jetzt nicht mehr, ha!

Zur Ehrenrettung muss ich sagen, dass ich dabei laut Musik nach meinem Geschmack höre und mich dann auch schnell mit Tee, Zimtschnecke und dem West Wing Weekly Podcast auf die Couch setze und mich dem Handyspiel widme.

Als genug gespielt ist, lese ich weiter in Die Birken wissen‘s noch und langsam wird es da wirklich spannend. Familiengeschichte, Norwegen, Nazis und Widerstand, Shetland, Schottland, Frankreich, Ravensbrück und Popmusik, what‘s not to love?

Trotzdem bin ich froh, dass die beiden anderen in angemessener Zeit und heil zurück sind und eine tolle Zeit hatten. Der Liebste geht mit Tee zurück ins Bett, das Teilzeitkind beschäftigt sich weitgehend selbst, läuft. Zum Abendbrot gibt es aufgepimpten Hühner-Nudel-Topf mit Chorizo, Kidneybohnen und ordentlich Chili, danach lese ich einfach weiter. Gegen 23 Uhr beginnen das Kind und ich, dem Liebsten in die Horizontale zu folgen.

27.08.2024 – Unter den Wasserfall – Nurregen Tag 6

Der Tag beginnt mit einem merkwürdigen Phänomen – es regnet gar nicht. Der Liebste ist verwirrt und es drängt ihn nach dem Kaffee machen direkt nach draußen. Er „spaziert“ mit der Tasse in der Hand über den Campingplatz. Es ist eher strammes Wandern, weil es ständig steil bergab oder bergauf geht. Das Teilzeitkind schläft noch und ich liege mit Kaffee gemütlich im Bett, lese, blogge usw. Dann kommt der Liebste wieder uns serviert uns Frühstück ans Bett – erste Runde Müsli (für mich mit Kulturmjølk und Moltebeerenmarmelade), zweite Runde Stulle und Obst. Erst dann stehen wir langsam und gemütlich auf und fangen an, zusammenzupacken. Gerade als wir soweit fertig sind und die Beiden nochmal in die Nordsee hüpfen (bei 14 Grad Außentemperatur) oder über getrocknete Felsen klettern könnten, fängt es wieder an, uu regnen. Die Laune sinkt. Dann fahren wir eben los.

Durch Regen in wechselnder Intensität geht es zurück nach und durch Bergen und dann wieder hoch in die Berge, ich zähle 49 Tunnel. In einem größeren Ort halten wir gegen 13 Uhr an und laufen uns in einem Outlet Store alle drei neue Wanderschuhe – erstens haben wir keine trockenen Schuhe mehr, zweitens sind meine Wanderschuhe seit gestern zu kaputt für halbherzige Reparaturen – da muss ein Schuster ran – und drittens haben der Liebste und das Teilzeitkind nichts, was man ernsthaft als Wanderschuhe bezeichnen kann – jetzt schon. Hinterher gibt es noch Burger für alle im örtlichen Diner (meiner mit Avocado-Patty und Mango-Jalapeño-Salsa), dann fahren wir zu unserem Campingplatz für die nächsten zwei Nächte.

Dieser befindet sich direkt an einem Wasserfall. Wir haben eine gemütliche und etwas komfortablere Hütte als sonst und sind sehr zufrieden. Die Terrasse ist so überdacht, dass weder Regen- noch Wasserfallwasser draufkommt, so können wir gleich die neuen Schuhe imprägnieren.

Außerdem waschen und trocknen wir Wäsche – bei dem Wetter wird doch mehr nass und/oder dreckig als eingeplant. In einer Regenpause ziehen der Liebste und das Teilzeitkind nochmal los und wandern zum oberen Ende des Wasserfalls. Ich nutze die Zeit für Sprachen lernen, Spielen und Lesen. Wir haben gutes WLAN in der Hütte und so kann auch das Kind dann abends noch fernsehen und wir sind alle sehr zufrieden. Der Liebste hockt eingemummelt auf der Terrasse und guckt in die Natur, das Teilzeitkind schaut Teenie-Telenovela und ich mache seit langem mal wieder einen TikTok-Marathon. Nebenbei planen der Liebste und ich die letzten Reisepunkte (und stimmen uns dazu über WhatsApp ab, hihi). Zum Abendessen gibt es nochmal Nudeln mit Erbsen, Pesto und Chorizo und dann geht es gegen 22 Uhr früh ins Bett.

26.08.2024 – Vom Wandern und Trocknen – Nurregen Tag 5

Der Tag beginnt – wie sollte es anders sein – mit Regen. Leichter Regen, starker Regen, Sprühregen, kurz kein Regen, dann wieder Regen. Der See ist in den letzten zwei Nächten fünf Meter weiter an unsere Hütte herangekrochen, die Enten schwimmen über noch nähere Wiesen, einige Autos wurden umgepackt und einige Wege sind nicht mehr nutzbar. So ein Regen ist das. Wir aber packen heute unsere Sachen zusammen, frühstücken, waten zum Küchenhäuschen, um abzuwaschen und verlassen dann diesen Ort.

Erster Halt ist der Supermarkt gegenüber, weil der so ein tolles großes Süßigkeiten-Mix-Regal hat und das Kind und ich da unbedingt nochmal hin müssen – am Ende habe ich 400 g, das Kind fast 700 g. Upsi. Außerdem füllen wir noch Vorräte auf – Kulturmjølk und normale Milch, Brot, Salami, Bier/Cider. Neulich konnten wir kein Bier kaufen, weil es 18:24 war und der Verkauf nach 18 Uhr verboten ist. Morgens um 11 geht es.

Nicht gekaufte Salami: Bei Wal weigern wir uns alle, das Kind blockiert Hirsch, Elch und Rentier. Es wird dann also wieder Schwein.

Dann fahren wir los – einmal quer durch Bergen durch (11 Tunnels) – bis ganz nach Westen in den Bergenschen Schärengarten. Währenddessen hört der Regen auf und es kommt sogar ein bisschen die Sonne raus. Hier sieht es aus wie an der Lighthouse Route in Bova Scotia, kleine bunte Holzhäuschen, Felsen, Buchten… Schön. Leider gibt es kaum Gelegenheiten, um mal anzuhalten, also fahren wir an allem Schönen vorbei, immer weiter nach Norden an den nördlichsten Punkt unserer Reise. Bis dahin regnet es wieder, aber nur ein bisschen.

Wir laufen rum, machen ein paar Fotos und entdecken dann in der Nähe einen Geocache, am Ende eines Wanderwegs. Na denn los! Erst den Einstieg zum Wanderweg finden und dann geht es durch Heidekraut, Blaubeeren, Felsen, Grasbuckel und moorige Stellen Richtung Leuchtturm. Nach einer Weile hören die Holzbohlenwege auf, jetzt gibt es Steine und immer mehr Matsch, glitschige Holzwurzeln und allgemeines nasses Ungemach. Erinnerungen an unsere Schlammwanderung im letzten Sommer werden wach. Es ist echt anstrengend, zumal mir die anderen Beiden immer wieder über schwierige Stellen helfen müssen (wer nicht 3D gucken kann, hat es nicht immer leicht), dabei an meinem wehen Arm ziehen, nebenbei meine erkältete Nase immer voller wird und wir einfach alle immer dreckiger und nasser werden. Irgendwann haben wir es aber geschafft und sind am Leuchtturm angekommen, gerade als es wieder heftig regnet und dazu stürmt. Der Liebste und das Kind suchen kurz nach dem Cache, mir ist das schon zu gefährlich. Irgendwann verkündet der Liebste Abbruch wegen Lebensgefahr und das Kind ist sauer.

Der Rückweg wird nochmal genauso anstrengend, nur mit schlechterer Laune und am Ende kaputterem Schuh bei mir. Am Auto angekommen gibt es erstmal trockene Socken und trockenere Schuhe für alle. Dann fahren wir nochmal ein knappes Stündchen durch das Schöne bis zu unserem heutigen Campingplatz. Unsere Hütte hat besten Blick aufs Meer und in den Regenpausen ist das sehr idyllisch.

Erstmal gibt es Aufwärm-Ramen für alle, dann erkunden wir in der nächsten Regenpause das Gelände. Entlang einer Steilküste sind die diversen Aspekte des Campingplatzes verteilt – ein Häuschen mit Klos, Duschen, Wäsche- und Küchenräumen, ein gemütlicher Aufenthaltsraum mit Tischen, Sesseln, altertümlicher Einrichtung und WLAN, einen Minigolfplatz, eine Badestelle, ein Platz für Lagerfeuer und Grillen, einen Steg für Angeln, SUPen und Paddeln und Stellplätze für Zelte und Wohnmobile.

Einen kurzen Moment sitze ich im Sonnenschein unten am Wasser und die Welt ist nur schön.

Wir bringen unsere nassen Sachen (für jeden mindestens zwei Paar Schuhe und zwei Paar Socken) in den Gemeinschaftsraum zum Trocknen, nutzen dort das WLAN oder Lesen und spielen eine Runde „Halt mal kurz“ am großen Tisch, während um uns herum drei andere Familien herumwuseln und u. a. selbst geangelten Fisch essen. Als es uns zu trubelig wird, gehen wir wieder in unsere Hütte und ich koche Pasta mit Erbsen, Pesto und Chorizo. Danach bin ich platt und gehe schlafen (bzw. Lesen: Lars Mytting – Die Birken wissen‘s noch), die anderen beiden gucken nochmal beim WLAN vorbei.