Gegen 6 sind die letzten ins Bett gegangen, gegen 8 sind der Liebste und ich endgültig wieder wach, das Teilzeitkind kurz danach auch. Fazit zur Nacht im Zelt: Geht ganz gut. Wenn die Geräuschkulisse dann noch mehr so norwegischer Fjord als brandenburgisches Familienfest ist, sollten wir darin gut zurechtkommen. Learnings zudem: Am norwegischen Fjord wird mehr Ordnung gehalten werden müssen und Campingstühle gehören über Nacht ins Vorzelt.
Wir sind nicht die ersten die wach sind, aber der Liebste kocht uns trotzdem auf dem Campibgkocher Kaffee (Wildnissimulation und Equipment-Check!). Meine Blase drückt trotzdem und so schleiche ich mich möglichst leise ins Haus und begegne unterwegs dem bereits gärtnernden Freund meiner Cousine, dem hiesigen Hund, dem Geburtstagsonkel samt Schwester und Schwager, die Frühstück vorbereiten, einem meiner Cousins, der schon am Aufräumen ist, und einem weiteren Cousin, der unter der Dusche steht, als ich aufs Klo will. Zum Glück gibts davon mehrere, allerdings muss ich jetzt auch noch die Treppe hoch und bin endgültig hellwach.
Zurück am Zelt dann aber Kaffee mit dem Liebsten im Campingstuhl. Danach verlagern wir uns zum Frühstück in der Weinlaube, wo sich immer mehr Familie sammelt. Es gibt Kuchen, Brötchen, Käse, hausgemachte Marmeladen und viel Kaffee und Kirschen. Dazu familientypische Diskussionen über Politik und Medienlandschaft. Direkt nach dem Frühstück verabschieden sich die ersten Gäst*innen und wir fangen dann auch langsam an, alles wieder abzubauen und zusammen zu packen.
Es ist aber heiß und wir lassen uns Zeit. Zwischendurch gibt es zur Abkühlung und Stärkung Eis, Wassermelone und für die Kinder alkoholfreie Bowle. Gegen Mittag werden Bruder und Freundin zur Bahn gebracht, weil sie heute noch viel vor haben. Eine gute Stunde später brechen wir auch auf und füllen die beiden im Auto freigewordenen Plätze mit der kanadischen Verwandtschaft, die gar nicht weit vom Liebsten wohnen. Wir liefern die beiden ab, fahren noch fix tanken und laden dann das Auto aus. Der Liebste bringt den Mietwagen weg. Als er wieder zurück ist, chillen alle noch eine Runde und dann mache ich mich mit der S-Bahn auf den Heimweg nach Pberg und nutze die Fahrt für Italienisch und Französisch.
Ich komme gegen halb 5 an, begrüße die Katzen, packe meine Sachen aus, springe unter die (nur lauwarme) Dusche und stehe dann frisch und in sauberen Klamotten beim Lieblingsnachbar vor der Tür, der heute seinen 43. Geburtstag feiert.

Es gibt einen kleinen Spritz auf dem Balkon, dann spazieren wir zu einem koreanischen Restaurant hier im Kiez und essen Nudeln und Kimchi.


Nach dem Essen geht es zurück auf den Balkon, zu mehr Spritz und außerdem leckerem Salted Caramel Cheesecake.

Wir sitzen und erzählen so ungefähr bis 22 Uhr, dann löst sich die Geburtstagsgesellschaft auf. Ich wechsele zu den Katzen auf meinen eigenen Balkon, telefoniere nochmal kurz mit dem Liebsten, lasse das Wochenende Revue passieren und erledige noch die täglichen Rätsel. Dann falle ich kurz nach 23 Uhr ins Bett.





































