Ordentlich viel geschlafen, es gab da ein bisschen nachzuholen, dann ein Homeoffice-Tag außer der Reihe, weil ich letzte Woche einen Tag mehr als notwendig im Büro war und heute sowieso viele frei hatten und kaum jemand da sein würde. Für Balkonoffice ist es definitiv zu kalt heute, aber ich mache es mir drinnen auch okay gemütlich, mit Müsli und Matcha Latte.


Im Laufe des Vormittags beschließen die Lichtenberger Freundin, ins Kino zu gehen – wir haben beide ein vages Interesse an dem Film, aber auch wenig Zeit in den nächsten Tagen, um ihn in einer Vorstellung in Originalfassung in einem Kino zu sehen, das für uns praktisch gelegen ist. (Millionenstadt-Probleme, ich weiß.) Nachdem es also eher schlecht aussieht für das vage Interesse schlägt die Freundin vor, dass wir ja auch einfach heute gehen könnten und siehe da, heute läuft er passend um 20 Uhr und in der Nähe. Komme mir ganz wild und spontan vor, als ich dann einfach direkt Tickets kaufe und so Nägel mit Köpfen mache.

Zum Mittag gibt es Brot mit letztem Ei und letzter Avocado – schön GRÜNdonnerstäglich. Dazu Orangen-Clementinen-Limonade mit Projektbezug, dazu setze ich mich noch kurz auf den Balkon, bis die Sonne rum ist.
Am Nachmittag nochmal zwei spontane Calls, dann mache ich pünktlich Feierabend und spaziere durch den frühlingshaften Pberg zum Treffpunkt mit der Freundin.





Wir gehen in ein vegetarisches vietnamesisches Lokal, essen sehr lecker und erzählen uns die Tage seit Freitag.


Dann geht es rüber ins Kino. Wir schauen Project Hail Mary, mampfen Popcorn und trinken Kokoswasser bzw. lokales alkoholfreies Craft Beer. (Sehr Millionenstadt, ich weiß.)
Der Film interessierte uns beide vor allem wegen der Plakate mit Ryan Gosling und Sandra Hüller – eine irgendwie wilde Kombination. Später lese ich, dass Sandra Hüller nur in Deutschland so groß plakatiert wurde, ihre Rolle ist aber schon irgendwie die zweite (menschliche) Hauptrolle. Hinterher stellt sich heraus, dass die Freundin noch weniger über den Film wusste als ich und sogar davon überrascht war, dass es sich um Science Fiction handelt. So viel hatte ich immerhin mitbekommen und war deswegen etwas skeptisch. War dann aber doch ziemlich gut gemacht und überraschend witzig. Und Ryan Gosling geht sowieso immer. Ein bisschen kann man ja auch feiern, dass durch die Besetzung von Sandra Hüller im Film eine ostdeutsche Frau die wichtigste globale Weltallmission aller Zeiten leitet (Im zugrundeliegenden Buch ist es eine Niederländerin, aber die haben wohl gerade keine Schauspielerinnen, die in Hollywood so präsent sind. Tatsächlich fallen mir sogar gar keine niederländischen Schauspieler*innen ein. Da mal nacharbeiten.)
Ansonsten fällt mir noch Ryan Goslings Brille auf und dann ein, dass ich über diese Brille in den letzten Tagen mehrfach in meinen Blogs gelesen hatte, aber nicht so aufmerksam war, mitzubekommen, dass es um ihn und diesen Film ging. So passe ich auf!
Als ich wieder zuhause bin ist es schon halb 12. Ich telefoniere noch mit dem Liebsten und dem Teilzeitkind (Ferien!) und dann wird gegen Mitternacht geschlafen.