25.03.2026 – Asoziales Netzwerk

Ich will irgendwann mal wieder so lange schlafen, dass beim Aufwachen weder eine 5 noch eine 6 als erstes auf der Uhr steht. Das ist doch jetzt hoffentlich keine permanente Alterserscheinung? Anyway, genügend Zeit für ausführlichen morgendlichen Reboot im Bett, Frühstückszubereitung und ein Update am Dienstlaptop, bevor der Arbeitstag losgeht. Die Katzen treten auch zum Morgenappell an.

Mit Porridge (gekocht im Rest Golden Milk von gestern Abend und mit Apfel) und Ostfriesentee geht es durch den Arbeitsmorgen. Am späten Vormittag ein Meeting, danach zwei Webinare. Beim zweiten esse ich nebenbei Fisch-Gemüse-Reste von gestern mit Pommes-Resten von vorgestern und trinke einen Grapefruit-Kokoswasser-Smoothie mit Granatapfelsirup.

In der Mittagspause hänge ich dann Wäsche auf und gehe Katzenstreu kaufen und höre dabei einen dienstlichen und einen privaten Podcast.

Am Nachmittag dann nochmal drei Meetings (häuft sich heute irgendwie) und dann ist Feierabend und ich gehe wieder raus. Zum aktuellen Podcast von Jon Stewart spaziere ich durch den Kiez in eine der drei Buchhandlungen, die unser Kulturstaatsminister durch seine Aktion berühmt gemacht hat und hole mir dort das neue Buch von Lukas Heinser. Bin ja nämlich im Widerstand!

„Dies ist ein Antiterroranschlag des asozialen Netzwerks“
Frühling!!!

Wieder zuhause koche ich mir Pellkartoffeln mit Quark und Leinöl, oder auf Sorbisch samobělene běrny z twarohom a lanym wolijom (mit Sotra übersetzt) wobei man nochmal ausdifferenzieren müsste, ob man in meiner Gegend wirklich běrny oder eher neple oder gar kulki sagt. (OK, das Sorbische Institut bestätigt běrny.)

Dazu schaue ich die fünfte Staffel Younger zu Ende. Nur noch zwei… Dann gibt es ein Instagram Live von eben Lukas Heinser mit Stefan Niggemeier zum neuen Buch, das ich mir aus nostalgischen Gründen auch direkt angucke. Ich weiß noch, wie ich mich 2010 freute, dass zwei meiner liebsten Internetmenschen zusammen ein witziges Videoblog machen und mich dann erstmals ernsthaft für den ESC interessiert habe. (Mit dem einen der beiden war ich damals gerade noch in einer Bürogemeinschaft, der andere war dort gerade weg, leider.) Kurze Zeit später gewann Lena dann den ESC und das Konzert auf dem Immergut, auf dem ich gerade war, wurde unterbrochen, um kurz Satellite einzuspielen, während alle das feierten. Danach zurück zu ernsthaftem Indie.

Ein sehr nostalgischer Abend für mich jedenfalls. Und dann habe ich plötzlich Nix mehr zu tun, also gehe ich einfach ins Bett. Lese noch die ersten paar Seiten und mache dann um 10 das Licht aus. Jeht ooch!