Heute ist aus Gründen der einzige Tag in dieser gesamten Woche, an dem ich von morgens bis abends zuhause bin. Ich wohne heute also ausgiebig, während ich den anderen Verrichtungen nachgehe.
Der morgendliche Reboot hat ein bisschen mehr Raum, weil ich später aufstehen muss. Dann gibt es ausführlicher zubereitetes Frühstück mit Espresso Tonic und Porridge mit Blaubeeren, dies dann aber schon am Schreibtisch.

Der Arbeitstag verläuft erfreulich meetingarm (nur zwei), aber ich habe auch so genug zu tun mit regelmäßigen und Ad-hoc-Aufgaben und dem Einarbeiten in eine komplexe Excel-Tabelle dessen Bewirtschaftung mir fürderhin obliegt.
Mittags bastle ich mir etwas, worauf ich mich schon länger freue und wofür ich extra vor einer Weile bereits eingekauft habe: Einen Thunfischsalat, wie es ihn in meiner Kindheit zu besonderen Anlässen gab, leicht abgewandelt allerdings. Ich mische eine Dose Thunfisch (bei mir aus zertifiziertem Fang und in eigenem Saft) und drei klein geschnittene Ananasringe mit Joghurt (statt früher saurer Sahne) und würze mit Salz, Pfeffer, Dill und Paprikapulver. Schmeckt ziemlich exakt so, wie ich es in Erinnerung habe und wie ich es die letzten mindestens 25 Jahre eher nie gegessen habe. Ich verspeise die Hälfte davon mit ein paar schnellen Pellkartoffeln und trinke dazu den Ananas“saft“ vermischt mit einer ausgepressten Grapefruit und etwas Kokoswasser (früher eher mit noch mehr Zucker und Mineralwasser vermischt).

Gegen 18 Uhr klappe ich den Laptop zu und erledige Haushaltsdinge – Wäsche zusammenlegen und neue aufhängen, Katzenklo durchsieben, Wassernäpfe auffüllen, Trockenfutter und Katzengras kaufen gehen, konspiratives gleichzeitiges Schimmelschäden melden mit der Haus-WhatsApp-Gruppe… Sowas. Dann Abendbrot machen.

Es gekochte Zucchini mit in Zucchiniwasser gekochter Pasta, Olivenöl, Zitronensaft und Grana Padano, dazu ein Glas Cattaratto, das mich noch durch den weiteren Abend begleitet, während dem ich nochmal zwei Stunden in mein Projekt stecke.
Dann ist gegen 22 Uhr Schicht im Schacht und ich mache mich bettfertig. Kurz nach hab 11 ist das Licht aus, das Schlafdefizit will ja auch abgetragen werden, bevor es morgen wieder ins Büro geht.