07.03.2026 – Wochenend‘, Sonnenschein

Muss dem Körper noch wieder beibringen, dass er am Wochenende länger schlafen soll als während der Woche. Und den Katzen, ich glaube diesmal ist es mal wieder Noosa, die kurz vor 6 Aufmerksamkeit haben will und dann bin ich halt wach. Anyway, dann eben früher und noch längerer morgendlicher Reboot, ich schiebe aus Gründen nach Französisch und Italienisch noch ein bisschen Sorbisch ein. Nach dem Liebstentelefonat ist dann irgendwann Frühstückszeit, kurz vor 10 ist genügend Sonne auf dem Balkon, um mit Strickjacke und Decke draußen Platz zu nehmen.

Frisch gemachter Chai mit Nelken, Zimt, Sternanis, Kardamom und Fenchelsamen, Hafermilch. Bagel mit Gouda/Ei/Schnittlauch, Nussnougatcreme, Zitronenmarmelade. Blutorange, Apfel, Banane.

Ich esse und höre Podcasts zur Weltlage (Wochendämmerung, Zeitzeichen) und beginne dann damit, den Balkon ein wenig frühlingsfein zu machen. Balkonkatzenklo flott machen, vertrocknete Pflanzen entsorgen, mehrjährige Pflanzen beschneiden, Erde auflockern, gießen, Tisch säubern, Getränkekisten platzsparender organisieren… Mit Neupflanzungen und -säungen warte ich noch ein bisschen, bis es nachts nicht mehr so kalt wird. Dann noch Müll wegbringen und schon habe ich den Pflichtteil des Tages absolviert und setze mich mit einer Zeitschrift zurück in die Sonne.

Die Zeitschrift ist eine arbeitsrelevante und nebenbei bin ich ein wenig in den sozialen Medien unterwegs, auch im „Business-Facebook“ bzw. „Siff-Twitter für Anzugträger*innen“ bzw. „Anti-Mastodon“ und heute fällt mir noch mal besonders auf, wie viele Posts mit KI geschrieben sind oder zu sein scheinen. Vielleicht hält die KI-Sprache auch einfach schon Einzug in unseren Sprachgebrauch. Ich lasse mich ja auch immer sehr schnell von Dialekten und Sprechmustern beeinflussen und merke ganz oft, wie z. B. der Liebste aus mir spricht (nicht inhaltlich, aber von der Art her). Jedenfalls muss ich aufpassen, dass ich auf der Plattform da nicht auch so schreibe, bitte sagt mir Bescheid, wenn es so kommen sollte! Denn genau das würde mir zeigen, wie viel Wirkung dieses Netzwerk in mir entfaltet und genau diese Entwicklung darf ich dringend vermeiden. (Aaaaaaaah)

Irgendwann ist dann Zeit, meinen Kram zusammen zu packen und mit S- und U-Bahn nach Südberlin zu fahren. In der Bahn lese ich weiter in Ásta Sigurðardóttir – Streichhölzer, in Südberlin kaufe ich mir im Asialaden Dinge von meinem Einkaufszettel (Miso-Paste und getrocknete Morcheln) und dann treffe ich den Liebsten und das Teizeitkind an der Stammeisdiele.

Für mich gibt es Himbeer-Basilikum und Schokolade mit 100 % Kakaoanteil aus Kolumbien

Dann wechseln wir zu dritt auf die Couch und erzählen uns unsere Woche, bevor das Kindelein und der Liebste in ihren Zimmern verschwinden und ich ein Mittagsschläfchen halte.

Später am Tag ist dann auch der Stammitaliener noch dran, Traditionen wollen gepflegt werden. Ich mache aber Dinge anders und bestelle Apfelschorle statt Aperitivo, Fleisch statt Pasta und Ramazotti statt Limoncello.

Zwei Vorspeisen bestellt, vier bekommen

Kurz nach 9 sind wir wieder zuhause, das Kind geht direkt ins Bett und wir anderen halten noch ein wenig auf der Couch aus, bevor auch mir die Augen zufallen. Im Bett lese ich dann noch schnell mein Buch zu Ende (und freue mich, dass ich dann also morgen ein neues anfangen kann!) und dann ist Schlafenszeit.

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