04.03.2026 – Büromittwoch

Heute außerplanmäßig wieder Büro, weil es etwas physisches vor Ort zu tun gibt, dafür dann morgen Homeoffice – zwei Tage Büro sind auch völlig ausreichend, finden alle im Team.

Noosa schnarcht mich eine halbe Stunde vor dem Weckerklingeln wach, so dass ich den Großteil des morgendlichen Reboots schaffe, bevor ich mit Matcha Latte und Müsli das Haus verlasse. Die neue Folge von Kaulitz Hills reicht dabei genau von Aufstehen bis Ankunft im Büro (bei Nutzung der „zwei S-Bahnen und viel Laufen“-Variante).

Im Büro dann Mandelmilch ins Müsli und Frühstück beim morgendlichen Überblick verschaffen und ersten Gesprächen mit den anwesenden Kolleginnen, heute geht es um Lesegewohnheiten, Bücherstapel (der „SUB“ – Stapel ungelesener Bücher) und wie man Leseroutinen in den Alltag integrieren kann.

Dann arbeite ich Dinge ab bis zum ersten Meeting – zwei vor Ort, zwei remote. Bald darauf geht es mit einer Kollegin Mittagessen holen (wir haben uns zu veganen Köttbullar verabredet) und dann in die gemeinsame Mittagspause mit Spreeblick zu viert.

Hinterher lasse ich mich gegen das Suppenkoma in die Bedienung der Siebträgerkaffeemaschine einweihen und genieße dann sehr guten Espresso mit aufgeschäumter Hafermilch. Nächstes Mal nehme ich glaube ich doppelten Espresso und etwas weniger Milch und feile noch an meiner Latte Art. Fürs erste Mal bin ich aber sehr stolz.

Ich habe jetzt also ein Büro mit knarzenden Dielen, fancy Kaffeemaschine und MacBooks – nach 18 Jahren im Berlin endlich zum Hipster geworden.

Weiter Dinge abarbeiten, dann ein Präsenzmeeting, dann die physische Aufgabe – wir kleben zu viert Dinge auf Dinge und verpacken sie und erzählen uns dabei Geschichten von früheren solchen Einsätzen in früheren Jobs und Situationen. Es ist sehr lustig.

Nach einer Stunde muss ich den Rest den anderen überlassen, denn ich habe das erste offizielle Meeting mit meinem Chef (der war letzte Woche im Urlaub). Danach schwirrt mir der Kopf von jeder Menge Input, Information und Inspirationen und ich habe einige neue Dinge auf meiner To-Read-Liste.

Gut, dass die Anderen auch bereit für den Feierabend sind. Wir verlassen zu viert das Büro und mit einer der Kolleginnen habe ich bis auf die letzten zehn Minuten den gleichen Heimweg. Wir nehmen die Fuß-Straßenbahn-Fuß-Variante und unterhalten uns über Lebensläufe, Urlaubspläne und Musikgeschmäcker. Als wir uns verabschieden, hüpfe ich noch schnell in den Supermarkt und kaufe die Dinge von meinem Einkaufszettel, die Sonnabendnachmittag schon ausverkauft waren.

An der Haustür treffe ich dann die Mitbewohnerin, die ebenfalls von der Arbeit zurückkommt. Wir machen uns gleichzeitig Abendbrot und quatschen ein bisschen. Dann ruft der Liebste an und ich verziehe mich mit Telefonat und Essen ins Wohnzimmer. Zu Scheiß mit Reis von gestern gibt es MSC-zertifizierten Matjes mit „Hausfrauensauce“ und jetzt schmeckt das auch bisschen interessanter als gestern.

Nach dem Telefonat schaue ich die zweite Hälfte von dem Webinar nach, das ich gestern angefangen hatte und dann muss ich einfach ein bisschen vor mich hinstarren. Badewanne und Buch klingt verlockend (die Leseroutinen!), aber gerade will ich einfach nur hier sitzen.

Das tue ich also ausgiebig (und gucke nebenbei ein bisschen TikTok und Nachrichten vom Tage) und dann ist es auch schon wieder nach 22 Uhr und ich gehe einfach ins Bett.

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