03.03.2026 – Bürodienstag

Wenige Minuten vorm Weckerklingeln ist diesmal der Liebste wach, steht auf und macht Kaffee. Trotz kurzer Nacht ist das Teilzeitkind ganz im Plan und erledigt seine morgendliche Routine inklusive Frühstücken und Lunchbox packen völlig eigenständig, während wir noch halb benommen unseren Kaffee schlürfen und die Weltlage durch unsere Telefone wahrnehmen. Als das Kindelein dann halb 8 das Haus verlässt und zur Schule aufbricht, bin ich eben mit Bloggen fertig und kann also als nächste ins Bad. Fügt sich alles. Dann noch ein schnelles Frühstück, bevor auch ich mich in die Welt aufmache und der Liebste seinen Rechner hochfährt.

Mit insgesamt drei U-Bahnen fahre ich nach Kreuzberg (den weniger reichen Teil) ins Büro. Fühlt sich immer noch ganz neu und aufregend an. Heute ist eine weitere neue Kollegin das erste Mal da und ich kann gleich mal meine Alte-Häsinnen-Rolle üben und Fragen beantworten. Recht ambitioniert für Tag 7, aber klappt schon einigermaßen. Da heute der allgemeine Bürotag ist, gibt es um 10 dann gemeinsame Frühstücksrunde, heute sogar mit selbst gebackenem Kuchen von einer der Co-CEOs.

Direkt im Anschluss dann erst ein Präsenz-Meeting und dann mein erstes selbst geleitetes Remote-Meeting. Aufregend! Danach gehe ich mit drei Kolleginnen etwas zum Mittagessen holen und es gibt wieder Mittag mit Spreeblick, zum Kısır hole ich mir noch Gurken und Kuchen vom Frühstücksbuffet. Überhaupt esse ich ziemlich viel (zwischendurch) an diesem Bürotag und erinnere mich wieder, dass das ein gängiges Konzept ist.

Am Nachmittag dann zwei weitere Präsenz-Meetings (nicht ganz, beim Zweiten wählt sich ein Kollege wegen verletztem Fuß (I can relate!) von Zuhause aus ein und wir anderen fünf sitzen mit unseren Laptops um einen Tisch, sieht in Teams sehr witzig aus, vor allem, weil Teams und nicht in einer fortlaufenden Reihenfolge anzeigt, so dass es für den Kollegen, der den Raum ja kennt, sehr verwirrend sein muss.

Ein weiteres Meeting fällt dann aus, so dass ich tatsächlich auch noch ein bisschen zum Dinge abarbeiten komme. Außerdem veröffentliche ich heute Nachmittag die ersten Dinge im Namen der Firma selbst, noch so ein Meilenstein!

Der Feierabend kommt dann rechtzeitig für schöne Abendhimmelfotos auf dem Weg zur S-Bahn.

Mit zwei S-Bahnen geht es nach Hause in den Pberg, Katzen kuscheln und Abendbrot kochen. Ich muss mich langsam mal um die Karotten kümmern und Sahne muss auch weg. Es wird dann eine Variante von „Scheiß mit Reis“, zu der auch noch Kohlrabi und Blumenkohl aus der Gemüsekiste und TK-Erbsen kommen. Gewürzt mit Gemüsebrühe, Selleriesalz, Petersilie, Schnittlauch, Pfeffer und einem Spritzer Zitrone. Schmeckt bisschen nach Kantinenessen und danach, weswegen der pakistanische Ex-Mitbewohner sagt, die Deutschen würden ihr Essen nicht würzen. Aber das darf auch mal so sein und immerhin schmeckt das Gemüse nach Gemüse und der Reis nach Reis.

Den Abend verbringe ich dann erst mit Reiseplanungen mit dem Liebsten und dann mit dem Nachschauen des ersten Teils eines Webinars, das ich letzte Woche wegen Lohnarbeit verpasst habe. Muss dann aber pausieren und ins Bett gehen, denn morgen ist ja wieder Lohnarbeit. Sowas.

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