01.03.2026 – Märzsonntag

Meteorologisch ist dann jetzt also Frühling, auch wenn es heute nicht mehr so sonnig warm ist wie die letzten beiden Tage. Ist ja aber auch nur ein willkürliches Datum für die Statistik, habe ich neulich im Radio gelernt. Sonntag ist auch und das gefällt mir als neuerdings wieder lohnarbeitender Person einerseits sehr gut und andererseits schwingt auch wieder ein bisschen Wehmut mit, dass das Wochenende so schnell vorbeigeht. Da kann der Job noch so schön sein, die gesamtgesellschaftliche Prägung wiegt schwer.

Erstmal aber ganz in Ruhe morgendlicher Reboot im Bett, da die Sonne noch nicht auf den Balkon lockt. Bis das Frühstück fertig ist, hat sie es aber auch geschafft und dann sitze ich eben wieder draußen.

Caffè latte mit aufgeschäumter Erbsenmilch, Brot mit letzter Crowdfarming-Avocado, Brot mit Badejunge, letzte Crowdfarming-Apfelsine, Banane

Dann hole ich mir den Laptop nach draußen und mache zum neuen Monat meinen neuen Job LinkedIn-offiziell, komplett auch mit Profil- und Titelbildwechsel. Die nächsten Stunden trudeln immer wieder Glückwünsche ein, fühlt sich ein bisschen an wie Geburtstag haben.

Als die Sonne um die Hausecke ist, wechsele ich nach drinnen und stecke noch anderthalb Stunden ins Projekt, bevor ich mich mit Geschenk bewaffnet auf den Weg nach Friedrichshain mache, wo die eine Berliner Cousine zum Geburtstagskaffee geladen hat. Es ist ihre komplette große Kernfamilie anwesend, also meine Tante, mein Onkel und ihre beiden Schwestern samt großen und kleinen Anhängen, was ein ganz schönes (und wirklich schönes) Gewusel bedeutet.

Beerenblondie und Schokokuchen

Es gibt viel zu erzählen über Alltagsdinge, Arbeitsdinge, Urlaubspläne und ganz viel auch über Hörbücher und Hörspiele.

Kurz vor 18 Uhr verabschiede ich mich wieder nach Hause. Dort mache ich mir eine schnelle Pasta mit Crowdfarming-Zucchini, dazu gibt es Granatapfeltee, den die Mitbewohnerin aus der Türkei mitgebracht hat.

Den Rest des Abends verbringe ich mit meinem Puzzle und komme dadurch mal fast zwei ganze Wochen in den Jahrestagen weiter, bevor es in die Wanne und ins Bett geht.

(Nachtrag zum Weltgeschehen: Es ist gut, wenn autokratische Herrscher nicht mehr herrschen. Wenn das durch Tötung geschieht, habe ich dabei immer irgendwie kein Jubelgefühl in mir. Ich erinnere mich an ähnliche Gedanken bei Saddam Hussein und Osama bin Laden. Zum ganzen Drumherum habe ich auch Meinungen, aber die sind volatil, wie alles in diesen Zeiten.)

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