28.02.2026 – Frühlingsbefehl

Nach brutto 8 Stunden Bettzeit wache ich auf und will eigentlich erstmal ganz gemütlich dem morgendlichen Reboot im Bett fröhnen aber dann lockt mich die Sonne doch ziemlich schnell auf den Balkon. Also mit eigentlich noch schlafenden Magen „schnell“ Frühstück gemacht und in die Sonne gesetzt (Nein, mein Balkon ist noch weder sauber noch bepflanzt, es ist Februar! Aber sitzen kann ich da trotzdem sehr gut.)

Das Frühstück hat mehrere Experimente in sich: Der Rest Sanddornsaft wurde mit Kokoswasser gemischt, was erstaunlich gut geht. Das Ei wurde in der Mikrowelle pochiert, was auch erstaunlich gut geht, aber da muss ich noch bisschen experimentieren, bis es auf den Punkt ist. Ansonsten Avocadobrot, Brot mit Ziegenkäse und Zitronenmarmelade, Brot mit Ahornsirupaufstrich, Matcha Latte, Orange. Farblich auch eine sehr ausgewogene Komposition!

Jetzt also ausführlicher Reboot in der Sonne. Internetrunde, Bloggen, Französisch, Italienisch, Rätsel, Liebstentelefonat… Es ist danach noch ein bisschen Sonne übrig, also hole ich mir auch noch mein Buch raus. Dann ist gegen 13 Uhr Schluss mit Balkonsonne und ich gehe rein. Langes Urlaubsplanungstelefonat mit dem Liebsten, der Liebstenschwester, der Liebstenmama, dann meinen Eltern… Wir haben einen Schlachtplan und To Dos.

Dann gibt es einen Podcast auf die Ohren und eine Runde Haushalt, zwischendurch klingelt der Paketbote und bringt Crowdfarming-Gemüse. Ohne den angekündigten Fenchel leider.

Kohl, Blumenkohl, Kohlrabi, Süßkartoffeln, Zucchini, Tomaten, Kurkuma

Ich fotografiere und verräume, dann esse ich die Reste des Thai-Essens von gestern, bevor ich ins Draußen gehe. Dort ist die Sonne noch einwandfrei vorhanden und überall sitzen Menschen vor Cafés und Restaurants. Die ersten zwei Läden auf meiner Liste haben allerdings schon zu, es ist inzwischen schon später Nachmittag. Ich fahre zwei Stationen S-Bahn auf den wohl wichtigsten Einkaufsboulevard Ost-Berlins (zumindest zu DDR-Zeiten) und finde dort für beide Läden adäquaten Ersatz. Dann spaziere ich durch die Dämmerung (es wird viel zu früh dunkel für die Temperatur!) zurück in meinen eigenen Kiez und kaufe noch ein paar Lebensmittel ein.

Wieder zuhause gibt es Abendbrot für die Katzen und dann für mich. Nach üppigem Frühstück und Mittag nur eine Burrata mit Tomate, Oliven und Taralli, dazu einen Sarti mit Ginger Beer.

Zwischen Abendbrot und Tagesschau passt noch ein bisschen Buch. Dann Nachrichten und Brennpunkt, die Weltlage ist danach. Morgens war ich dazu aufgewacht, dass das amerikanische Kriegsministerium zu ChatGPT wechselt, weil der vorherige AI-Partner moralische Bedenken hatte, dass die Milliardäre demnächst CNN gleichschalten und dass außerdem der Krieg gegen den Iran begonnen hat. Ein unheimliches Tryptichon an Nachrichten, das sich über den Tag noch mit iranischen Gegenschlägen in der ganzen Region intensiviert hat.

Ich lasse mir dann aber vom linearen Fernsehen nicht vorschreiben, wie mein Abend weiter zu verlaufen hat und schaue nach dem Grusel nicht einfach ESC-Vorentscheid sondern trage meinen Eskapismus zu Netflix. Das neue Special von Taylor Tomlinson ist da und wieder sehr gut. Danach noch ein paar Folgen Younger und gegen Mitternacht liege ich dann wieder brav im Bett.

Hinterlasse einen Kommentar