24.02.2026 – Volldampf

[Einschub aus dem morgendlichen Reboot: Weil ich eben bei Horax darüber las, dass man oft alte Texte von sich selbst liest und keinerlei Erinnerung daran hat, sowas schon mal geschrieben oder gedacht zu haben – geht ihm so, ging Lichtenberg so, geht mir so – fiel mir dazu ein Zitat aus „The Importance of Being Earnest“ ein:

I never travel without my diary. One should always have something sensational to read in the train.

Lässt sich so auch aufs Bloggen übergehen, das Telefon hat man ja auch immer dabei…]

Sehr zerstückelte Nacht, erkältungsbedingt und weil in meinem Kopf die vielen neuen Eindrücke von gestern Achterbahn fahren. Trotzdem nicht ganz so viel Zeit für den morgendlichen Reboot gehabt, weil ich heute früher im Büro sein möchte. (Büro! Wie krass ist das denn auf einmal? Muss das erst mal in Ruhe realisieren, dass das jetzt so plötzlich wieder mein Leben ist.) Ich frühstücke ein schnelles Porridge mit Blaubeeren und Ahornsirup und einen Kaffee, während ich mit dem Liebsten telefoniere, mache mir einen Ingwertee für unterwegs und ein Aspirin Complex für gleich jetzt und dann bin ich auch schon aus der Tür.

Heute teste ich eine andere Route, mit der Straßenbahn zum Alex wie „früher“ und dann mit zwei U-Bahnen weiter nach Kreuzberg. Geht erstaunlich gut und schnell und ich habe sogar fast durchgehend Sitzplätze. Wird als gangbare Variante auf jeden Fall vorgemerkt.

Im Büro erstmal kurz ankommen, Ingwertee wieder aufgießen, weitere Kolleg*innen kennenlernen (Dienstag ist der Tag mit der höchsten Vor-Ort-Präsenz), E-Mails und Terminkalender checken und dann erstmal Bürofrühstück mit allen, inklusive sehr niedlichem Bürohund. Schön!

Dann geht es weiter mit der Einarbeitung, es gibt weiter viel zu lesen, erkunden, einzurichten, Fragen zu notieren… Dann der erste Call des Tages und kurz danach ist es schon Zeit für die Mittagspause, die wir heute in größerer Runde mit mitgebrachtem Essen und Spreeblick verbringen.

Gestern Abend noch zusammengeworfener Salat aus Kichererbsen, Avocado, Gurke, Karotte, Apfel, Petersilie, Koriander, Olivenöl und Limettensaft

Nach dem Essen ein Vor-Ort-Meeting und dann noch insgesamt vier Calls. Die Zeit verfliegt nur so und schon ist wieder Feierabend.

Heute holt mich der Liebste ab. Kurz nach Sonnenuntergang spazieren wir an der Spree entlang und rüber nach Friedrichshain, nehmen dann die Straßenbahn in den Prenzlauer Berg und gehen dort schön essen. Feste feiern wie sie fallen und so.

Campari Soda
Caponata auf „Burrata-Creme“, also vermutlich auf Stracciatella
Tagliolini ai frutti di mare

Zum Essen trinken wir einen Weißwein von Fabrizias Familie und haben uns viel zu erzählen. Dann spazieren wir zusammen zur S-Bahn, mit der der Liebste zurück nach Südberlin fährt und ich laufe nach Hause. Die Katzen sind heute ganz alert an der Tür, die Futternäpfe sind nämlich schon leer und warum bitte gibt es denn erst um 10 Abendbrot?? Ich füttere, putze mir die Zähne und falle ins Bett. Schon bevor ich fertig nachgelesen habe, was sonst noch so in der Welt passiert ist, schlafe ich tief und fest.

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