Schon wieder gut und lange geschlafen – ich kann es noch! Dann erstmal total krank gefühlt, bis die erste Ladung Schleim aus dem Kopf verschwunden und das erste Heißgetränk eingefüllt ist und ab da geht es eigentlich. Ich mache mir ein ausführliches Frühstück mit erstaunlich vielen Getränken und verspeise es zum Rest des morgendlichen Reboots.

Danach beschäftige ich mich wieder mit dem Unternehmen-Behörden-Problem, das immer paradoxere Züge annimmt. Die Beiden unterstellen sich gegenseitig Dinge und verlangen vom jeweils anderen Bescheinigungen, aber statt das untereinander zu klären, muss ich vermitteln, weil ich ja schließlich etwas will. Es sieht aber inzwischen nach Klärung aus.
Dann Projektarbeit und ab 13 Uhr ein anderthalbstündiges Webinar. Als das vorbei ist, scheint draußen die Sonne und das Quecksilber ist über den Schmelzpunkt geklettert. Ich dusche schnell, ziehe mich an und wage mich ins Draußen. Mit S- und U-Bahn geht es nach Moabit, ein Rezept bei einer Fachärztin abholen, bevor ich ab nächster Woche zeitlich weniger flexibel bin. Dann in die Apotheke, dort gleich noch weitere Medikamente abholen (u. a. etwas gegen den aktuellen Infekt, das dazu dafür, dass auch gleich gratis Taschentücher in der Tüte landen. Und Handcreme, wahrscheinlich, weil ich einen dreistelligen Betrag bezahle. Ich habe schon jede Menge Gratishandcreme, am Nachttisch, am Schreibtisch, im Badschrank, in der Handtasche, im Rucksack… braucht jemand Handcreme?). Dann geht es mit U- und S-Bahn zurück in den Pberg und auf dem Heimweg gleich noch einkaufen.
Wieder in der Wohnung bin ich ganz schön platt von der Tour, war ja auch fast zwei Stunden unterwegs. Zur Stärkung gibt es ein Mohngebäckstück und eine Sanddornschorle, während ich mich weiter durchs Projekt wühle.

Kurz nach 18 Uhr beschließe ich dann Feierabend und Abendessenkocherei. Ich mache mir Nudeln mit den Dingen, die es sonst zu Mantı gibt – jedenfalls ungefähr. In einer Pfanne brate ich Knoblauch in Olivenöl und Butter an und gebe Tomatenmark und den Rest Chili-Dip von den Dumplings neulich an. Außerdem vermische ich türkischen Joghurt mit Olivenöl, Salz, und TK-Kräutern (Koriander, Dill und Petersilie) und vermische den dann mit den Nudeln. Oben drauf das Tomatendings und Röstzwiebeln – schmeckt fast wie original, nur dass die Nudeln eben nicht gefüllt sind.

Abendunterhaltung sind dann soziale Medien (u. a. über Andrew Mountbatten-Windsors Geburtstagsüberraschung), Podcasts zur Vorbereitung auf nächste Woche und zwei Kapitel in Ásta Sigurðardóttirs Streichhölzern, mehr macht der Schleim im Kopf grad nicht mit. Die Kapitel lese ich in der Badewanne, den Rest im Bett und kurz nach 23 Uhr ist wieder Licht aus.