14.02.2026 – Großfamilie

Ich schlafe weniger lange aus, als es nach dem gestrigen Abend zuträglich gewesen wäre, aber soweit ausreichend, da eh ein langsamer Tagesbeginn vorgesehen ist. Entspannter morgendlicher Reboot, irgendwann ein Check-in mit dem Liebsten, der die Nacht auch gut überstanden hat, aber erst zwei Stunden und mehrere Biere nach mir in seinem Bett gelandet ist. Dann stehe ich auf und mache mir zum Frühstück French Toast mit Ahornsirup, Blaubeeren und Blutorangen, dazu Kaffee und Mango-Maracuja-Ingwer-Shot.

Ich hänge sehr lange einfach auf dem Sofa herum und lasse mich vom Internet berieseln. Dann ist irgendwann doch noch Aktivität dran – Wäsche, Küche, Katzenkram, verspätet gelieferte Geburtstagsgeschenke einpacken, Rucksack für drei Tage packen, Baden, Anziehen, Drogeriemarkt… Und dann fahre ich mit Straßenbahn und U-Bahn zu den Ellis.

Es gibt Kuchen- und Keksreste, Geschenke werden ausgepackt, Musik gehört und dann trudeln auch der Liebste und das Teilzeitkind ein und werden ebenfalls versorgt. Kurz vor 6 laufen wir hinüber zum arabischen Stammlokal und treffen dort auf das Brüderchen, seine Freundin, den Leipziger Cousin und eines seiner Kinder (fast 10). Es gibt es großes Hallo und dann erstmal jede Menge Meze und frisch gemachte Slush-Limonada.

Mein Hauptgericht ist eine gebackene Aubergine mit Nüssen, Käse, Reis und anderem, sehr gut.

Zum Schluss bekommen die ganz harten – beide Kinder, ich und meine Mama noch verschiedene leckere Nachtische.

Nach dem Essen kehren wir zu neunt zurück zu den Ellis und verteilen erstmal dringend benötigte Espressi und Grappe. Das Teilzeitkind (noch 12) verlangt auch einen Espresso. Ich serviere einen halben, vorsorglich mit Zucker. Es probiert zweimal und fragt dann entsetzt: „Das schmeckt nach Wasser! Hast Du da Wasser reingemacht?!“ Ich so: „Ja klar, das ist Espresso.“ „Kaffee schmeckt nur mit Milch!“ „Soll ich noch Milch nachgießen?“ „Ja. Und Zucker!“ Es bekommt dann also eine Espressotasse mit zwei Dritteln Milch, einen Drittel Espresso und viel Zucker und ist es zufrieden. Kinder, so niedlich!

Irgendwann gegen 22 Uhr brechen die beiden Kinder mit den ihnen zugeteilten Erwachsenen auf, der Rest bleibt noch. Wir drei gönnen uns ein Taxi nach Südberlin und liegen spätestens um 23 Uhr alle im Bett.