11.02.2026 – Erleditag II: Im Draußen

Heute wieder einer dieser Tage, die viel viel viel zu früh beginnen. Oder eine dieser Nächte, bei denen ich nicht mehr einschlafen kann, nachdem ich um 3:11 aus dem Bad zurückkomme. Viereinhalb Stunden Schlaf, immerhin. Ich versuche es noch bis halb 6 oder so, mit Hörbuch, Podcast, Lesen oder Kreuzworträtsel wieder in den Schlaf zu finden, aber dann ist auch gut und ich ergebe mich dem morgendlichen Reboot.

So sitze ich dann schon vor 9 mit Stullen und Tee am Schreibtisch und arbeite an meinem Projekt weiter. Als sich eine gute natürliche Pause ergibt, switche ich um und fange mit meinen Draußen-To-Do‘s an. Erst geht’s zum Haustierbedarf, die Biester brauchen schon wieder neues Streu, Gras und Trockenfutter. Nassfutter habe ich vorher schon online bestellt, da gibt es vor Ort nicht die passenden Mengen und Gebinde. Ich werde meine schwere Last zuhause ab, packe um und dann geht es „in die Stadt“, wie ich Landei sage.

Mit der Straßenbahn zum Alex, im asiatischen Supermarkt vietnamesischen Kaffee nachkaufen und dann weiter zum Sportbedarf, den zu kleinen Bikini retournieren und einen größeren mitnehmen. Dann weiter mit der U- Bahn zum Potsdamer Platz. Hier habe ich ein konspiratives Treffen in den „Katakomben“ eines namhaften Filmfestivals und tausche selbst gebackene Kekse gegen ein Puzzle (oder so).

Und schon habe ich Mittagshunger, das kommt vom frühen Wachwerden. Im nahe gelegenen Foodcourt gönne ich mir eine venezolanische Arepa mit Avocado, schwarzen Bohnen und Kochbanane – mal wieder sehr dem Zeitgeist angepasst, wobei das Venezuela-Thema ja schon wieder drei Nachrichtenzyklen hinter uns liegt.

Nach dem Essen treffe ich die Lichtenberger Freundin, die hier in der Nähe arbeitet, auf einen kurzen Spaziergang, bevor ich mit der U-Bahn zurück in den Pberg fahre und noch ein paar Geschenkeinkäufe erledige. Dann geht es mit der Straßenbahn zurück in den Kiez. Schnell einen Kaffee kochen und um 15 Uhr sitze ich dann wieder am Schreibtisch, nochmal drei Stunden Projekt kloppen. Danach bin ich geistig und körperlich aber auch sowas von durch für heute.

Es gibt ein schnelles Girl Dinner und dann einen kanadischen Whisky & Ginger zum Curling-Match der Männer – Kanada gegen Deutschland und man kann sich vorstellen, wo meine Sympathien liegen. („Brettsky!“ sagt der Teamkollege in bester Letterkenny-Manier, als Brett Gallant mit einem Stein zwei gegnerische ins Aus befördert.)

Nebenbei fange ich dann noch das Puzzle an und habe zu Spielende um Mitternacht (ich gucke zeitversetzt) immerhin den Rahmen fertig…