09.02.2026 – Immer in Bewegung bleiben

Gegen 6 aufgewacht, was aber nicht so schlimm ist, da ich ja schon um 10 im Bett war. Der übliche morgendliche Reboot mit Internet leer lesen, Bloggen, Französisch, Italienisch, Rätseln… Ich gucke noch fix die Shows von Green Day und Bad Bunny beim Superbowl nach und dann stehe ich auf, füttere erst die Katzen und dann mich. Es gibt Müsli und Apfel, immer noch heißen Sanddorn mit Granatapfel und Flohsamenschalen und eine große Kanne Earl Grey, heiß. Schon am Schreibtisch dann das morgendliche Liestentelefonat, der hatte heute Morgen schon ordentlich zu tun.

Von 10 bis 14 Uhr habe ich dann vier back to back Videocalls. Hinterher noch wichtige E-Mails schreiben und dann ist erstmal Mittagspause. Ich mache mir Stullen und schnipple Gurke und Radieschen – schon schön, nach der Challenge wieder aus dem Vollen schöpfen zu können! Nach dem Essen eine wilde Runde Telefonate, mit dem Liebsten, den Eltern, dem Cousin, dem Bruder, dem Liebsten, dem Bruder, den Eltern, dem Bruder. Alles uffregend. Dann wieder in Ruhe an den Schreibtisch und weiter im Projekt bis 17 Uhr.

Danach setze ich mir den Kopfhörer auf die Ohren und höre weiter in Jahrestage. Ich wusele im Haushalt herum, gehe Backzutaten kaufen und koche dann erstmal Abendbrot. Die letzte Crowdfarming-Tomate muss weg, ich entscheide mich für eine vietnamesische Richtung und brate sie mit Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer an. Dann kommt Fischsauce dazu, außerdem grüne Chili, Limettensaft, TK-Sellerieblätter, TK-Spinat, TK-Heilbutt, TK-Korianderblätter und schließlich Reisnudeln, obendrauf Sesam, Sesamöl und Röstzwiebeln. Sehr lecker und mit Rest für morgen.

Beim Wuseln, Kochen und Essen kann man ja schlecht einschlafen, von daher mache ich heute ordentlich Strecke bei den Jahrestagen. Ich merke aber auch, wie sehr es mich mitnimmt, dass in den Passagen in den späten 60ern in New York das N-Wort so inflationär und selbstverständlich gebraucht wird, besonders als es um das Attentat auf Dr. Martin Luther King Jr. und seine Folgen geht. Schwer zu hören und bestimmt auch nicht ganz einfach zu sprechen für Caren Miosga und Charly Hübner. Ich höre trotzdem weiter und gehe zurück in die Küche – backen.

Es werden nach diesem Rezept, das eine Variation eines Rezepts von Fabrizia ist, Blutorangen-Taralli, und zwar in der doppelten Menge. Leider denke ich wieder zu spät daran, die Zuckermenge zu reduzieren, weil Blutorangen weniger sauer als Zitronen sind. Wird aber trotzdem lecker. Die nächsten Stunden bin ich also beschäftigt mit Schalen abreiben, Teig mischen, Teig kneten, Taralli formen, Taralli backen, Orangen auspressen, Zuckerguss herstellen, erste Schicht Guss, abkühlen lassen, zweite Schicht Guss. Das Ganze viermal mit insgesamt zwei Blechen und also viel Jonglieren und zwischendurch immer wieder wegräumen, wegwischen, Hände säubern… Am Ende stehen zwei volle Keksdosen für unterschiedliche Zwecke und ein paar Einzelkekse für mich, die es morgen zum Frühstück gibt.

Dann nur noch bettfertig machen und gegen 23 Uhr in die Federn kriechen. Ein guter Tag.

Hinterlasse einen Kommentar