07.02.2026 – Back in the World

Für heute sind wieder richtige Aktivitäten im Draußen geplant. Die Erkältung ist soweit eingedämmt, dass ich mich für voll einsetzbar erklärt habe und die verschiedenen Sturzfolgen sind zwar noch schmerzlich spürbar, aber schränken meine Bewegungen nicht mehr großartig ein. Völlig unpassend dazu wache ich kurz nach 3 auf und Noosa auch und dann sorgen eine Kombination von Gedanken, zuer Nase, aktiver Katze und subotimaler Liegepositionen dafür, dass ich erstmal wach bleibe. Irgendwann ergebe ich mich und fange an, das Internet leer zu lesen, zu bloggen, Französisch und Italienisch zu machen… Ausgerechnet dabei werde ich dann wieder müde, mache doch nochmal kurz die Augen zu und schlafe dann nochmal von 7 bis 9.

Danach wieder in die Gänge zu kommen ist etwas schwieriger. Ein längeres Telefonat mit dem Liebsten hilft dann und irgendwann stehe ich wirklich auf.

Mein erstes Frühstück seit dem ersten Lebensmitteleinkauf nach 46 Tagen steht an, juhu! Es gibt einen Apfel, eine Blutorange, Skyr, Matcha Latte und immer noch den heißen Sanddorn mit Granatapfel und Flohsamenschalen. Bin ganz euphorisch von der Vielfalt und den Dingen, die ich lange nicht gegessen bzw. getrunken habe!

Nach dem Essen telefoniere ich mit einer Freundin, dann ist Action angesagt: Duschen, Anziehen, Podcast auf die Ohren und durch die Wohnung wirbeln. Katzenversorgung, Geschirrversorgung, Sachen packen. Dann bringe ich hintereinander dreimal Müll nach unten (Es sammelt sich was an, wenn man wegen Glatteis und Aua nicht rausgeht) und beim dritten Mal bleibe ich dann gleich unten und stapfe durch den Schneematsch zur S-Bahn.

In einer anderen Ecke von Prenzlauer Berg hole ich eine Freundin vom Friseur ab und dann gehen wir ein paar Häuser weiter etwas essen. Ich bestelle mir Sushi und ein fruchtiges Mixgetränk und dann redeten wir ungefähr drei Stunden durch.

Hinterher nehmen wir gemeinsam die S-Bahn und nachdem sie ausgestiegen ist, fahre ich alleine weiter nach Südberlin. Auf dem Weg mache ich für die Freundin ein Foto von der fiesen Gehwegbegrenzung, der ich meinen riesigen blauen Fleck am Arm zu verdanken habe.

Dann reserviere ich für heute Abend einen Tisch beim Stammitaliener und kehre beim Liebsten ein. Wir haben es uns gerade mit Tee auf dem Sofa gemütlich gemacht und die Olympia-Übertragung angeschmissen, da klingelt es auch schon und das Teilzeitkind ist aus den Winterferien zurück. Große Freude bei allen Beteiligten! Es bekommt natürlich auch gleich einen Tee, legt sich dazu und dann läuft Olympia im Hintergrund, während es uns von seinen eigenen Schneeabenteuern berichtet.

Am frühen Abend gehen die Beiden noch gemeinsam Lebensmittel einkaufen, während ich meine geschundenen Glieder schone und dann zuckeln wir auch schon los zum Stammitaliener, unsere Wiedervereinigung feiern. Es gibt Sarti Spritz für die Großen, dann Bruschetta, gemischte Antipasti und Carpaccio. Zum Hauptgang bestelle ich mir Trüffelpasta und ein Glas Lugana.

Das reicht dann auch für meinen Histaminspiegel heute. Ich lasse mir einen Rest Pasta einpacken, den Liebsten den Rest Wein trinken und schlürfe ein Leitungswasser, während sich die beiden anderen Nachtisch und Grappa (also nur der Liebste) schmecken lassen.

Dann geht es für uns alle wieder auf die Couch, jetzt ohne Fernsehen. Es gibt immer noch viel zu erzählen, aber jetzt sind wir auch noch satt und werden dabei immer müder. Irgendwann schlafen der Liebste und das Teilzeitkind zeitgleich ein und sehen dabei sehr niedlich aus. Ich wache über sie, bis sie beide wieder aufwachen, dann geht es nacheinander ins Bad und ins Bett. 23 Uhr, Licht aus!