02.02.2026 – Auf geht’s

Lichtmess, Candlemas, Kyndelmäss… Kenne ich ja vor allem von Astrid Lindgrens Lichtmesskrapfen. Ist aber auch der wirklich letzte (40.) Tag von Weihnachten. Spätestens jetzt bauen Purist*innen den Baum ab. Es ist auch ein Tag, an dem es spürbar wieder heller wird (fällt mir gegen 17 Uhr auf, als es noch nicht ganz dunkel ist in Berlin) und der Tag zwischen der Wintersonnenwende und der Tagundnachtgleiche im Frühling. Die Kelt*innen feierten Imbolc, die Amerikaner*innen den Groundhog Day und auf der ganzen Welt fragen sich die Menschen, ob wir einen frühen Frühling haben werden oder nicht. Punxsatawny Phil sagt übrigens nein, in Nova Scotia hat Lucy die Lobster die Aufgabe übernommen und sagt ja. (Mal wieder ein Beispiel, wie die christliche Kirche einen bestehenden Festtag genutzt hat, um „was mit Jesus“ zu terminieren…)

Für mich beginnt heute ein neues Projekt, das viel Schreibtisch- und Bildschirmzeit zusätzlich bedeutet. Passend dazu geht es meinem Fuß deutlich besser. (Der Rest vom Bein meckert noch hie und da, mir wabern Gedanken an typische Fußballverletzungen durch den Kopf – irgendwas mit Waden, Zerrungen oder so?) Unpassend dazu läuft mir seit heute die Nase, was soll das denn jetzt?!

Ich bin also mal wieder vor dem Weckerklingeln wach, arbeite mich durch meinen morgendlichen Reboot, stehe dann auf und dusche und sitze pünktlich um 9 mit meinem Frühstück am Schreibtisch.

Weihnachtssüßkram, der muss jetzt dringend weg, siehe Lichtmess, Mate und Zitronenwasser mit Flohsamenschalen

Dann geht es deepdivig hinein ins neue Projekt, unterbrochen nur von gelegentlichen Telefonaten, Katzenbedürfnissen und Getränkenachschubsicherung. Auf die Mate folgt erst eine große Tanne Earl Grey, dann eine große Kanne Thymian-Ingwer-Zitronen-Tee. Zu Mittag mache ich mir zwei große Kartoffeln als Brei mit Leinöl, dazu TK-Bohnen mit Bohnenkraut und Röstzwiebeln.

Nach dem Essen habe ich einen Call, dann deepdive ich weiter, mit kurzen Unterbrechungen bis kurz nach 18 Uhr. Und schon ist Abendbrotzeit. Ich backe selbstgemachtes Brot auf, mische mit Knoblauch und Tomatenmark eine Tomatenbutter zurecht und backe dazu Fenchel mit Olivenöl und Dill.

Das Webinar um 19 Uhr lasse ich dann sausen – der Kopf ist sowohl physisch als auch mental inzwischen zu dicht. Stattdessen lege ich mich auf die Couch, mache für innere Wärme das Netflix-Kaminfeuer an und lese mal eben Berit Glanz‘ Unter weitem Himmel zu Ende, das ich ja eigentlich erst gestern angefangen habe. Huch! Dann schnell bettfertig machen und gegen halb 11 im Bett gleich die nächste Island-Literatur anfangen – auf Empfehlung von Mek gibt es die Erzählungen von Ásta Sigurðardóttir, ungleich schwerere Kost als Berit Glanz. Nach zweien davon mache ich für heute Feierabend.

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