12.01.2026 – Dots and Feathers

Mehrheitlich zufriedenstellende Nacht, dann ruhiger morgendlicher Reboot, der schließlich mit Müsli (Cranberry-Choco, dazu Kiwi) und Tee (weiß mit Rose) am Laptop endet.

Direkt zum Anfang ein Call, dann die übliche tägliche Erledigungsrunde und dann ist erstmal wieder zuklappen angesagt. Die Lektüre von gestern hat mir nämlich Lust auf Yoga gemacht und das muss ich ausnutzen, und zwar richtig mit Räucherstäbchen, warmen Kuschelklamotten und dann 45 Minuten Yin Yoga mit Handy auf „Nicht stören“ – klappt erstaunlich gut! Danach kurz Tee trinken und schauen, was ich in der Zeit verpasst habe und dann kleine Wuselrunde durch den Haushalt bis zum Mittagessen.

Restliche Reisbandnudelsuppe, hauptsächlich Brühe, Algen, Gemüse übrig

Nach dem etwas kargen Essen gibt es direkt noch einen großzügigen Nachtischteller mit lauter Dingen, die ich in der (Vor-)Weihnachtszeit geschenkt bekommen habe: Gin-Stollen vom Bäckerfreund, zwei Sorten Spekulatius von der Hasenmama, Schokoladenbruch von der Lichtenberger Freundin, Lebkuchen von der Liebstentante, Schokopralinen von der Liebstenschwester.

Mit diesem Foto gratuliere ich dann auch noch der Liebstenschwester und dem Neffen zweiten Grades zum Geburtstag. Die eine hat einen Schnapszahlgeburtstag, der andere seinen allerersten. Beide wirken ganz zufrieden mit dem Tag. Dann nehme ich mir die nächste Lektüre vor. Motiviert vom gestrigen Lesemarathon nehme ich mir ein spannendes Sachbuch vor, dass eine Historikerinnenfreundin der Ellis in Nova Scotia empfohlen hat: Ned Blackhawk – The Rediscovery of America. Native Peoples and the Unmaking of U.S. History beleuchtet die amerikanische Geschichte ganzheitlich, unter Einbeziehung der Geschichte und Perspektive der indigenen Bevölkerung, mit dem Fokus auf Kontakten zwischen Indigenen untereinander und mit Europäer*innen, nicht dem der Staatswerdung der USA. Erster mind blown Moment: New Mexico war insgesamt länger Teil des spanischen Königreichs als bislang der USA. Das wird sehr spannend werden, ich muss aber auch feststellen, dass Fachliteratur nicht so leicht wegzulesen ist, wie Belletristik, obwohl ich ja gerade nen Lauf habe. Das Gehirn nimmt zu viele Abzweigungen mit, ich schaffe insgesamt nur etwas über 30 Seiten.

Und dann ist irgendwie schon wieder Zeit für Abendbrotzubereitung. Ich bastle aus dem Rest Blumenkohl, Kartoffeln, Zwiebeln, Knoblauch, Ingwer, einer Dose Tomaten, Koriander, Kreuzkümmel, Currypulver (kein Kurkuma im Haus) und grünem Chili ein Aloo Gobhi zu Basmati-Reis und Pfirsich-Churney vom Brüderchen, dazu Zitronenwasser.

Zum Essen schaue ich The Road to Wellville, eine T.C.-Boyle-Verfilmung, die der Autor neulich im „Alles gesagt“-Podcast sehr gelobt hat und die abstrus und unterhaltsam ist. Hab ja noch nicht viel Boyle gelesen, die Basis für den Film hätte auch von John Irving kommen können, mit einem reichlichen Schuss Zauberberg.

Danach beginne ich mit Sullivan‘s Crossing eine weitere kanadische Serie, die in Nova Scotia spielt und gedreht wurde. Erinnert direkt an Virgin River (basieren beide auf Büchern der gleichen Autorin) aber eben auf Kanadisch, dafür mit Luke und Tristan aus Gilmore Girls in zwei der Hauptrollen. Sehr realistisch ist der schlechte Handyempfang in Teilen der Provinz. Der tolerante Umgang mit Queerness und die Repräsentanz von Indigenen (hier eine Métis und ein Cree, die aber anerkennen, dass sie in Mi‘kma‘ki zu Gast sind) sind zumindest exemplarisch für kanadische Popkultur, aber schon auch ein bisschen für die Leute vor Ort (siehe die neue Provinzverordnung gegen Hass und Ungleichbehandlung von 2SLGBTQIA+). „I‘ll catch you later at the Land Acknowledgement“ ist dann aber schon etwas sehr on the nose… Aber so lernen die amerikanischen Schauspieler*innen auch mal was dazu. 😉

Aerial shot der drei Kirchen in Mahone Bay

11.01.2026 – Sonntagsgefühl

Das ist doch mal schön, ein Tag an dem Kalender und Stimmung so richtig gut aufeinander passen. Ich wache nach etwa acht Stunden brutto Bettzeit auf (netto Schlaf etwas weniger) und beschäftige mich still mit dem morgendlichen Reboot, bis die Blase so drückt, dass ich beim Aufstehen den Liebsten leider mit wach mache. Da ist es aber auch schon fast 10 und er springt sofort in den Autopilot und macht uns Kaffee. Das Teilzeitkind sitzt da schon länger mit selbst zubereitetem Frühstück vor dem Fernseher, wie sich das in dem Alter gehört. (Erinnerung an die Zeiten, in denen ich mir sonntags für die Wiederholung vom Disney bzw. Tigerenten-Club extra den Wecker gestellt habe.) Irgendwann gegen 11 überzeuge ich den Liebsten, dass ich auch Frühstück brauche und dann stehen wir auch auf.

Nach dem Essen lerne ich mit dem Teilzeitkind Englisch-Vokabeln, bis der Liebste es zu einem Geburtstagstermin im Grunewald bringt. Die jungen Leute heutzutage gehen zum Geburtstag also Rodeln. Ist ja auch selten genug, dass das möglich ist, das muss man ausnutzen. Während er weg ist, mache ich mich tagfein und setze mich dann fleißig an den Laptop. Doch nicht ganz sonntäglich, aber dafür habe ich ja Freitag auch größtenteils frei gemacht. Als der Liebste zurück ist, gibt es erst Mittagsruhe und dann spätes Mittagessen.

Hinterher fange ich das erste neue Buch in diesem Jahr an: Isabel Bogdan – Wohnverwandtschaften. Habe ich ja neulich live von der Autorin vorgelesen bekommen, dann auf meinen Wunschzettel gesetzt, gestern ausgepackt und heute – Spoiler – durchgelesen. Große Empfehlung, besonders für Stil und Erzählweise, auch wenn das Thema mich bis zur Lesung eher abgeschreckt hatte.

Nach einer guten Stunde fahren der Liebste und ich nach Zehlendorf, das Kindelein wieder abholen. Auf dem Heimweg steigen die Beiden dann an ihrer Station aus und ich fahre weiter, zurück in den Norden. Im Pberg angekommen versorge ich die Katzen, mache mir Reisbandnudelsuppe von gestern warm und versenke mich dann wieder ins Buch, aber nicht, ohne vorher ein Foto aller meiner Weihnachtsbücher zu machen.

Kurz vor 23 Uhr ist das Buch vorbei, ich mache mich bettfertig und fange im Bett gleich das Nächste an: Volker Kutscher – Westend. Als ich das gegen halb 2 dann auch ausgelesen habe, mache ich ganz schnell das Licht aus, bevor mir noch ein weiteres Buch in die Hand fällt.

10.01.2026 – Action nach dem Sturm

Ein Sonnabend mit Wecker, wie unangenehm ist das denn? Ist aber für einen guten Zweck, nämlich den gemütlichen morgendlichen Reboot. Den schaffe ich komplett und sitze dann rechtzeitig am Schreibtisch, um mein Frühstück noch vor Beginn des heutigen Workshops zu beenden.

Bagel mit Ahornsirupaufstrich bzw. Zitronenmarmelade, Mandarine, vietnamesischer Kaffee

Der Workshop geht viereinhalb Stunden und in den Pausen mache ich mich und die Wohnung tagfein. Als er vorbei ist, ist es höchste Zeit fürs Mittagessen. Ich koche mir ein Süppchen und nehme das Steinpilzeinweichwasser von gestern als Grundlage. Außerdem Zwiebel, Knoblauch, Algen, Spinat, Reisnudeln, ein Ei, Sojasauce, Fischsauce, Chili und Limettensaft. Schmeckt hervorragend und Reste bleiben auch.

Dann kurz verschnaufen, Rucksack packen und das Katzenklo durchsieben, bevor es zum nächsten Programmpunkt geht. Ich treffe den Liebsten und das Teilzeitkind an der S-Bahn und wir stapfen zusammen zum schwedischen Süßigkeitenladen, wo der Liebste uns auf jeweils ein Tütchen Gemischtes einlädt. Es kommen Urlaubsgefühle auf!

Damit stapfen wir weiter zum Planetarium, ein Weihnachtsgeschenk für den Liebsten einlösen. Wir sitzen direkt am Projektor und lassen uns eine Stunde lang durchs All fliegen und erklären, warum es ziemlich sicher noch mehr Leben als uns gibt, es aber schwierig wird, das zu entdecken. Der Liebste nickt wissend und hat ein, zwei Korrekturen, mansplaint die aber nur uns und nicht der Vortragenden. Das Teilzeitkind und ich sind angemessen beeindruckt vom Neugelernten und alle drei sind wir geflasht vom Fliegen. Wird – mit anderen Inhalten – auf die Wiederholungsliste gesetzt!

Danach geht es mit Straßenbahn und U-Bahn weiter zu den Ellis, wo heute Teil 2 der familiären Bescherung stattfindet. Erstmal allerdings schließen wir die Essensbestellung fürs Abendbrot ab – es gibt wie meistens Arabisch.

Nach dem Essen dann Geschenke von den Ellis für uns Kinder, den Liebsten und das Teilzeitkind. Die Ellis bekommen noch zu spät Geliefertes vom Brüderchen und das Brüderchen von mir. Die Bruderfreundin sitzt schneesturmbedingt immer noch im Zug und bekommt ihre Geschenke nach ihrer Ankunft kurz nach 21 Uhr. Für mich gibt es neben Parfüm und Büchern – die meisten von meiner Wunschliste – noch Leckeres aus Nova Scotia: Mangokonfitüre vom Farmstand und zwei Sorten politische Schokolade von Peace by Chocolate.

Gegen 22 Uhr dann brechen wir auf und fahren mit Bus und S-Bahn nach Südberlin. Dort gibt es für alle noch Tee zum wieder Aufwärmen und dann geht es ab in die Heia.

09.01.2026 – Ruhe im Sturm

Da ich gestern vorsorglich den Sportkurs gecancelt hatte, klingelt heute kein Wecker und auch sonst stehen keine Termine an, also lasse ich den Morgen sehr ruhig angehen und warte auf Sturm, Schneechaos und Glättekatastrophenmeldungen. All das bleibt, wie von meinem Bruder gestern prognostiziert, aus, zumindest in Berlin. Das Teilzeitkind stapft etwas enttäuscht in die Schule, hört man, aber ist dann doch ganz zufrieden, weil nur ein Drittel der Klasse da ist und so kein normaler Unterricht stattfindet, sondern hauptamtlich Quatsch gemacht wird. Einzig echte Auswirkung im näheren Umfeld ist die Einstellung des Bahnverkehrs in Norddeutschland, die die Teilnahme der Bruderfreundin an unserer Familienbescherung morgen gefährdet.

Ich koche mir zum Frühszück einen Hirsebrei, mit Wasser, Rosinen und einem großzügigen Schluck Hafermilch. Dazu gibt es Kiwi, Zimt und Tee. Dann geht es an den Schreibtisch, aber nur für das Notwendigste und Dringendste, ansonsten ziehe ich wegen Workshop morgen heute einen Wochenendtag vor und kümmere mich um Dinge des Haushalts und des Geistes.

Zum Haushalt höre ich Podcasts, mit Florence Gaub, mit Patti Smith, mit Pepe Lienhard und mit T.C. Boyle. Sie begleiten Fensterwasserabsaugung, Katzenkotzebeseitigung, Bettbeziehung, Wäschezusammenlegung, Neuwäschewaschung (bunt und Wolle) und Wäscheaufhängung, Katzenkloputzung, Gabentischabräumung, Mittagessenzubereitung…

Fürs Mittag koche ich den letzten Blumenkohl und mache aus der Hälfte davon einen Insalata di Rinforzo, mit vorratsbedingten Abwandlungen – ohne Giardiniera, Paprika und Oliven, dafür mit getrockneten Tomaten, eingelegten marinierten Auberginen und eben Sardellen und Kapern. Insalata di Rinforzo aß ich zweimal in Italien – zu Weihnachten beim Papà von Il Professore, der den Salat nach traditionellem Brauch jeden Heiligabend auf den Tisch brachte, obwohl weder seine Frau noch seine Kinder ihn mochten. Ich habe natürlich brav mitgegessen und mache mir den auch heute noch manchmal selbst und denke dann an den Papà.

Apropos Papa, nach dem Essen gehe ich weiter die Plattensammlung der Liebsteneltern durch, die seit Weihnachten jetzt komplett bei mir steht. Passend zum Podcast mit Pepe Lienhard arbeite ich mich durch die 45s durch und entdecke wieder ein paar spannende Raritäten – Magical Mystery Tour als Doppel-EP, die berühmt-berüchtigte Charity-Single von Walter Scheel und Weihnachtsgrüße, die die Liebstenmama in den 50er Jahren im Austauschjahr in den USA ihrer Familie in Deutschland auf Vinyl aufgenommen hat – mit dem Hinweis, man müsse die Platte mit 78 rpm abspielen. Aktuell sortiere und katalogisiere ich nur, aber demnächst probiere ich das nochmal mit dem Plattenspieler…

Nach den 45s brauche ich aber eine Pause und hole mir, inspiriert von Herrn Boyle, mein aktuelles Buch (Stuart McLean – Revenge of the Vinyl Cafe) hervor, dass ich heute endlich auslesen werde, aber erst nach dem Mittagsschlaf, der mich nach wenigen Seiten übermannt.

Zum wieder Wachwerden gibt es dann letzte Dominosteine und Zimtsterne und zwei Scheiben vom Gin-Stollen, dazu schwarzen Tee mit Mango.

Das Buch ist eine Sammlung von Geschichten über eine fiktive Familie, teils aus dem „heutigen“ Alltag in Toronto, teils aus der Kindheit des Vaters auf Cape Breton, Nova Scotia. Einige Geschichten sind super, andere mehr so OK. Auf jeden Fall gut, um das Lesejahr 2026 einzuläuten.

Zum Abendessen gibt es Pappardelle mit Butter, Thymian und rehydrietrten getrockneten Steinpilzen und dazu und danach schaue ich Hope Springs.

In dem Film bringt eine unglücklich verheiratete Meryl Streep ihren widerspenstigen Mann Tommy Lee Jones dazu, eine Paartherapie bei Steve Carell zu machen und der Film ist besser, als es hier klingt, was sicherlich vor allem an den Schauspieler*innen liegt. Ich wollte den Film sehen, seit Carl und Jeff in Bunheads so verrückt nach dem Film waren und mich damit total verwirren, weil ich unter „Hope Springs“ einen ganz anderen Film kannte und mochte, der aber neun Jahre älter ist. Wieder was von der Bucket List gestrichen.

Der Abend endet dann mit Buch, Badewanne und Bett.

08.01.2026 – Ruhe vor dem Sturm

Den Tag über mehren sich die Meldungen zum Wintersturm, der Berlin ab Freitag beschäftigen soll. Auch heute gibt es schonmal ein schönes kleines Schneegestöber, aber angeblich braut sich da ja was Ernsthaftes zusammen. Zum Glück muss ich nicht raus, meinen Sportkurs habe ich vorausschauend abgesagt, weil zu kurzfristige Absagen Geld kosten. Aber heute ist ja erstmal heute und nach der sehr kurzen Nacht gestern schlafe ich im Vergleich ganz schön lange und starte dann sehr geruhsam in den Tag.

Darum geht es mit dem Frühstück – Erdbeer-Müsli und vietnamesischer Kaffee direkt an den Schreibtisch, an dem ich heute so einiges abarbeite. Zwischendurch gibt es immer wieder katzenbedingte Päuschen, denn schließlich hat meine Aufmerksamkeit immer und zuvorderst der Schönheit der beiden Royals hier in der Wohnung zu gelten, finden sie.

Zum Mittagessen gibt es Stullen – mit Frischkäse und letztem veganem Kochschinken bzw. Käse und Spreewaldgurken und hinterher ein Monte.

Zwischendurch bekomme ich Anfragen, ob meine Vorräte nicht langsam zur Neige gehen… Einige, ja. Aber das ändert nichts daran, dass ich hier immer noch wochenlang überleben kann, ohne einkaufen zu gehen. Mein letzter Einkauf war am 20. Dezember, die nächste Obstkiste kommt am 17. Januar. Mein Frischobst wird vermutlich vorher alle sein, aber das war früher im Winter ja auch so. Tatsächlich haushalte ich vor allem mit Eiern (noch zwei) und Milch, schaue ansonsten, dass ich Frisches verbrauche, bevor es schlecht wird und schiebe andere Mahlzeitsoptionen auf später, wenn der Frischkram alle sein wird. Ansonsten muss ich noch gar nicht groß improvisieren. Spannend!

Um 19 Uhr noch ein Webinar und dann ist es Zeit für Abendbrot. Ich zerstampfe die gebackene halbe Knoblauch-Zitronengras-Süßkartoffel von gestern, koche TK-Spinat mit frischem Ingwer auf und erhitzende den Rest Wildlachs von gestern mit Honig und Cayenne-Pfeffer. Schwer zu fotografieren, aber unheimlich lecker zu essen!

Abendunterhaltung ist zunächst der Rest von Ted Lasso. So eine schöne wholesome Serie, genau was es in diesen Zeiten braucht. Inzwischen ist eine vierte Staffel in Vorbereitung, ich bin sehr gespannt, ob und was das wird und wie lange wir noch so progressives Entertainment aus den USA bekommen werden… Und weil Ted mit seinem Team vor einem wichtigen Spiel You‘ve got Mail schaut, hänge ich den gleich auch noch dran. Vorher aber noch Sleepless in Seattle, der Chronologie wegen. Vom zweiten Film schaffe ich dann nur noch die erste Hälfte, bis mir die Augen zufallen…

07.01.2026 – Wintermittwoch

Ich möchte es für alle Mitlesenden betonen: Dass ich heute schon um 4 aufwache und danach nicht wieder einschlafe liegt nicht an den Katzen! Die beiden pennen tief und fest, als ich von einem nicht einmal unangenehmen Traum aus dem Schlaf geholt werde, vorsorglich aufs Klo gehe und dann aber der Kopf unpraktisch anspringt. Ich erledige, was der Kopf mir aufträgt und dann liege ich halt wach und weder Kreuzworträtsel noch Podcasts bringen mich zurück ins Traumland. Also beginnt der morgendliche Reboot sehr früh (und mit Kaffee im Bett) und als ich beim Liebstentelefonat angekommen bin, kann ich bereits vier Stunden Wachsein vermelden.

Frühstück gibt es für die Katzen und mich trotzdem erst zu angemessener und gewohnter Zeit. Ich wärme mir zwei Kardamomschnecken aus dem Tiefkühler auf (der Vorrat geht langsam zur Neige, ich könnte aber wohl einfach neue backen, ohne einkaufen zu gehen) und schnipple Kiwi und Mandarine. Dazu gibt es Yuzu-Tee mit frischen Ingwer und frischem Zitronengras.

Dann geht es an den Schreibtisch. Ich habe einen Telefontermin und später ein Webinar und danach lockt mich die Wintersonne nach draußen – bloß nicht wieder den gleichen Fehler wie gestern machen und die Sonne verpassen! Ich drehe eine fast einstündige Runde durch den Kiez, an den allermeisten Stellen ist gut geräumt und/oder gestreut.

So stellte sich der Westen im Kalten Krieg den Ostblock vor, glaube ich

Dabei höre ich einen Podcast von Caspar und Marcus in dem es unter anderem auch um Ost-West-Problematiken geht.

Wieder zuhause muss es mit dem Mittagessen und dem Aufwärmen schnell gehen, also mache ich mir nur fix einen Erdbeer-Vanille-Tee und eine Shrimp-Ramen, ohne zusätzlichen Schnickschnack, bevor ich mich zu einem Mittagsschlaf aufs Bett lege.

Ziemlich genau eine Stunde später wache ich wieder auf und helfe dem Wachwerden mit einer Ration Zucker nach. Ich mache den Gentlemen‘s Stollen alle (vom Gin-Stollen habe ich noch), außerdem die Vanillekipferl. Und esse noch ein paar Zimtsterne, Dominosteine und etwas Spekulatius. Man soll ja passend zum Wetter essen, nicht zu irgendwelchen nicht vorhandenen Neujahrsvorsätzen.

Damit geht es jedenfalls zurück an den Laptop, es gibt noch zu tun. Am frühen Abend folgt das nächste Webinar, danach ist Abendbrotzeit. Ich backe mir eine Süßkartoffel mit Öl, Knoblauch und Zitronengras, mariniere den letzten Wildlachs in Limettensaft und Sojasauce und backe den ein Stück mit. Die Hälfte gibt es heute mit dem letzten Rest Mojo verde, für die andere Hälfte habe ich schon Pläne für morgen.

Abendunterhaltung ist zunächst einmal ein langer Nachruf samt eigener Lebenserinnerungen über bzw. vom Liebstenpapa, garniert mit vielen Fotos, auch vom Liebsten als kleinem Stepke in den USA bzw. in Amsterdam und einigen für mich neuen und interessanten Details aus der Familienchronik. Den Link dazu gibt es für Freunde und Familie gerne auf Anfrage.

Danach opfere ich mich und schaue die neue Staffel von Emily in Paris zu Ende. Wird immer alberner, aber die Bilder von Venedig am Ende sind schön und in den allerletzten Minuten gibt’s dann noch nen Cliffhanger, der evtl. dafür sorgt, dass ich mir auch die sechste Staffel wieder reinquälen werde. Wie ich neulich auf Threads las: Es ist wie ein Autounfall, man will, aber kann nicht wegsehen.

Zur Rehabilitation (sowohl meiner seelischen als auch der meines Images) schaue ich dann noch zwei Folgen Ted Lasso, die mich wieder mit der Welt versöhnen, bevor ich gegen Mitternacht dann doch schlafen gehe.

06.01.2026 – Privilegiendienstag

Heute weckt mich der Wecker, keine Katze. Auch mal schön. Der Wecker klingelt, weil ich am Vormittag einen Termin habe und trotzdem meinen morgendlichen Reboot in aller Ruhe und ohne Stress absolvieren möchte und das klappt auch sehr schön. Irgendwann ist dann Zeit fürs Frühstück und das besteht heute aus Blaubeer-Cassis-Müsli, Hafermilch, der letzten kanarischen Banane, einer Mandarine und einem Espresso Tonic (aufgrund der winterlichen Stimmung ohne Eis).

Die letzte Banane lässt mich daran denken, dass irgendwann in nicht allzuferner Zukunft das letzte Frischobst alle sein wird, ebenso wie das letzte frische Gemüse, das man roh verspeisen kann (Spoiler: heute Abend). Bevor ich dann leben muss wie die Menschen „früher“, also von Lagergemüse und haltbar Gemachtem, habe ich dann immer noch einiges aus dem Tiefkühler zur Verfügung danach halt immer noch: getrocknetes, eingekochtes, fermentiertes, konserviertes. Was für ein Wohlstand – solange der Strom nicht ausfällt, natürlich, solidarische Grüße in den Südwesten der Stadt.

Für den Termin am Vormittag sperre ich die Katzen aus dem Arbeitszimmer aus (auch dieses ein ganz schönes Privileg, ich weiß) und muss dann ganz schön viel lautes Gemaunze ignorieren (privilegierte Katzen sind das auch). Direkt hinterher werden sie erstmal ausführlich bekuschelt und dann haben sie mich wieder lieb.

Bis zum Mittagessenhunger vergeht noch etwas Zeit, aber als es soweit ist, gibt es den Rest Reis von gestern mit Zwiebeln, TK-Bohnen, Ei und Chilisauce.

Danach kümmere ich mich um ein paar Haushaltsdinge, traue mich aber nicht, den Müll rauszubringen, weil ich auf einen angekündigten Anruf von einem Dienstleister warte, für den ich in Schreibtischnähe sein will, um Sachen nachschauen zu können. Der Anruf kommt natürlich nicht, ich bringe den Müll dann erst raus, als das Tageslicht schon weg ist. Hmpf. Danach ist erkläre ich den aktiven Teil des Tages für beendet, mache es mir auf dem Sofa gemütlich und telefoniere.

Am Abend dann nehme ich mir einen großen Batzen Zeit (Privileg!) und gucke die kompletten drei bzw. sechs Teile Ku‘damm 77. Wir auch bei den vorherigen Iterationen habe ich jede Menge verschiedene Emotionen dazu. Historisch ist es spannend und es gibt schön viele starke Frauenfiguren. Man merkt, dass bewusst auf Diversität geachtet wird (Hautfarben, Herkünfte, Sexualitäten), manchmal zu offensichtlich bzw. ahistorisch (die Jugendliche in den 70ern, die allen erklärt, dass die Homosexualität ihres Vaters etwas völlig Normales ist), aber gleichzeitig wird eine Figur (schon in der ersten Staffel) komplett rehabilitiert, die eine Frau vergewaltigt hat und später wird sich sogar verliebt und geheiratet. Ja was denn jetzt, liebe Serie, guckt Ihr mit modernen Ansprüchen auf die Welt oder mit denen von „damals“? Ansonsten wird in den Kritiken bemängelt, dass es jetzt in dieser Staffel. komplett telenovela-artig wird mit unrealistischen Geschehnissen, Plot Twists und neu reingeschriebenen verschollenen Verwandten. Alles richtig, aber das war schon von Anfang an so: Was in den vier Staffeln in der Familie an Drama passiert könnte auch ein ganzes Jahr Marienhof/Verbotene Liebe füllen, mindestens. (Those were the days…)

Zwischendrin gibt’s irgendwann auch noch Abendbrot, nämlich die wirklich allerletzte Gurke als Salat, eine TK-Breze, veganen Kochschinken und Käsewürfel mit Pfirsich-Chutney, dazu letzten Apfelsaft als Schorle. Gaumen und Magen fühlen sich sehr privilegiert und gehen mit dem Rest von mir gegen Mitternacht zufrieden schlafen.

05.01.2026 – Jetzt so richtig Jahresanfang #WMDEDGT

Es ist der 5. und wie jeden Monat ruft Frau Brüllen zum Tagebuchbloggen auf. Die anderen Beiträge zu “Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?” findet Ihr hier.

Die ganze Nacht immer mal wieder von Katzentatzen im Gesicht geweckt worden. Mir gefällt diese neue Angewohnheit der Biester so gar nicht, ich habe aber einen (unbelegbaren) Verdacht, woran es liegen könnte. Es gibt nämlich seit ungefähr einem guten halben Jahr in der Wohnung unter uns ein Baby, das auch öfter nachts wach ist. Möglicherweise finden die Katzen, ich solle das Geräusch abstellen? Anyway, kurz nach 7 beende ich die Nacht und widme mich dem morgendlichen Reboot.

Kleine Tour durch die sozialen Medien (Facebook, Instagram, Mastodon, BlueSky, Threads – in letzterem ist meine Timeline inzwischen fast ausschließlich kanadisch, inkl. sehr viel Nova Scotia), Feedreader leer lesen, selbst Bloggen, mit dem Liebsten telefonieren, Französisch-Lektionen, Italienisch-Streak nicht abreißen lassen, Wordle, Connections, Strands, Crossword Mini, Spelling Bee, Past Puzzle, Ciddle, FoodGuessr, Bandle und schon kann ich aufstehen. 😉

Die Katzen bekommen ihr Frühstück, dann auch ich. Es gibt einen Rest Quark mit einem Rest Johannisbeergelee, die vorletzte kanarische Banane, eine Kiwi und eine Handvoll getrocknete Wildfeigen, dazu schwarzen Tee mit Yuzu.

Damit geht es direkt an den Schreibtisch, wo heute erstmal richtiger Jahresanfang stattfindet. Ich hänge bzw. stelle die beiden neuen Kalender auf, melde mich für weitere Veranstaltungen an, beende die Buchhaltung fürs letzte Jahr und richte mir die für dieses Jahr ein, weihe meine neue Kreditkarte ein (die alte ist seit 31.12. nicht mehr aktiv) und ändere an verschiedenen Stellen mein Zahlungsmittel, bestelle mir eine neue Maus (die alte ist einem katzenbedingten Sturz zum Opfer gefallen, natürlich) und setze einen LinkedIn-Post zum neuen Jahr ab.

Dann ist auch schon Mittagszeit. Es gibt einen Bagel mit Kräuterfrischkäse, Räucherlachs und süßem Senf, dazu die vorletzte Gurke mit Dill und Wasser mit Holunderblütensirup.

Hinterher gehe ich ins Draußen, die Katzen brauchen Futternachschub – mein eigenes Futter reicht noch eine ganze Weile, kein Nachkauf nötig.

Wieder zurück mache ich mir einen weißen Tee mit Rosenblättern und gehe zurück an den Schreibtisch – Vorbereitung für einen Termin morgen. Zwischendurch ein kurzer Plausch mit der Mitbewohnerin, die ich heute auch das erste Mal dieses Jahr sehe (Sie war über Silvester weg und danach arbeiten, wenn ich wach war.)

Feierabend ist dann gegen 18 Uhr und der führt mich direkt wieder in die Küche. Heute gibt es die zweite Hälfte vom gestrigen Butternut-Kürbis – im ganzen geröstet, mit Öl, Knoblauch und Rosmarin, gefüllt mit Baked Beans und am Ende mit Käse überbacken, dazu Basmati- und Wildreis mit getrockneten Cranberries – ein insgesamt recht indigen amerikanisches Essen. Deshalb unterlege ich den dazugehörigen Insta-Post zu meiner #loosyisstdiekücheleer-Challenge (keine neuen Lebensmittel gekauft seit 20.12.) auch mit passender Musik von Northern Cree.

Bald nach dem Essen geht es mit dem gestern vom Nachbarn ertauschten Entspannungstee in die Badewanne und danach sehr früh mit Buch ins Bett.

04.01.2026 – So‘n Sonntag

Grad zum ersten Mal dieses Jahr beim Datum verschrieben, wieso das denn? Bisher lief es doch so gut…

Gemütliches Aufwachen mit dem Liebsten, bzw. neben dem Liebsten, denn er rührt sich erst, als ich schon blogge und steht auf, um Kaffee zu machen. Als wir irgendwann bereit sind, aufzustehen, fragen wir das Teilzeitkind im Scherz, ob es uns Eier braten und Frühstück ans Bett bringen würde. Es sagt sofort zu und ist dann empört, dass das nur ein Scherz war. Es würde es ja entspannter finden, wenn wir nicht auch noch in der Wohnung herumwuseln würden. Selbst hat es da schon sehr viel ferngesehen und Omelette gefrühstückt. Wir stehen dann aber trotzdem auf und essen halt alleine unser eigenes Frühstück.

Dann setze ich mir für ein Stündchen produktiv mit dem Laptop aufs Sofa, anfänglich noch unterstützt vom Liebsten für Rat und Tat. Währenddessen imprägnieren die nicht schneetauglichen Stiefel des Kindes auf dem Balkon vor sich hin. Hinterher wagen wir uns zu dritt hinaus in den Park. Schön ist das!

Auf unserer Runde kommen wir der Konditorei gefährlich nahe, der Liebste schlägt selbst vor uns einzuladen und da sagen wir natürlich nicht nein, sondern kaufen was zum Mitnehmen und für das Kindelein einen Kakao und to go.

Wieder zuhause mache ich zur Resteverwertung zwei Bratäpfel mit Butter, Ahornsirup, Mandeln und Zimt für das Kind und mich, dann gibt es Torte für alle, inkl. der neuen Mitbewohnerin samt Freund, die koreanischen Ingwertee beisteuern.

Eine sehr gemütliche Runde haben wir da, mit vielen guten Gesprächen. Schön, auch, wie das Teilzeitkind inzwischen fast alles versteht, was wir auf Englisch bereden und selbst auch fleißig mitredet – noch mit vielen deutschen Wörtern dazwischen, aber es wird, es wird. Nach dem Tischabräumen gehen alle wieder ihren Dingen nach. Die Mitbewohnerin richtet weiter ihr Zimmer ein, ihr Freund beendet eine Hausaufgabe für die Uni, das Teilzeitkind kümmert sich um Englisch und Latein, der Liebste macht ein Nickerchen und ich mache mich auf den Heimweg. Mit Umweg über Schöneberg – ich bringe einer Freundin und ihren Kindern etwas von unserer Dubai-Schokolade – brauche ich gute anderthalb Stunden nach Hause. Es schneit schon wieder auf das Gestreute und ist teilweise ordentlich glatt.

Zuhause füttere ich die Katzen und mache mich an die Abendbrotvorbereitung. Ein Nachbar bekommt meinen letzten Salbei zur Schmerzlinderung, ich erhalte dafür einen Entspannungstee und werfe stattdessen Thymian auf den Kürbis.

Letzter Blumenkohl-Linsen-Salat, gebackener Kürbis mit Knoblauch und Thymian, Leinölquark, eingelegte Aubergine

Zum und nach dem Essen noch ein paar Folgen Ted Lasso und dann ist auch schon wieder Schlafenszeit…

03.01.2026 – Alles voller Ereignisse

Der Tag beginnt mit Nachrichten. Die USA brechen das Völkerrecht, greifen Venezuela an und entführen den dortigen Präsidenten. Und in Südberlin gibt es einen riesigen Stromausfall aufgrund eines Kabelbrands, der wahrscheinlich kein Unfall war, der wohl bis Donnerstag anhalten wird. Die gute Nachricht dazu: Obwohl der Kabelbrand nicht weit vom Liebstenhaus stattfand, ist der Liebste selbst quasi nicht betroffen (kein Internet bis zum frühen Nachmittag, ansonsten läuft alles) und der Stromausfall endet auch wenige Meter vorm Haus der Teilzeitkindmama – familiär also alle nochmal so richtig schön Glück gehabt.

Außerdem: Schnee

Ich verbringe einen halben morgendlichen Reboot im Bett, packe dann meinen Kram zusammen, esse ein paar Plätzchen als Basis für die Tabletten und fahre dann mit einem vietnamesischen Kaffee nach Südberlin.

Die Bahnen fahren auch, ich nutze die Fahrtzeit für Französisch, Italienisch und Rätsel. Beim Liebsten warten schon er selbst, das Teilzeitkind, die neue Mitbewohnerin und deren Freund mit dem Brunch auf mich.

Es gibt Ei, Börek, Brot, Aufstriche, Käse, Wurst, Snickers Spread und auf meinen Wunsch Litschis, Mandarinen und eine riesige Blutorange, dazu O-Saft, Tee und Kaffee. Und es gibt jede Menge Kennenlerngespräche – das Leben in Berlin, in Dänemark, Estland und Südkorea, Serien, Politik und vieles mehr. Ein sehr internationales Mahl.

Nach dem Essen fahren die beiden Neuen zu IKEA, der Liebste macht Platz im Keller, das Teilzeitkind räumt sein Zimmer auf und ich gehe einkaufen (Lebensmittel für diesen Haushalt sind von meiner Challenge ja ausgenommen). Dann gehen das Teilzeitkind und ich ein Projekt an und lösen sein Geburtstagsgeschenk von vor sieben Monaten ein: Wir machen Dubai-Schokolade.

Zuerst schneiden wir Unmengen Kadayıf ein und braten es in Butter an. Einen Teil brauchen wir für die Schokolade, den Rest frieren wir für zukünftige Kunafa ein. Dann schmelzen wir weiße Schokolade und sind schon ein bisschen dekorativ mit den Formen, die danach kurz in den Tiefkühler wandern, während wir die erste Hälfte dunkle Schokolade (Zartbitter und Vollmilch im Verhältnis 1:3) schmelzen und das Pistazienmus (100 % Pistazie, wenn schon denn schon) mit dem Kadayıf und geben noch den Rest weiße Schokolade und ein Päckchen Vanillezucker dazu, weil das Teilzeitkind Sorge hat, dass es nicht süß genug werden könnte.

Als Nächstes kommt eine Schicht dunkle Schokolade in die Formen und wird gekühlt, dann kommt die Füllung drüber und eine zweite Schicht Schokolade oben drüber, bevor wieder gekühlt wird.

Mit der übrigen Schokolade dekoriere ich eine Mandarine, soll ja keiner sagen, wir würden uns nicht gesund ernähren.

Während dann alles kühlt, beseitigen wir das Chaos in der Küche und dann können wir die Schokolade auch schon aus den Formen holen.

Wir stellen fest, dass die kleinen Tafeln sich besser für ohne Füllung eignen, die großen aber ganz hervorragend geworden sind. Und wir stellen fest, dass das alles ganz schön süß und mächtig und lecker ist. Wir naschen nur ein bisschen und wickeln den Rest dann ein und lagern ihn im Kühlschrank.

Es folgt der zweite Versuch eines Geburtstagstelefonats mit dem Nifftenkind, beim ersten Mal war es umringt von Gastkindern und nicht aufnahmefähig. Jetzt ist die Party vorbei und es kann uns Zaubersand zeigen und das Abendbrot, es gibt norddeutsch schlicht „Gesichter und Seesterne“ aus Kartoffeln bzw. Fisch.

Danach brauchen wir auch dringend etwas herzhaftes und ich bereite alles für Tortilla Wraps vor – Mais-Weizen-Tortillas, Avocado-Creme, Salat, schwarze Bohnen, veganes Hähnchen mit Zitrone, Schmand, Mozzarella und Tabasco. Der Einkauf hier ist ja legal, aber ich kann ihn ja auch nutzen, um dann Dinge zu essen, die mir zuhause bald fehlen würden und mir so das Durchhalten erleichtern…

Den Rest des Abends verbringen wir mit einem Weihnachtsgeschenk des Liebsten an sich selbst: Valheim in der Deluxe-Brettspiel-Version. Mit dem Auspacken, Sortieren und Aufbauen ist der Liebste eine gute Stunde beschäftigt.

Und dann spielen wir die Tutorial-Kampagne durch, die nach den ersten Mühen der Ebene richtig Spaß macht, auch wenn sie das Ganze sehr verkürzt und Schritte auslässt. Ich habe ordentlich Respekt davor, demnächst mal eine normale Kampagne zu spielen und da alles zu bedenken, was es an Währungen, Fertigkeiten, Waffenarten, Gegenständen usw. gibt. Zum Glück habe ich den Liebsten dabei, der das Ganze in der Theorie (und von Hunderten PC-Stunden) schon kennt und sich so richtig reinnerden wird und das Teilzeitkind, das sich sehr schnell ins System eingefuchst hat und außerdem begnadet gut gewürfelt hat. Trotzdem sehe ich das Spiel langfristig eher in Wochenendrunden zwischen dem Liebsten und seinen Buddies.

Gegen 23 Uhr falle ich todeserschöpft ins Bett, der Liebste spielt noch ein bisschen die PC-Variante und das Teilzeitkind verschiebt seine Bettgehzeit durch Lateinlernen. Montag geht die Schule wieder los!