20.01.2025 – Wasserpogo und Mixed-Heritage-Salat

Vom Wecker geweckt worden, das passiert ja auch nicht so oft – meist stelle ich keinen oder werde eh vorher wach. Heute aber ganz ordentlich und „wie es sich gehört“ den Tag begonnen, den morgendlichen Reboot in Teilen im Bett absolviert, dann Frühstück mit „endlich wieder Frischobst“ (war ja nur ein Tag Pause).

Crowdfarming-Orange an Spekulatius und weißem Tee mit Aloe Vera

Dann geht es auch direkt los, mit Straßenbahn und U-Bahn nach Mitte, zum Sport. Die Bahnfahrt reicht für die tägliche Französisch- und Italienisch-Lektion und ich bin auch noch rechtzeitig da, um vor dem Kurs eine Viertelstunde im Whirlpool zu sitzen und mir die Muskeln warm massieren zu lassen. Im Ergebnis ist dann das Poolwasser natürlich gleich nochmal kälter, aber so kommt auch Herr Kneipp zu seinem Recht. Die Trainerin ist wieder die coole von letzter Woche, die lauthals mitsingt und ich dann eben auch wieder. Der Teil für Schultern und Arme verlangt mir heute alles ab, zwischendurch drohen beide abzufallen.

Nach dem Kurs geht’s schnurstracks ins Dampfbad, dann kalt duschen und kurz ruhen, dann in die Sauna, nochmal kalt duschen, nochmal kurz ruhen, dann warm duschen. Der Ruheraum ist hier leider so schwach beleuchtet, dass man nicht lesen kann. Müsste mir meinen E-Reader mitbringen (und den vorher mit Strom und Inhalt beladen). Deshalb sind die Ruhephasen rather kurz, aber das passt, es ist ja auch noch ein langer Tag vor mir. Nach ziemlich genau zwei Stunden verlasse ich den Fitnesstempel wieder und fahre zurück nach Hause.

Dort ist erstmal Zeit für Essen, ich habe Hunger mitgebracht und mache mir aus Kartoffeln, Bohnen, letztem Thunfisch und letztem Ei einen Salat, der gebürtig irgendwo zwischen Nizza und Sizilien angesiedelt sein muss. Verfeinert wird er mit Kapern, Oregano, Zitrone, Olivenöl, weißem Balsamico und natürlich Salz und Pfeffer. Dazu Minztee. Die Katzen freuen sich über die leere Thunfischdose.

Um danach gar nicht erst mittagsschwer zu werden, setze ich mich dann direkt an den Schreibtisch und arbeite Dinge ab. Es steht eine wilde Mischung an aus täglichen Erledigungen, Formalitäten, Telefonaten, Terminschiebereien und Recherchen. Als ich zwischendurch mal nach den Katzen schaue, sind die im besten Sinne des Wortes ganz herzig zusammen auf der Couch.

Relativ früh bekomme ich dann auch schon wieder Abendbrothunger, aber nur so wenig, dass ich nichts koche, sondern Stullen improvisiere – eine mit Kräuterfrischkäse und eine mit Butter, Bergkäse und Pflaumen-Chutney. Damit es nicht zu langweilig wird, gibt es noch einen Mangopudding hinterher.

Beim Essen denke ich über meine Challenge nach, inzwischen habe ich einen ganzen Monat keine neuen Lebensmittel gekauft, heute auf Instagram Tag 24 gepostet (habe erst einige Tage nach dem Einkauf Idee und Elan gehabt, mich derart herauszufordern). Ich hätte ja nicht gedacht, dass ich überhaupt so lange durchhalte, aber viele Vorräte sind einfach immer noch kaum geschrumpft. Was aber sehr bald sehr eng werden wird sind einerseits herzhafte Dinge für aufs Brot (aber Butterbrote sind ja auch a thing) einerseits und Proteinquellen andererseits. Soll ja alles gesund und ausgewogen bleiben. Mal sehen, ob ich den Januar noch zu Ende bekomme (vielleicht kombiniert mit ein wenig Auswärtsessen).

Zum Essen schaue ich die historisch und rhetorisch bedeutsame heutige Rede von Mark Carney in Davos und lese ein bisschen Nachrichten. Dann geht es mit dem Roman in die Badewanne (unter anderem den Chlor aus den Haaren waschen) und bald darauf früh zu Bett.

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