17.01.2026 – Samstägliches

Neben dem Liebsten aufzuwachen ist grundsätzlich erstmal sehr super. Ich erledige still meine morgendlichen Dinge während er noch schläft und als er wach wird, gibt es Kaffee und den lauten Teil des Reboots (die Sprachstudien). Dann bleiben wir noch eine ganze Weile liegen, fühlen in uns und den Tag hinein und befinden, dass der Liebste wohl eine Erkältung ausbrütet. Das hatte ich schon so im Gefühl, während er schlief und wird jetzt von ihm bestätigt.

Wir lassen den Tag daher noch ruhiger angehen, als vorher gedacht, erledigen ein paar Dinge in meiner Wohnung und gehen dann erstmal frühstücken (meine Challenge lässt grad kein angemessenes Wochenendfrühstück zu zweit zu). Dafür probieren wir eine Location in der Gegend aus (also neu für Frühstück, ich hab da schon manchmal Gebäck zum Mitnehmen gekauft) und sind sehr überzeugt vom Rührei mit Sucuk. Ich habe mir extra etwas ausgesucht, was ich zuhause grad nicht nachbauen kann (es gibt nur noch ein Ei und Obst ist so gut wie alle, frisches Gemüse auch) und bin sehr zufrieden mit mir. Am Ende bleibt ein Brötchen über, das ich mit nach Hause nehme – zählt nicht als Einkauf, finde ich.

Einkaufen tun wir dann trotzdem noch, im Drogeriemarkt, keine Lebensmittel. Dann geht es wieder zurück ins Warme und vergleichsweise Trockene. Wir erledigen noch eine letzte Sache, dann bricht der Liebste auf nach Südberlin, um sich auszukurieren und ich koche mir eine große Kanne Kräutertee und lege mich zu den Katzen auf die Couch. Ich lese mich durch den Anfang von Samin Nosrats Good Things, bis der Mittagsschlaf überhandnimmt.

Nach diesem lese ich noch ein ganzes Stückchen weiter und snacke mich dabei weiter durch die Weihnachtssüßigkeiten (und die letzte karamellisierte gebackene Banane aus dem Restaurant gestern).

Nebenbei schreibe ich mit dem Freund in Pittsburgh, der sich bei mir für die Strafzölle seines Präsidenten entschuldigt und mit dem Indiejungen, der heute eine Umwälzpumpe repariert. Wir bekommen beide einen angemessenen Ohrwurm.

Zum Abend hin gibt es noch ein winziges Abendessen – den Rest Bohnen-Spinat-Süppchen von gestern, mit Zitrone, Olivenöl und Harissa, und einem Ginger Ale dazu.

Den Rest des Abends verbringe ich mit dem Rest der zweiten Staffel Sullivan‘s Crossing – heutige Kanadismen: Sweetgrass-Zeremonie als Glücksbringer vor einer wichtigen Zäsur, Lobsteressen beim ersten Date und die Kanadierin zeigt dem Amerikaner, wie man die Biester auf- und kleinkriegt. Apropos: Soeben hat der kanadische Premierminister Carney einen Deal mit China gemacht, nach dem China die Zölle auf Meeresgetier senkt – die Lobsterfischerei in Nova Scotia feiert. Und so zieht sich das Zollthema durch den Tag.