15.01.2025 – Gesundheitstag

Ich schlafe heute insgesamt sehr lange, mit Pausen zwar, aber das Defizit von gestern ist glaube ich wieder ausgeglichen. Weil ansonsten außer am Nachmittag keine Termine anstehen, beschließe ich, den Schwung auszunutzen und setze mir Yoga und einen Spaziergang auf den Tagesplan. Dass ich dann rund ums Frühstück herum noch einen Podcast zu Gesundheitsthemen höre, ist dann Zufall aber passt auch gut. Wie immer bei solchen Themen bleibe ich skeptisch, nehme mir aber ein paar Punkte mit, die mir schlüssig bzw. leicht umsetzbar erscheinen:

  • Wir atmen nachts einen halben Liter Wasser aus, es ist also klug, den Tag gleich mit Wassertrinken zu beginnen
  • In der Erkältungszeit für feuchte Schleimhäute und „nicht Frieren“ (besonders an den Füßen) sorgen, hilft Ansteckungen vorzubeugen
  • Richtiges Atmen (ruhig, tief und am besten durch die Nase) tut sehr viel für Entspannung und Gesundheit

Ansonsten noch interessant, dass es wohl eine gute Idee wäre, regelmäßig ein ausführliches Blutbild zu machen, um eventuelle Mängel oder stille Entzündungen feststellen zu können, die sich langfristig zu „richtigen“ Krankheiten auswachsen können. Und dass zum Beispiel Verletzungen sich langfristig auch auf andere Organe auswirken können. Aber das ist dann schon wieder alles mit mehr Aufwand (und dran Glauben) verbunden und wird also eher unwahrscheinlicher umgesetzt werden.

Achja, Frühstück ist heute Erdbeer-Müsli mit Ostfriesentee und Mandarine. Es kommt außerdem die Nachricht, dass sich die Obstkiste verspätet, ich werde also nicht mit Frischobst hinlangen, bis das soweit ist.

Nach dem Frühstück setze ich mich eine Runde an den Schreibtisch und erledige die täglichen Dinge, dann ist es Zeit für Yoga (zum zweiten Mal diese Woche, yay!) und trotz ein bisschen Schmerzen behindert mich die Arm-Schulter-Situation heute nicht, viel mehr eingeschränkt bin ich durch mangelnde Beweglichkeit und verkürzte Muskeln in Beinen und Rücken. Aber vielleicht ändert sich das ja jetzt, wenn ich wieder mehr Yoga machen kann, bald?

Dann Duschen, Anziehen, Wasserflasche schnappen (Schleimhäute!) und hinaus in den Wintertag. Der Großteil von Schnee und Eis scheint weggetaut, der Anschein trügt aber, sobald ich den dicht besiedelten Bereich verlasse. Warm ist es trotzdem ziemlich, ich brauche weder Mütze, Schal noch Handschuhe. Ich laufe durchs Neubaugebiet zu den Schrebergärten, wo es teilweise schon ordentlich schlittrig ist, dann ein Stück durch den Park, aber nur ebenerdig, die Wege sind Eis mit Wasser oben drauf.

Also nicht richtig durch Wald und Flur, sondern dann durch die nächsten Kleingartenanlagen. Noch keine Schneeglöckchen in Sicht, aber in manchen Beeten stehen Kohlsorten bereit zum Ernten und an einigen Bäumen hängen noch verfaulte Äpfel, ob die Vögel sich da bedienen?

Apropos Vögel, in der einen Anlage gibt es eine Voliere mit vielen bunten Vögeln, als Bildungsprojekt für die Großstadtkinder. Dort gibt es auch Infotafeln zur Historie der Anlage, von der Gründung um die Jahrhundertwende – neben einer städtischen Müllkippe – bis zur Schlacht um Berlin, bei der der „Hauptweg“ durch sowjetische Truppen entstanden ist.

Von der Kleingartenanlage geht es weiter um den Jüdischen Friedhof herum, schon interessant, was damals alles „vor den Toren der Stadt“ angelegt wurde. Gegenüber vom Friedhof ist die Brauerei, in der heute auf jeden Fall Betrieb ist, es riecht stark nach Hopfen und Malz, wie früher in Rostock, da wohnte ich auch nahe der Brauerei. Mek ist hier neulich auch langgefahren und hat über den Duft gebloggt, fällt mir ein. Und da komme ich auch schon an der Kneipe vorbei, in der er dann gelesen hat. Von dahin ist es nur noch ein kleines Stück bis zum Weißen See.

Der Park um den See ist eine einzige Eisbahn und ich bin mehrmals kurz davor, zu fallen, bleibe aber standhaft. Noch kein Sturz diesen Winter, yay! Ich laufe die Wasser-Route, vom Weißen See über die zwei anderen Teiche und dann durch den Rest von Weißensee wieder nach Hause.

Auf diesem Baum kletterte das Teilzeitkind vor jetzt fast 6 Jahren mit vielen anderen Kindern, während die Eltern besorgt drumherum standen und in regelmäßigen Abständen „Abstand!“ riefen…
Wasser Nummer 3

Pünktlich zum Webinar um 15 Uhr bin ich wieder zuhause und wähle mich ein. Nebenbei mache ich mir einen kleinen Snack-Teller, um die Zeit bis zum Abendbrot zu überbrücken.

Letzte Fenchelsamentaralli, letzte eingelegte Auberginen, Bergkäse, Grana Padano

Im Webinar geht es um UNESCO-Weltkulturerbestätten in indigenen Siedlungen in Kanada, ich hatte es so ähnlich schon letztes Jahr auf einer Konferenz gehört, aber diesmal waren die Fragen im Anschluss andere. Danach telefoniere ich erst mit dem Liebsten und dann mit den Ellis. Letztere waren auch mit im Webinar, so dass wir uns gleich noch dazu austauschen können.

Und dann ist quasi schon wieder Abendbrotzeit. Heute sind Pellkartoffeln dran, mit letztem Quark, auf die freue ich mich schon eine Weile und ich muss auch Kartoffelvorräte abbauen. Dieser Tage hole ich mir nämlich kostenlos welche von den 4000 Tonnen Kartoffeln für Berlin, schon aus Prinzip! Während die Kartoffeln kochen, knacke ich Walnüsse, auch der Vorrat muss angegangen werden, außerdem Omega-3!

Omega-3 hat auch das Leinöl zum Quark, außerdem esse ich die letzten Spreewaldgurken auf. Jetzt habe ich kein schnelles Snack-Gemüse mehr, alles was noch da ist, bedarf der Zubereitung. Aber ich habe ja auch immerhin schon seit 26 Tagen nicht eingekauft, da darf das auch so sein.

Nach dem Essen gucke ich weiter Sullivan‘s Crossing, auch hier mit vielen Gesundheits- (bzw. Krankheits-)Themen, aber dafür gibts auch wieder ein bisschen echtes Nova Scotia in einer Hurricane-Folge. So richtig mit Alert, Storm Chips und ausfallendem Telefonnetz…

Ruhe vor dem Sturm

Hinterlasse einen Kommentar