11.01.2025 – Sonntagsgefühl

Das ist doch mal schön, ein Tag an dem Kalender und Stimmung so richtig gut aufeinander passen. Ich wache nach etwa acht Stunden brutto Bettzeit auf (netto Schlaf etwas weniger) und beschäftige mich still mit dem morgendlichen Reboot, bis die Blase so drückt, dass ich beim Aufstehen den Liebsten leider mit wach mache. Da ist es aber auch schon fast 10 und er springt sofort in den Autopilot und macht uns Kaffee. Das Teilzeitkind sitzt da schon länger mit selbst zubereitetem Frühstück vor dem Fernseher, wie sich das in dem Alter gehört. (Erinnerung an die Zeiten, in denen ich mir sonntags für die Wiederholung vom Disney bzw. Tigerenten-Club extra den Wecker gestellt habe.) Irgendwann gegen 11 überzeuge ich den Liebsten, dass ich auch Frühstück brauche und dann stehen wir auch auf.

Nach dem Essen lerne ich mit dem Teilzeitkind Englisch-Vokabeln, bis der Liebste es zu einem Geburtstagstermin im Grunewald bringt. Die jungen Leute heutzutage gehen zum Geburtstag also Rodeln. Ist ja auch selten genug, dass das möglich ist, das muss man ausnutzen. Während er weg ist, mache ich mich tagfein und setze mich dann fleißig an den Laptop. Doch nicht ganz sonntäglich, aber dafür habe ich ja Freitag auch größtenteils frei gemacht. Als der Liebste zurück ist, gibt es erst Mittagsruhe und dann spätes Mittagessen.

Hinterher fange ich das erste neue Buch in diesem Jahr an: Isabel Bogdan – Wohnverwandtschaften. Habe ich ja neulich live von der Autorin vorgelesen bekommen, dann auf meinen Wunschzettel gesetzt, gestern ausgepackt und heute – Spoiler – durchgelesen. Große Empfehlung, besonders für Stil und Erzählweise, auch wenn das Thema mich bis zur Lesung eher abgeschreckt hatte.

Nach einer guten Stunde fahren der Liebste und ich nach Zehlendorf, das Kindelein wieder abholen. Auf dem Heimweg steigen die Beiden dann an ihrer Station aus und ich fahre weiter, zurück in den Norden. Im Pberg angekommen versorge ich die Katzen, mache mir Reisbandnudelsuppe von gestern warm und versenke mich dann wieder ins Buch, aber nicht, ohne vorher ein Foto aller meiner Weihnachtsbücher zu machen.

Kurz vor 23 Uhr ist das Buch vorbei, ich mache mich bettfertig und fange im Bett gleich das Nächste an: Volker Kutscher – Westend. Als ich das gegen halb 2 dann auch ausgelesen habe, mache ich ganz schnell das Licht aus, bevor mir noch ein weiteres Buch in die Hand fällt.

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