Ich möchte es für alle Mitlesenden betonen: Dass ich heute schon um 4 aufwache und danach nicht wieder einschlafe liegt nicht an den Katzen! Die beiden pennen tief und fest, als ich von einem nicht einmal unangenehmen Traum aus dem Schlaf geholt werde, vorsorglich aufs Klo gehe und dann aber der Kopf unpraktisch anspringt. Ich erledige, was der Kopf mir aufträgt und dann liege ich halt wach und weder Kreuzworträtsel noch Podcasts bringen mich zurück ins Traumland. Also beginnt der morgendliche Reboot sehr früh (und mit Kaffee im Bett) und als ich beim Liebstentelefonat angekommen bin, kann ich bereits vier Stunden Wachsein vermelden.
Frühstück gibt es für die Katzen und mich trotzdem erst zu angemessener und gewohnter Zeit. Ich wärme mir zwei Kardamomschnecken aus dem Tiefkühler auf (der Vorrat geht langsam zur Neige, ich könnte aber wohl einfach neue backen, ohne einkaufen zu gehen) und schnipple Kiwi und Mandarine. Dazu gibt es Yuzu-Tee mit frischen Ingwer und frischem Zitronengras.

Dann geht es an den Schreibtisch. Ich habe einen Telefontermin und später ein Webinar und danach lockt mich die Wintersonne nach draußen – bloß nicht wieder den gleichen Fehler wie gestern machen und die Sonne verpassen! Ich drehe eine fast einstündige Runde durch den Kiez, an den allermeisten Stellen ist gut geräumt und/oder gestreut.


Dabei höre ich einen Podcast von Caspar und Marcus in dem es unter anderem auch um Ost-West-Problematiken geht.
Wieder zuhause muss es mit dem Mittagessen und dem Aufwärmen schnell gehen, also mache ich mir nur fix einen Erdbeer-Vanille-Tee und eine Shrimp-Ramen, ohne zusätzlichen Schnickschnack, bevor ich mich zu einem Mittagsschlaf aufs Bett lege.

Ziemlich genau eine Stunde später wache ich wieder auf und helfe dem Wachwerden mit einer Ration Zucker nach. Ich mache den Gentlemen‘s Stollen alle (vom Gin-Stollen habe ich noch), außerdem die Vanillekipferl. Und esse noch ein paar Zimtsterne, Dominosteine und etwas Spekulatius. Man soll ja passend zum Wetter essen, nicht zu irgendwelchen nicht vorhandenen Neujahrsvorsätzen.

Damit geht es jedenfalls zurück an den Laptop, es gibt noch zu tun. Am frühen Abend folgt das nächste Webinar, danach ist Abendbrotzeit. Ich backe mir eine Süßkartoffel mit Öl, Knoblauch und Zitronengras, mariniere den letzten Wildlachs in Limettensaft und Sojasauce und backe den ein Stück mit. Die Hälfte gibt es heute mit dem letzten Rest Mojo verde, für die andere Hälfte habe ich schon Pläne für morgen.

Abendunterhaltung ist zunächst einmal ein langer Nachruf samt eigener Lebenserinnerungen über bzw. vom Liebstenpapa, garniert mit vielen Fotos, auch vom Liebsten als kleinem Stepke in den USA bzw. in Amsterdam und einigen für mich neuen und interessanten Details aus der Familienchronik. Den Link dazu gibt es für Freunde und Familie gerne auf Anfrage.
Danach opfere ich mich und schaue die neue Staffel von Emily in Paris zu Ende. Wird immer alberner, aber die Bilder von Venedig am Ende sind schön und in den allerletzten Minuten gibt’s dann noch nen Cliffhanger, der evtl. dafür sorgt, dass ich mir auch die sechste Staffel wieder reinquälen werde. Wie ich neulich auf Threads las: Es ist wie ein Autounfall, man will, aber kann nicht wegsehen.
Zur Rehabilitation (sowohl meiner seelischen als auch der meines Images) schaue ich dann noch zwei Folgen Ted Lasso, die mich wieder mit der Welt versöhnen, bevor ich gegen Mitternacht dann doch schlafen gehe.