Beim Aufwachen den Hauptgewinn gezogen: Zwei Minuten vor dem Weckerklingeln und sogar, bevor sich die Katzen regen! Das ist mal sanft und entspannt, ich bin begeistert. Dafür blogge ich dann aber so lange über den gestrigen Abend, dass mir für den Rest des morgendlichen Reboots die Zeit wegläuft und ich vorzeitig aufstehen muss.
Während ich den Katzen und mir Frühstück mache (ich bekomme Müsli mit Banane und Kaffee mit Milch, Honig und Zimt – auch irgendeine Inspiration aus dem Internet), telefoniere ich mit dem Liebsten und dann sitze ich ganz pünktlich für einen dreieinhalbstündigen Workshop am Schreibtisch.
Hinterher erstmal ein Päuschen mit wunderschöner Kardamomschnecke auf dem Sofa, dazu die ausgefallenen Französisch- und Italienisch-Lektionen und die täglichen Rätsel.

Dann geht es mit dem Laptop auf dem Sofa weiter, bis ich alles beruflich Wichtige für heute erledigt habe. Jetzt raus an die Luft!
Ich fahre zur besten Schultagsendezeit in einer vollgestopften Straßenbahn zum Alex und gehe dort aber nur in den Asialaden. Mein Einkaufszettel für dort hat sich in den letzten Tagen gefüllt und heute bietet es sich zeitlich an. Ich kaufe Nudeln, getrocknete Algen, schwarzen Sesam und Zitronengras von der Liste, außerdem Limettensaft. Yuzu als Grundlage für Getränke finde ich leider nicht, da muss ich wohl demnächst mal wieder bei Knuspr bestellen, die haben sowas. Dafür finde ich Yuzu an unerwarteter Stelle – als ich nämlich nach den Mango-Gummibonbons suche, die mir meine Eltern früher öfter von Dienstreisen aus Malaysia mitgebracht haben. Die gibt es leider auch nicht, aber in der gleichen Machart nehme ich welche mit Litschi- und mit Yuzu-Geschmack mit. Beide sehr lecker!
Auf dem Heimweg dann noch schnell im Discounter vorbei und ein paar Basics holen. Zuhause dann geht es in die Küche.
Ich schäle die zwei letzten Crowdfarming-Auberginen und schneide sie in feine Streifen. Dann werden sie mit ordentlich Salz und Essig vermengt, in ein Sieb gegeben und beschwert, um die Flüssigkeit rauszubekommen. Etwa drei Stunden soll das dauern, sagt das Rezept von TikTok.

Drei Stunden später also stopfe ich die inzwischen weichen Auberginen in einen Waschlappen und presse jede Menge Flüssigkeit heraus. Dann koche ich ein Einweckglas aus, gebe etwas Sonnenblumenöl hinein, vermische die Auberginenstreifen mit Knoblauch, Peperoni und Sellerie, fülle sie in das Glas, gieße mit viel Öl auf, so dass sie bedeckt sind, und verschließe das Glas.


So ähnlich sahen die Melanzane sott’olio früher beim Pappà vom Professore auch aus, ich hoffe, sie schmecken auch so gut. Laut Rezept soll man sie zwei Monate stehen lassen, ich weiß nicht, ob ich so lange durchhalte. Bei Erfolg ist das auf jeden Fall einfach genug um in die jährliche Routine aufgenommen zu werden.
Ein weiteres kleines Küchenprojekt heute ist das in Lagen Einfrieren der Kardamomschnecken, so dass man sie später einzeln entnehmen und aufbacken kann.
Das dritte ist das Abendessen. Es gibt Crowdfarming-Pak Choi mit Crowdfarming-Chili, Sellerie, Ei und chinesischen Nudeln, dazu Sojasauce, Sesamöl, Schnittlauch und schwarzen Sesam. Sehr lecker.

Dazu und danach schaue ich den nächsten Weihnachtsfilm – Last Christmas – der so semi-gut ist. Emma Thompson spielt mit, aber eine jugoslawische Einwanderin mit jugoslawischem Akzent und das ist ungefähr die Niveau-Spannweite des Films.
Danach noch eine Folge Zoey’s Extraordinary Playlist und dann endet der Abend gemütlich mit Buch vor dem virtuellen Kamin – wie die französische Revolution Jane Austens Leben und das ihrer Familie beeinflusste, spannend!
Ein Kommentar zu „25.11.2025 – Kulinarischer Dienstag“