19.11.2025 – In fremden Gefilden

Vor dem Vorsorglich gestellten Wecker aufgewacht, aber nach genug Schlaf, so soll es sein. Wegen der Tagesplanung alles etwas schneller erledigt und zum Frühstück nur eine Banane eingeworfen, dann mit grünem Tee und Maracujasaft im Becher los. Das Französisch-Pensum erledige ich in Straßenbahn und U-Bahn und dann stehe ich plötzlich in Mitte und die Sonne scheint einfach.

Heute ist wieder so ein Tag, an dem ich anderen Menschen bei der Arbeit zusehe. Diesmal an einem (mindestens) in der Hauptstadt legendären Ort. Dafür muss man früh da sein und seine Siebensachen durchleuchten lassen und seinen Personalausweis vorzeigen. Soviel zur vierten Gewalt im Staat.

Ich und andere bekommen eine kleine Führung, erfahren Dinge über Arbeitsabläufe, rote und blaue Medien und die Trostlosigkeit von Großraumbüros (mit gedruckten Zetteln von berühmten Namen auf deren neuen Einzelbüros).

Dann kurze Gesprächsrunde und Blick aufs Kantinenmenü.

Ich gehe dann aber doch nicht mit der Gruppe essen, sondern entscheide mich für einen sonnigen Spaziergang zum Stamm-Burrito-Laden von früher, setze auf sicher gutes Essen und schnelle Füllung des nun großen Lochs im Magen. Dafür habe ich Pech mit der Bedienung, bekomme Reis statt Quinoa und der Burrito fällt beim halb Auswickeln schon ganz auseinander. Schmeckt aber trotzdem sehr gut.

Danach geht es mit Umweg zum Alex zurück in den Pberg.

Ich besorge Dinge im italienischen Supermarkt und bin dann gegen 15 Uhr wieder zuhause und setze mich an den Schreibtisch.

Erste Feierabendhandlung ist dann später das Schneiden des Quittenbrots, das danach in Mandelmehl gewälzt wird. Viel Mandelmehl.

Danach gibt es Schnittchen zu Fernsehen.

Vegane Wurst, lila Radieschen, Kaki, Quittenbrot

Am Abend werde ich in ein Gespräch verwickelt und komme schließlich sehr spät ins Bett – weil jemand im Internet Recht hat! Diese Doku über Land und Leute in NRW ist wirklich überraschend sehenswert. „Auch wenn sie manchmal betulich ist: Sie liebt die Menschen sehr und das merkt man.“ sagt der Mensch im Internet und das stimmt. Ich kenne ja nur Teile von NRW und bin trotzdem ganz gerührt und beeindruckt von der Verschiedenheit der Landschaften und Kulturräume, kann diverse Erfahrungen und Erlebnisse anlegen, freue mich über die kluge Auswahl der Protagonistinnen durch die Redaktion und bin ein bisschen beeindruckt, wie viel Spannendes es in Deutschland zu entdecken gibt, wenn man genauer hinguckt. Evtl. gucke ich die Tage noch die Vorgängerstaffel und frage mich dann, warum MDR, rbb und NDR sowas immer so anders (heimatidyllisch exotisierend, eben wirklich betulich) inszenieren…

Spät am Abend noch die Entdeckung, dass sich Hot Apple Cider mit Gewürzmischung super durch eine Mate-Bombilla trinken lässt. Das morgen mal mit anderen Heißgetränken probieren und das Sieb sparen!

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