03.09.2025 – Erzwungene Langsamkeit

Verrückt, jetzt ist der Schulter-/Rückenschmerz vom Sonntag zurück, nachdem er schon quasi vergessen war. Mitten in der Nacht weckt er mich und dann ist erstmal alles schwierig. Positionen finden, in denen es kurzzeitig geht, sich unter unterdrücktem Schreien in diese Positionen bewegen, zwischendurch von zwei Katzen bekuschelt, bekrallt und weiter räumlich eingeschränkt werden, diverse Versuche zur Schmerzlinderung (Ibuprofen innerlich, Voltaren äußerlich, Toilettengänge, Physio-Übungen, Massagekissen, Heizdecke unter das Bettlaken applizieren…) jeweils unter Schmerzen… Nach knapp zwei Stunden beginnen sie in der Gesamtheit zu wirken und ich kann nochmal ein bisschen einschlafen.

Iced Matcha Latte, Pflaumenkuchen, Aprikosen

Beim Aufwachen ist es besser, aber ich bleibe den ganzen Tag eingeschränkt. Ausführliche Physioübungen, mehr Ibuprofen, immer wieder dehnen, immer wieder Massagekissen… So komme ich irgendwie durch den Tag, vermeide aber alle nicht nötigen Anstrengungen. Ein frühmorgendliches Webinar klemme ich mir und werde mir später die Aufzeichnung anschauen. Später sitze ich aber doch am Schreibtisch und bin produktiv. Zwischendrin mache ich mir aus Crowdfarming-Gemüsen panierte Aubergine mit Tsatsiki – sehr lecker!

Danach versuche ich Mittagsschlaf, lese aber schmerzbedingt hauptsächlich in Jenny Erpenbecks Kairos und nicke nur zwischendurch mal kurz weg. Bisher liest es sich gut, wenn ich den Altersunterschied der Protagonist*innen ausblende, kann ich mich auch gut hineinfühlen. Mal gucken, was noch kommt.

Am späten Nachmittag mehr Schreibtischarbeit und nochmal zwei Webinare. Dann mixe ich mir einen Gin Tonic zur (körperlichen) Entspannung und gehe in den monatlichen Call mit meiner Mentorin, der gute Impulse gibt. Für die direkte Umsetzung bin ich aber zu unkonzentriert und kann auch langsam echt nicht mehr sitzen. Stattdessen geht es halb 10 in die heiße Badewanne, um 10 vor die Rotlichtlampe (Ergänzung zu den vorherigen Maßnahmen, ein Vorschlag der Mentorin – ich hatte ganz vergessen, dass ich eine habe…) und dann mit Buch ins Bett. Inzwischen geht es ein bisschen besser und ich kann ganz manierlich einschlafen, durch nicht, aber es gibt keine so furchtbare Phase wie letzte Nacht. Baby Steps…