21.03.2025 – 20.797 Schritte in Hamburg

Der Morgen verläuft gemütlich und babyzentriert. Gegen 11 schaffen wir es an den Frühstückstisch und gegen 12 bin ich bereit für die Welt da draußen. Erst geht es mit der U-Bahn wieder zurück in die Innenstadt, dann laufe ich durch Speicherstadt und Hafencity hinunter an die Elbe. Nach der Alster ist heute der andere große Fluss dran.

Fast trockener Fleet
Elphi
Rickmer Rickmers, beherbergt verrückterweise einen Escape Room an Bord
Auktionshalle am Fischmarkt

Es ist wieder sonnig und warm (19 Grad!!) und trotz Wochentag ist unheimlich viel los am Wasser. Das gibt sich erst, als ich am Fischmarkt dann Richtung Stadt abbiege und durch Altona nach St. Pauli laufe. Der Beatles-Platz muss natürlich sein, dann geht es durch die Große Freiheit vorbei am Kaiserkeller und am Indra (und am Gruenspan, wo ich 2006 mal als Plus 1 auf der Gästeliste bei Danko Jones war. Das waren noch Zeiten!

Rote Flora

Zwischen St. Pauli und Schanzenviertel beginnt dann das entspannte Hamburg, wo ich mich gleich viel heimischer und zugehöriger fühle als gestern bei den Schickimickis – wobei der Liebste ja behauptet, dass in Hamburg früher selbst die Antifa posh war. Ich finds sehr angenehm, bin aber vielleicht inzwischen auch selbst viel gesetzter. Im Schanzenviertel hole ich mir ein von der Freundin empfohlenes wirklich sehr gutes Franzbrötchen (und einen Espresso Tonic), die ich dann noch übers Messegelände bis in Planten un Blomen trage. Dort esse und trinke ich auf der Wiese sitzend und lasse mich von Enten beobachten.

Überall ist Frühling ausgebrochen, alles grünt und blüht und irgendwie verging dieser Winter unglaublich schnell, finde ich. Ich laufe quer durch den Park, durch den Botanischen Garten und die Wallanlagen entlang. An einem sonnigen Plätzchen bleibe ich nochmal sitzen, lese das nächste Kapitel in der Offenen See und schlafe dabei wieder fast ein.

Im letzten Stück Grünanlage komme ich an dem riesigen befremdlichen Bismarck-Denkmal vorbei und dann stehe ich auch schon wieder über den Landungsbrücken. Ich steige in die U-Bahn und fahre zurück zu meiner Freundin. Dort riecht es bereits sehr köstlich – heute gibt es nepalesisch! Es gibt Dal Bhat (Linsensuppe und Reis) mit Hähnchen und Rettich, Gemüse (in diesem Fall einen Rest Zucchini, was eher untypisch ist) und zwei Sorten Achar, eins eher flüssig, mit Tomaten, Chili und Koriander und eins mit gekochten Kartoffeln, Gurken, Erbsen, Chili und Bockshornkleesamen. Sehr lecker alles (und ordentlich scharf).

Nach dem Essen geht das Baby ins Bett und wir großen schauen noch zwei Folgen Folgen Marzahn, mon amour, trinken alkoholfreies Bier, naschen Schnapspralinen und erzählen noch bis wieder fast Mitternacht.

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