17.03.2025 – St. Patrick‘s Day, ein bisschen

Dafür, dass ich gestern so lange ferngesehen habe, wache ich viel zu früh auf – gegen 8 kitzeln mich die Sonnenstrahlen an der Nase. Es wird Zeit, die Verdunkelung der Balkontür wieder anzubringen, fürchte ich. Gegen 10 bin ich mit der Morgen-Churchillei soweit durch, auf dem neusten Stand der Dinge in der Welt, gebloggt und Französisch und Italienisch erledigt, und stehe auf. Wegen des Datums und zur Einstimmung auf den Abend gibt es meine St. Patrick‘s Day Playlist auf die Ohren, während ich mir Porridge mit Apfel, Zimt und Zucker und Tee mit Milch zum Frühstück mache.

Gegessen wird warm eingepackt auf dem sonnigen Balkon – es ist schon wieder bannig kalt geworden. Danach erledige ich die dringendsten Haushaltsaufgaben – Staub saugen, Bett neu beziehen und Katzenklo durchsieben und habe dann noch ein wenig Zeit, bis ich losmuss. Weil ich einen körperlich anstrengenden Abend voraussehe, lege ich mich nochmal hin und schaue weiter Valéria und esse zwischendurch nochmal bisschen was für die Grundlage.

Gegen 15 Uhr geht es dann los, in strahlendem Sonnenschein durch die Kälte in die Stadt. Im Irish Pub treffe ich die beste Freundin des Liebsten (die um die Ecke arbeitet) und wir trinken einen ersten Cider, quatschen und warten auf den Liebsten, der bald dazustößt. Im Nebenraum wird schon Live-Musik gespielt. Wenig später kommt der Hase dazu (und dann noch ein Freund von ihm) und wir schwelgen in Erinnerungen an vergangene St. Patrick‘s Days und an die Pubs in Irland. Nach einigen Stunden – ich habe den zweiten Cider fast geschafft, die anderen sind mir schon 1-2 Getränke voraus – meldet sich mein Körper und deutet an, dass ich doch jetzt mal was essen sollte.

Der Hase und sein Kumpel sind schon weitergezogen, die beste Freundin des Liebsten fährt nach Hause, weil sie morgen arbeiten muss und der Liebste und ich gehen vegane Burger essen, bevor wir weiter zum nächsten Pub wollen, dann mit lauterer Musik und mehr Singen und Tanzen.

Beim Burgeressen wird mir dann aber langsam klar, was der Liebste schon vorher bemerkt hat: Das wird heute bei mir nix mehr. Unklar, ob es die viele Kohlensäure ist, das Saure vom Cider, das Histamin im Cider oder das Soja im Burgerpatty… Ich werde müde und kriege Schmerzen und plötzlich rücken Singen und Tanzen in weite Ferne. Schweren Herzens gebe ich die Pläne auf und wir fahren nach Hause und auf die Couch. Mit Liegen und Leitungswasser (und Katzen kuscheln und TikTok gucken) verziehen sich die Schmerzen rechtzeitig wieder, bevor wir gegen halb 11 erschöpft ins Bett gehen und fast sofort einschlafen. So viel zu St.-Patrick‘s-Day-Shenanigans…

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