Heute wird ein Tag mit Nahrung für alle Sinne und Begehrlichkeiten, am Ende werde ich mich ganz accomplished fühlen, wie die Frauen bei Jane Austen oder wie Cher in „Clueless“ sagt: Ein nichtschulisches Buch pro Woche, etwas für Geist und Körper tun und dann auch noch was für die Menschheit oder den Planeten oder so.
First things first, ich stelle mir extra einen frühen Wecker, wache aber noch kurz davor auf – winning! -, churchille dann im Bett vor mich hin und stehe trotzdem schon vor 10 auf. Zum Frühstück gibt es Müsli (White Chocolate Berry) mit Joghurt, Orange und frisch gemachte Golden Milk aus frischem Kurkuma, frischem Ingwer, Zimt, Kardamom, schwarzem Pfeffer, Hafermilch und Honig.
Dann fahre ich mit Tram und Bus zur Philharmonie, wo ich mit Menschen aus dem Berufsverband zu einer Führung mit Hintergrundgespräch inkl. Lunchkonzert verabredet bin. Vorher gibt es spannenden Smalltalk zu aktuellen Entwicklungen mit einer Verbandskollegin, die heute Morgen schon auf die neuesten Trumpschen Strafzölle reagieren musste und einer anderen, deren stadtbekannter Arbeitgeber aktuell ganz schön ins Schlingern geraten ist und wie sich das auf die alltägliche Arbeit auswirkt. Immer wieder spannend! Dann geht es aber bei Kaffee und Brezeln wirklich um die Philharmonie und die Philharmoniker und wie die Dinge dort im Hintergrund laufen. Ein Fun Fact für die Öffentlichkeit: Es gibt eine fest angestellte Person, die regelmäßig die bunten Mosaiken im Fußboden restauriert und Steine ersetzt.

Das Konzert selbst ist auch sehr beeindruckend, klassische Musik kriegt mich ja selten, aber hier funktioniert es – mit nur einer Geige und einem Flügel. Die Lunchkonzerte sind übrigens kostenlos und finden jeden Mittwoch statt, evtl. mache ich das wieder!
Hinterher habe ich etwas Zeit zu vertrödeln und nehme deshalb einen Umweg durch den Tiergarten. Das trifft sich ganz gut, weil genau da dann auch die Freundin aus Frankreich anruft und wir in Ruhe telefonieren können.


Am Bahnhof lege ich auf und fahre mit S- und U-Bahn nach Südberlin ins Fitnessstudio. Erst geht’s ins Dampfbad, dann Schwimmen. Ich schaffe 300 m, bis das Becken zu voll wird, erst nach etwa 100 m meldet sich die Schulter. 45 Minuten AquaFitness, mit ordentlich Armtraining (aua), dann Recovery Sauna und Ruheraum. Die heißere 100-Grad-Sauna klemme ich mir heute, bin schon ordentlich kaputt und es ist auch schon ganz schön spät.
Ich laufe zu Liebstem und Teilzeitkind, wir bestellen gute neapolitanische Pizza und dann habe ich noch anderthalb Stunden politisches Webinar vor mir – Demokratiestärkung durch Teilhabe. Geist, Körper und Gesellschaft und so.