01.12.2024 – Driving Home for Advent

Dieser Sonntag beginnt etwas früher als die letzten Tage, weil ein paar von uns schon um 10 aufbrechen müssen. Frühstück mit allen Schikanen deshalb schon für alle um 9. Als die erste Charge abgereist ist, sitzen wir anderen erstmal noch gemütlich über unseren Heißgetränken und kommen in unserem eigenen Tempo im Tag an. Dann aber heißt es auch für uns anziehen, Sachen packen und das Ferienhaus übergabefertig machen. Das zieht sich bis kurz nach 12 Uhr, dann wird das Auto freigekratzt und es geht bei strahlendem Sonnenschein über diverse Autobahnen zurück nach Berlin.

Dort noch kurze Besichtigung der „neuen“ Wohnung der einen Cousine – sie wohnt da jetzt schon deutlich über ein Jahr, aber wie das so ist bei Menschen in unserem Alter und in der großen Stadt: Ich war noch nie da. Dann laufe ich mit der anderen Cousine zur Bahn, verabschiede mich und fahre mit der S-Bahn zurück in den Pberg.

Die Katzen begrüßen mich freudig und hungrig, die Wohnung ist ansonsten wieder leer – vorgestern ist die Mitbewohnerin ausgezogen. So muss ich aber wenigstens nicht gleich alles aufräumen, sondern kann den Tag gemütlich auf dem Sofa ausklingen lassen. Dazu gibt es die erste heiße Schokolade aus dem Adventskalender (mit Haselnuss), südindische gelieferte Leckereien (Samosas mit Kichererbsen-Salat, Joghurt, Tamarindensauce und Koriander-Chili-Chutney und Käse-Chili-Dosa mit Daal, Kokoschutney und Raita), den letzten Folgen This Is Us und dann einer Konzert-Doku über Bruce Springsteen, die Lust auf den nächsten Sommer macht.

30.11.2024 – Warm und Trocken am Brocken

Es ist ganz schön kalt geworden über Nacht. Beim Frühstück wird erstmal aufgearbeitet, wer wann geschnarcht hat und alle Beteiligten verzeihen sich gegenseitig. Dann schmieden wir Pläne für den Tag. Das Wetter soll schön bleiben, daher steht zunächst einmal eine Wanderung an.

In zwei Autos fahren wir ein ganzes Stück um den Brocken herum bis Schierke, von wo aus wir dann tatsächlich hinansteigen – wenn auch nicht ganz bis oben, dem frühen Sonnenuntergang geschuldet. Trotzdem gut, da oben herumzulaufen, die Aussicht und Ruhe zu genießen und einfach zu erzählen. Klimawandel und Borkenkäfer bleiben weiterhin Thema, die Nationalparksbroschüre macht aber zumindest Mut, dass sich die Natur erholt und nach dem Aussortieren der künstlichen Aufforstung dann wieder ein einheimisches natürliches Gleichgewicht herstellen wird.

Auf der Heimfahrt teilen wir uns auf – eine Gruppe fährt nochmal einkaufen, die andere kocht schon mal Tee und Kaffee und heizt die Sauna an. Der Nachmittag und frühe Abend vergeht mit Wellnessprogramm – Badewanne für die einen, Sauna für die anderen, Kamin für alle.

Zum Abendbrot dann Resteessen statt nochmal loszuziehen, um lokale Forelle zu essen. Es gibt mehr Nudeln und außerdem Kartoffelsuppe mit ebenfalls lokalen Halberstädter Würstchen.

Den Nachtisch (Vienetta und Ananas-Kompott) in Erinnerung an Oma und Opa und an die ehemalige Strandeisdiele in Warnemünde gibt es dann auf dem Sofa, während auf dem Fernseher nochmal die alte Doku über die Widerstandsgeschichte unserer Familie läuft.

Danach lassen wir den Abend mit Just One und Hitster ausklingen und gehen wieder in Schichten ins Bett, ich so gegen 1.