Das erste Mal wach bin ich gegen 6, für zwei Stunden in denen ich schon mal das Internet leer lese, um wieder einzuschlafen. Dann nochmal Koma von 8 bis 9 als der Wecker klingelt. Halb 10 geht es hinunter zum Frühstück, wo wir auf die Liebstenschwester samt Familie treffen.

Wir lassen es uns gut gehen, dann ist es auch schon Zeit für Zähne putzen und los – der erste Termin des Tages ist ein Besuch bei Liebstenonkel und Liebstentante. Wir überreichen Geschenke, die unter den Baum wandern, trinken Kaffee und Tee, knabbern ukrainische Kekse und Kiewer Torte und erzählen viel.

Ein Stündchen später geht es weiter zu den Liebsteneltern, wo wir auch direkt an den Tisch gesetzt werden, schließlich ist Mittagszeit. Es gibt aber zum Glück „nur“ eine Gemüsesuppe. Danach wird der Baum eingestielt und der Liebste und ich verabschieden uns für Besorgungen in die Stadt, während der Rest sich um das Schmücken kümmert.
Wir verbringen eine gute Stunde in der Innenstadt, schieben uns durch Menschenmengen und diverse Läden und sind dann irgendwann wieder zurück, setzen uns ins Auto und fahren zurück ins Hotel. Uns bleibt eine weitere gute Stunde für ein bisschen Pool und Sauna. Den Wasserteil halte ich kurz, mein Arm verarbeitet noch die viele Bewegung vom Donnerstag. Die Sauna hingegen tut gut und ich halte lange durch – mein Kreislauf ist ja jetzt in Übung.
Duschen, Anziehen, zurück zu den Liebsteneltern, Baum bewundern, an den Tisch setzen. Zum Abendbrot gibt es ein sehr leichtes tomatiges Gulasch mit Bandnudeln und dazu Primitivo. Hinterher machen es sich alle auf und um das Sofa gemütlich und schauen wie an jedem 23. Der Kleine Lord. Das Nifftenkind hält zum ersten Mal einen ganzen Film durch und ist sehr stolz.

Nach dem Film geht es zurück ins Hotel. Die Liebstenschwester bringt das Nifftenkind ins Bett, wir anderen drei setzen uns noch an die Hotelbar und trinken ein bis drei Biere. Das ist beim Liebsten und seinem Schwager ebenfalls Tradition. Witzigerweise sitzt am anderen Ende der Theke ein niederländisches Pärchen. Man erkennt einander von letztem Weihnachten wieder und so geht der Gesprächsstoff nicht aus, bis gegen Mitternacht der Hammer fällt.