Heute habe ich mir nun einen Wecker gestellt, wegen eines Handwerkertermins, wache aber aber trotzdem früher auf, als Noosa sich direkt neben mein Gesicht setzt, mir einen Nasenkuss gibt und mich anschnurrt. Ihr Glück, dass sie auch mit elf Jahren noch kindchenschemasüß und außerdem sehr flauschig ist! Gemütliches Wachkuscheln also, dann Morgenroutine im Bett und irgendwann rechtzeitig Duschen und Frühstücken. Um 9 hat sich der Handwerker angesagt, um 9 sitze ich am Schreibtisch und beginne mein eigentlich für gestern geplantes Tagwerk.
Ich arbeite einen Stapel Post ab, gehe liegengelassene E-Mails durch, plane Termine, fülle meinen Kalender für die nächsten Wochen, aktualisiere meine Buchhaltung und arbeite insgesamt an meiner langen To-Do-Liste, die sich nebenbei stetig weiter entwickelt. (Unterteilt in: Besorgen, Erledigen, Recherchieren, Termine, Wohnung und Soziales – so ergibt es sich heute morgen und evtl. ist das eine tragfähige Struktur für die nächste Zeit). Irgendwann ist es halb 11 und der Handwerker ist immer noch nicht aufgetaucht. Ich rufe ihn an – er hat den Termin verschwitzt, kann aber in einer Stunde da sein.
Nun denn. Ich mache noch ein bisschen weiter und fange dann mit Duolingo und Babbel an, bis er klingelt. Kurze erfassende Runde durch die Wohnung – vergleichbar mit der, die schon im März stattfand, mit anderem Handwerker und danach irgendwo im Sumpf zwischen Hausverwaltung und Eigentümerfirma versunken. Jetzt also neuer Versuch. Ab Ende der Woche soll ich der Eigentümerfirma auf die Nerven gehen, bis dahin haben sie das Angebot des Handwerkers bekommen. Spaß mit Wohnungskonzernen, wo bleibt nochmal die Enteignung, lieber Senat?
Ich beende meine Duolingo- und Babbelpflichten, streiche noch ein paar letzte Items von der To-Do-Liste und beschließe dann, dass das an Produktivität für einen Tag reicht. Also wieder Hörbuch an und auf die Couch. Zwischendurch Wäsche aufhängen und Mittag machen/essen, dann ein dringend benötigtes Mittagsschläfchen (mehr so am Nachmittag).

Am späten Nachmittag dann Aufbruch in den Westen – mit Tram, S-Bahn und am Ende Fuß (fürs Schrittziel). Kurz nach 18 Uhr treffen der Liebste und ich uns in dem Hotel, wo seine Mama samt einer Freundin wohnt und dann gehen wir zum Italiener nebenan. Die beiden Damen berichten von ihren Berlin-Abenteuern inklusive der heutigen Besucherführung beim BND samt interessanten Einblicken ins Agentenleben. Spannend! Dann sind wir dran, unsere Hausaufgaben abzuliefern. Der Liebste referiert zufriedenstellend über Sahra Wagenknecht und die Gefahr für die Demokratie, die von ihr ausgeht, dann werde ich zu meiner Meinung zu Jens Wonneberger befragt und kann auch überzeugen. Puh!



Danach sprechen wir noch in einem Rundumschlag über die aktuelle politische Situation, die SPD, die Nazis, die USA, Russland und Israel. Gegen 21 Uhr sind wir fertig und können uns verabschieden. Der Liebste und ich nehmen die U-Bahn nach Südberlin und gehen angenehm angeheitert früh ins Bett.