19.10.2024 – Volle Kanne Brem

Furchtbare Nacht durch eine Kombination aus Armweh, eingeschränkter Bewegungsfreiheit durch Teilen der Schlaffläche und die Anwesenheit zweier Mitschläfer*innen im Zimmer, auf die Rücksicht zu nehmen war. Den ganzen Tag dadurch etwas derangiert und misslaunig, ich hoffe, es dringt nicht zu sehr nach außen. Dann aber gemütliches langsames Wachwerden mit Lieblingsmenschen, gleich mit zwei Kaffee noch vor dem Frühstück. Irgendwann sind dann alle fertig und wir spazieren ein paar Meter zum Friedhofscafé, wo es ein sehr tolles und ausgiebiges Frühstück gibt.

Danach spazieren wir weiter durch das Viertel (also nicht DAS Viertel, sondern das in dem wir gerade sind), machen Besorgungen in einer Weinhandlung (und essen dort Pralinen, meine mit weißer Schokolade und Feigen) und laufen am Wasser entlang.

Bevor es wieder nach Drinnen geht, gehen wir in eine Buchhandlung und da bekommen sowohl das Teilzeitkind als auch das Nifftenkind ein Buch von mir. Das für das Nifftenkind ist das neue Neinhorn-Buch, Thema Geburtstag, das ich dann oben gleich vorlese. Danach macht sich das Nifftenkind fertig und geht mit seinem Papa auf einen ebensolchen. Wir anderen nehmen die Straßenbahn in die Innenstadt und lassen uns von der Liebstenschwester, die das früher professionell gemacht hat, ausgiebig stadtführen. Es ist meine dritte Stadtführung durch Bremen (Brem!) – das erste Mal war semiprofessionell durch meinen Bruder und seine damalige Freundin, als sie noch hier wohnten, die zweite professionell beim Kulturprogramm einer Schulung, die ich hier absolviert habe, und dann eben heute, teils wiederholend, teils ergänzend und eben direkt auf uns zugeschnitten. Sehr schön!

Zwischendurch Einkehr in einem Gebäckladen, für mich mit Pistazien-Cheesecake

Bei einem Marktstand auf dem Freimarkt verkosten wir dann Liköre und Weine und ich erstehe eine Flasche mit Hanf aromatisierten Mets für Zuhause. Am frühen Abend dann kehren wir in ein Restaurant für asiatische Tapas ein, das im Gewölbe eines ehemaligen Klosters gelegen ist. Hier stoßen dann auch das Nifftenkind samt Papa und ein weiterer gemeinsamer Freund dazu. Wir schmausen uns einmal durch die Speisekarte (fast) und sind danach pappsatt.

Reis, gebratene Nudeln, Wasserspinat mit Knoblauch, Rindfleisch mit Zwiebeln, geröstete Ente, Garnelenspieße, Hähnchenspieße, gebratener Lachs, vietnamesische Frühlingsrollen, Gyoza, Mangosalat, Algensalat, Avocado-Maki, Schoko- und Mango-Mochi-Eis, dazu Tee, Bier, Wein, Schorlen und für mich Guavensaft

Hinterher nehmen wir die Straßenbahn zurück nach Hause. Das Neinhorn wird ein zweites Mal vorgelesen, dann das Nifftenkind widerstrebend ins Bett gebracht. Danach wollen wir mit dem Teilzeitkind eigentlich das erste Mal „Das Leben des Brian“ schauen, jetzt wo es endlich nicht mehr auf einer konfessionellen Schule ist und wir keine Angst mehr vor Exkommunikation haben müssen, wenn es daraus auf dem Schulhof zitiert. Wir sind auch bereit dafür zu zahlen, aber bei drei verschiedenen Streaming-Anbietern gibt es den Film nur in der Originalversion und erstens ist des Kindeleins Englisch dafür noch nicht gut genug und zweitens muss es erstmal die fantastische deutsche Synchronisation kennen und auswendig lernen, wie wir alle, bevor dann die etwas weniger witzige englische geschaut werden kann. (Nicht umsonst sind im englischsprachigen Raum die Ritter der Kokosnuss beliebter als Brian, anders als bei uns). Also verschieben wir das Erlebnis auf unbestimmte Zeit (Ich habe zuhause die DVD liegen) und gucken stattdessen nochmal das LOL-Weihnachtsspecial, in Vorbereitung auf das anstehende Halloween-Special.

Danach bringt sich das Teilzeitkind wieder selbsttätig ins Bett und wir Erwachsenen gucken noch einen Moment weiter. Ich ziehe aber schnell die Reißleine und lege mich dazu, noch bevor der Timer fürs Harry-Potter-Hörbuch abläuft. Ganz eingeschlafen bin ich da aber noch nicht, dafür braucht es noch ein wenig „Ein weites Feld“.

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