08.10.2024 – Regentag und Abschiedsdinner

Ich erwache zu stürmischem Wetter – die Bucht schlägt Wellen, die Bäume rauschen, es herbstelt gar sehr.

Zum Frühstück mache ich mein Knuspermüsli alle, das Ginger Ale wurde gestern schon geleert, die Chipstüte hoffentlich heute Abend – Restevertilgungsloosy ist am Start, denn morgen breche ich hier auf und nicht alles, was ich so esse, kommt auch meinen Eltern über die Lippen.

Nach dem Frühstück letztes Wäschewaschen und lange Couch-Session mit Blick auf die unruhige See. Ich absolviere meine Französisch-, Italienisch- und Sorbisch-Lektionen und beende dabei den A1-Teil vom Sorbischkurs. Wirklich können tue ich das alles aber noch nicht, ich glaube, den mache ich direkt nochmal, bevor ich zu A2 übergehe. Außerdem schaue ich mich im Internet um, schaue, was Kamala Harris in den letzten Tagen medial so getrieben hat, telefoniere mehrmals mit dem Liebsten, schreibe mit Freund*innen… Die Zeit vergeht.

Schon um 14 Uhr gibt es heute Kaffee und Kuchen, da abends ja ein größeres Gelage ansteht. Kurz darauf fängt es draußen an, richtig und heftig zu regnen.

Und dann beginnen auch schon die Vorbereitungen fürs Abendessen, denn pünktlich halb 7 trudeln die Gäst*innen ein – alles Deutsche nämlich. Die Nachbarn von der anderen Seite der Bucht, die von einer Informationsveranstaltung zum anstehenden internationalen Theaterfestival kommen, bei dem sie Teilnehmer*innen beherbergen werden; ein weiterer Nachbar, der gestern Abend erst aus Berlin eingetroffen ist und vorgestern noch live im Fernsehen war; eine ehemalige Nachbarin, die jetzt eine halbe Stunde weiter weg gezogen ist und gerade von ihrer letzten diesjährigen Tour als Reiseleiterin zurückgekehrt ist.

Regenbogenforelle mit Tsatsiki, gebackene Kartoffeln-Karotten-Sellerie, gedünsteter Brokkoli, gedünstete Möhren, Hasselback-Butternut-Kürbis, Salat mit Birnen und Blaubeeren.

Wir sitzen und schlemmen und trinken und erzählen – Geschichten aus der Nachbarschaft und dem kulturellen Leben der umliegenden Dörfer und Städtchen, DDR-Geschichten, Hurrikans, US-Politik, Kreuzfahrten pro und contra, Wildtierbegegnungen in Kanada und in Alaska… Anscheinend gibt es hier in der Bucht neben Waschbären und Bobcats auch mindestens einen Bären und einen Puma – und neuerdings ja auch ab und an Haie im Wasser. Es wird nicht langweilig! Gegen 10 ist dann allgemeiner Aufbruch – der Jetlag, der weite Heimweg… Und für mich geht es dann auch ins Bett, zur Vorbereitung des Schlafrhythmus auf morgen, denn dann muss ich sehr früh schlafen und dann noch früher aufstehen…

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