26.01.2024 – Feiner Freitag

Ich hätte so viel Schlaf nachzuholen gehabt, bin aber wieder zu früh wach. Immerhin diesmal erst kurz nach 6. Zum Glück stehen heute keine großen, wichtigen Termine mehr an. Im Zuge der Neuigkeiten von gestern Abend lese ich nochmal ein wenig im Internet herum, falle in ein Musikloch und stehe dann irgendwann mit lauter Musik auf. Das macht munter und möglicherweise tanze ich auch beim Zähneputzen. Die Stimmung steigt mit der ersten Arbeitsmail, die ich lese, das wird heute ein guter Tag. Um 10 habe ich ein kurzes Meeting mit Ostfriesland, dann arbeite ich einfach Dinge ab, dann um 11 ein längeres Meeting, mit Lichtenberg, Biesdorf, Kreuzberg und Moabit. Ab danach ist quasi Smooth Sailing.

Ich höre die heute erschienene Single von Christian, und dazu sein ebenfalls heute erschienenes neugemastertes Album. Eigentlich gar nicht mein Musikstil und ich wäre ohne sein Blog nie auf die Idee gekommen, mir sowas anzuhören. Aber ja, das gefällt mir.

Bis zur Mittagspause beschäftige ich mich damit, das Video des gestrigen Menopause-Workshops (amateurhaft) zurechtzuschneiden und eine Seite im Intranet dafür zu basteln. Dann mache ich mir wieder Crowdfarming-Avocado-Toast. Genau als der aufgegessen ist, klingelt es und ich kann ein Paket entgegennehmen. Und jetzt muss ich auch nicht mehr drinnen bleiben, sondern kann nochmal fix raus und ein paar Besorgungen erledigen. Auf dem Heimweg werde ich ordentlich nass. Dann schnell Auswringen und zurück an den Rechner.

Ich kümmere mich um die losen Enden der Woche. Hier eine E-Mail, da einen Text finalisieren, da Aufgaben voranbringen oder neu erstellen. Als letztes bleibt noch die Auswertung einer Umfrage. Das kann ich zwar nicht bis zum Ende durchziehen, da mir der Input des Teams fehlt, aber es bringt mich (so richtig im Flow, ohne dass ich merke, wie die Zeit vergeht), bis 17 Uhr. Jetzt ist es höchste Zeit, den Wochenbericht fertig zu schreiben. Kurz nach 17 Uhr klappe ich den Laptop zu und habe den frühesten Feierabend der Woche.

Ich gebe den Katzen Abendbrot, wusele ein bisschen herum, telefoniere mit dem Liebsten und rolle dann meine Yogamatte aus. Für 18 Uhr habe ich mir wieder einen Kurs gebucht.

Es fängt alles gut an, aber gerade als ich eine Pause brauche, geht es plötzlich in ganz andere Sphären und fortgeschrittene Positionen, für die ich weder die Kraft, noch die Beweglichkeit, noch die Balance habe. Ich bleibe also fasziniert auf der Matte sitzen und schaue zu. Erst ganz am Ende kann ich wieder einsteigen und beim Shavasana bin ich natürlich wieder voll dabei. Trotzdem bleibt ein schaler Geschmack. Aber jetzt weiß ich, dass Vinyasa Flow nichts für mich ist. Beim Säubern und Zusammenrollen der Matte merke ich, wie ich körperlich abbaue. Alles tut weh. Ich mache mir schnell noch die Reste vom Mango-Lamm-Curry von gestern warm, dazu den Rest von der Yuca-Sauce von neulich und ein Feierabendradler.

Und dann hänge ich auf der Couch. Heute Morgen war ich ja noch überrascht über den plötzlichen Energieschub und schaute mutig, was heute Abend so in Berlin geht. Aber nein, hier geht heute niemand mehr tanzen. Stattdessen schaue ich die nächste Folge der Joey-Kelly-&-Family-Panamericana-Doku (Mexico City bis Panama City), verpacke Weihnachtsgeschenke, erledige Papierkram und schaue dann weiter „The West Wing“. Dummerweise wird es gegen Ende der 4. Staffel ziemlich spannend im Plot, so dass ich nicht nur wie geplant eine Folge gucke, sondern gleich vier, die letzte dann nach dem Zähneputzen im Bett zu Ende. Gegen 1 schlafe ich, der Wecker steht auf 9.

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