31.12.2023 – Silvestriges

Ich erwache erst nach 10 und bin sehr stolz auf mich – erstens, dass ich gestern lange unterwegs war und zweitens, dass ich danach trotzdem acht Stunden durchgeschlafen habe (mit einer kurzen kätzischen Unterbrechung), das passiert beides nur noch sehr selten. Frühstück im Bett gibt es dann so gegen 12 und dann blicke ich aufs Jahr zurück. Zwischendurch erste Planungstelefonate mit dem Liebsten.

Gegen 14 Uhr dann stehe ich auf, halte einen Plausch mit dem Mitbewohner und seinem schweizerischen Besuch. Es gibt Bündnerfleisch und dazu das obligatorische Video. Dann wartet die Badewanne auf mich, mit Erdbeer-Badesalz aus dem Adventskalender und Venedig-Podcast. Wieder draußen ziehe ich mich für den Abend an. Das Motto der Party ist „Goldrausch“ und ich trage sowohl das goldene 20er-Jahre-Kleid mit Pailetten und Fransen als auch meine Kette aus Murano-Glas mit goldenen Elementen. So bekleidet und mit nassen Haaren stapfe ich dann hinunter in den Keller und hole meinen Schlafsack. Dann noch Übernachtungsrucksack packen und schon bin ich bereit und kann mich wieder gemütlich hinlegen und ein paar Folgen „The West Wing“ gucken.

Dann ist es irgendwann soweit und der Liebste holt mich ab. Gemeinsam fahren wir hinaus ins Brandenburgische, wo im Haus von Freund*innen gefeiert wird. Insgesamt sind gefühlt 20 Erwachsene und 20 Kinder da, wenn man nachzählen würde vielleicht ein paar weniger und einige der Kinder sind schon deutlich Teenies. Es ist auf jeden Fall sehr trubelig und die Katze des Hauses verzieht sich lieber nach draußen. Wir bereiten uns eine durch eine Decke abgeteilte Nische mit Luftmatratze und Schlafsäcken für später vor und mischen uns dann unter die Menschen am Buffet. Es gibt eine Vielzahl leckere Dinge zu essen und nebenan wird die Musik langsam lauter. Das Wohnzimmer wird zur Tanzfläche.

Je nach Musik wechsle ich zwischen Tanzfläche und Buffet/Gesprächen hin und her und habe einen sehr schönen Abend. Kurz vor Mitternacht ziehen wir uns alle an und gehen nach draußen. Um 12 wird angestoßen und umarmt und speziell von den Kids und Teenies die Pyrotechnik bedient. Dann gehen wir wieder rein. Nach Mitternacht ist es mit dem Tanzen für mich so gut wie vorbei, es läuft nur noch – wie wir in Fachkreisen sagen – Elektroschranz. Einzige Ausnahme ist ein bisschen Kraftklub ab und zu. Gegen 1 telefonieren der Liebste und ich nochmal kurz mit dem Teilzeitkind, das sich gerade bettfertig macht. Kurz nach 2 gehe ich selbst schlafen – als fast erste, bzw. zeitgleich mit einigen der jüngeren Kinder. Dank Oropax brauche ich auch nur etwa eine Stunde, um einzunicken, und werde nur nochmal kurz wach, als gegen halb 4 die Musik ausgeht und auch die anderen Kleinen und Großen schlafen gehen. Nur die Teenies zocken noch in ihrer Höhle, so hören wir beim Frühstück.

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