Ich wache schon kurz vor 6 auf, keine Ahnung warum. Das bedeutet, dass ich dann trotz aller Ruhe am Morgen ungewohnt überpünktlich das Haus verlasse, denn heute geht es ausnahmsweise schon an Montag ins Büro – es ist Schulungstag. Wir sitzen zu siebt im Schulungsraum, drei weitere sind hybrid zugeschaltet, der Rest ist krank (eine der Zugeschalteten auch, frisch positiv getestet, isoliert, aber noch nicht so krank, dass sie nicht zuhören kann). Zum Frühstück esse ich Pannetone und Clementinen, dazu jede Menhe Tee. Zum Mittagessen gehen wir zum Vietnamesen um die Ecke und ich bestelle mir eine Pho mit Hähnchen – mit Tofu muss ich wegen Histamin aufpassen, Garnelen mag ich nicht so und Hähnchen ist besser fürs Klima als Rind (dafür leiden Rinder wahrscheinlich weniger als Hühner in der konventionellen Tierhaltung – es ist schwierig).

Die Schulung geht – mit Nachbereitung/Besprechung für morgen – bis 17 Uhr, da beginnt genau mein Teammeeting, an dem ich dann auch noch schnell teilnehme. Das geht bis 18 Uhr. Dann packe ich meinen Kram zusammen und fahre mit der U-Bahn bis zum Gendarmenmarkt, wo wir in kleiner Runde noch ganz schön teuer essen gehen. Der Liebste kommt auch dazu, was den Abend zusätzlich aufwertet. Ich esse Sauerbraten (laut Karte der Gewinner des „besten Sauerbratens“ von Deutschland) mit Apfelrotkohl, Spitzkohl und Kartoffelbrei und zum Nachtisch geeiste Kürbiskernmousse mit Zitrussalat. Die Vorspeise spare ich mir angesichts der Preise – ohne Geldgedanken hätte ich wohl den Tartar als Vorspeise genommen und zum Hauptgang das Kabeljaufilet auf frittierter Artischocke, aber das kam mir unanständig teuer vor und hätte zusammen nochmal 20 € mehr gekostet als meine Wahl.


Es wird ein feucht-fröhlicher Abend, zum Glück haben wir früh angefangen, so dass es erst 10 ist, als wir aufbrechen. Der Liebste und ich beschließen im Sinne von mehr und besserem Nachtschlaf, nicht beide bei mir, sondern jede*r bei sich zu schlafen – er muss früher raus als ich und nach Alkohol schlafen wir beide unruhiger, dazu die Katzen, die für Unterbrechungen und bei ihm für allergische Reaktionen sorgen… Wegen nächtlichen Bauarbeiten nehme ich dann auch noch ein Taxi nach Hause, statt mich mit Schienenersatzverkehr zu quälen und schon hat mich der ganze Tag dann über 90 € gekostet inkl. Trinkgelder. Huiuiui.
Zuhause angekommen noch ein kurzer Schnack mit dem Mitbewohner, Katzen kuscheln und Handy spielen zum Runterkommen und Müdewerden. Gegen Mitternacht ist Schlafenszeit und morgen geht es schon wieder ins Büro – immerhin eine Stunde später.