29.06.2023 – Videokonferenzen, ein Film und viel Musik

Die zweite Nacht in Folge sehr sehr viel geschlafen und dösig aufgewacht, aber das scheint alles zu wirken – bis auf ein leichtes Halskratzen geht es mir soweit wieder gut, Erkältung wohl rechtzeitig niedergekämpft. Der Liebste fühlt sich auch ein ganzes Stück besser und ist weiterhin negativ. Ich beschließe, ob der angenehmen Temperaturen und ohne Gewitterwarnung einen kompletten Tag Balkonoffice einzulegen. Gegen die Halsschmerzen gibt es Ingwertee und zum Frühstück wieder Brioche – mit Johannisbeergelee und mit Pistaziencreme – und dazu Apfel.

Heute ist ein Tag mit insgesamt acht Videokonferenzen. Los geht es gleich um 9 mit einer globalen. Mein Highlight daraus ist die Musikempfehlung einer tschechischen Kollegin, die von einem Konzert der slowakischen Ska-Band Polemič berichtet. danach wird aus einem für 25 Minuten angesetzten Catch-up-Call mit einer Kollegin in Madrid eine gute Stunde. Dann schnell E-Mails abarbeiten vor dem nächsten Call – mit einem Kollegen in Lichtenberg. Auch den überziehen wir und ich nehme den Kollegen dann noch auf dem Telefon mit, als ich zu einer frühen Mittagspause in die Facharztpraxis spaziere, um etwas abzuholen. Den Rest des Spazierwegs höre ich Polemič.

Wieder zuhause mache ich mir ein Sandwich zum Mittag – dunkles Mischbrot, dänische Remoulade, vegane Schinkenspicker mit Schnittlauch, Spreewaldgurke, Schafskäse, Apfelmeerrettich. Ich lese, was ich abgeholt habe und dann ist es auch schon Zeit für die nächsten Meetings. Eine Stunde mit Lichtenberg, Potsdam und Nürnberg. Dreimal eine halbe Stunde global. Eine halbe Stunde Dinge abarbeiten. Nochmal eine halbe Stunde global. Danach ist mein Kopf gar und ich muss den Laptop zu klappen. Kurzes Nichtstun, dann gehe ich in die Küche und mache mir Spaghetti Aglio Olio e Peperoncino, mit zusätzlich viel Petersilie und Zitronensaft. Die esse ich auf dem Balkon.

Dann gehe ich rüber zum Lieblingsnachbarn und gieße seine Pflanzen. Ich öffne ein nachgeburtstagsliches Päckchen von einer Freundin aus Rostock und habe dann Lust auf einen Film. Auf Netflix finde ich „Lindenberg. Mach Dein Ding“ mit Charly Hübner und Detlev Buck, das kann so schlecht nicht sein und ist es dann natürlich auch nicht.

Hinterher höre ich „Bunte Republik Deutschland“, das einzige Lindenberg-Album, mit dem ich mich mal länger beschäftigt habe – als Kind war das die B-Seite auf meiner ersten Musikkassette. Einige Texte sind cringe bis bedenklich, aber ansonsten kann das immer noch was. Während des Hörens siebe ich das Katzenklo durch – bzw. beide, inzwischen wird das auf dem Balkon auch frequentiert. Dann ist es fast 23 Uhr, um die Zeit habe ich die letzten beiden Tage schon geschlafen. Eigentlich würde ich gerne noch ein bisschen lesen, aber mir fallen schon beim WhatsApp beantworten die Augen zu.

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