26.06.2023 – Atmen, Schwitzen, Gähnen

Hallo Montag! Trotz recht früher Bettgehzeit war die Nacht nicht so erholsam, wie man hätte denken können. Der gute Nimbin fand ungefähr alle anderthalb Stunden, er müsse mal schauen, ob ich noch lebe und ihn evtl. bespielen oder ihm wahlweise ein Leckerli geben könnte. Richtig nachhaltig wach werde ich aber erst kurz vor dem Weckerklingeln, als direkt wieder der Nahrungsmittelunverträglichkeitstestmarathon ansteht. Sehr verschlafen trinke ich warmes Wasser, spüle meinen Mund, beklebe und beschrifte alle Röhrchen, atme in das erste, stelle Fruktose-Lösung her und trinke sie, atme 30, 60, 120 und 180 Minuten später wieder in ein Röhrchen…

Dazwischen liegen Internet leer lesen, ein Telefonat mit dem Liebsten, Bloggen, Anziehen, erstes Arbeiten und ein erstes Meeting. Nach dem letzten Röhrchen um 11 dann endlich Frühstück (Müsli mit Apfel) und mehr trinken – es ist so heiß heute! So heiß, dass ich es nichtmal kurz auf dem Balkon aushalte, geschweige denn arbeitend, zumindest solange die Sonne drauf scheint. Also sitze ich drinnen und nutze die zwei Bildschirme für Text- und Bildarbeit. Zwischendurch gute Nachrichten aus dem Krankenhaus (nicht vom Lieblingsnachbarn, sondern von Papa, der seine heutige OP gut überstanden hat und hoffentlich nicht lange drin bleiben muss).

Um 13 Uhr mache ich Mittagspause und wage mich ins Draußen, Dinge erledigen. Ich bringe die Teströhrchen zum Briefkasten, vier Mehrwegdosen zurück in ein Restaurant und ein Kleid zur Reparatur, das mir beim aus der Maschine ziehen zerrissen ist. Da es wie gesagt heiß ist und ich langsam laufe, verschiebe ich den Rest meiner Draußanaktivitäten auf später. Wieder daheim habe ich das nächste Meeting. Danach fühle ich auf dem Balkon vor, denn die Sonne ist jetzt ums Haus herum. Mein Gefühl ist richtig, jetzt kann man da auch sitzen. Ich richte mir also mein Balkon-Office ein, trinke eine Mate zum Wachbleiben und habe anderthalb Stunden entspanntes Balkon-Office, bis das angekündigte Gewitter losgeht.

Dann muss ich meinen Liegestuhl parallel zur Hauswand stellen, damit Laptop und ich trocken bleiben und kann dann den strömenden Regen, die Blitze, den Wind und den Donner hautnah miterleben. Besonders schön, dass genau dann auch mein Team-Meeting stattfindet, aber mein Headset ist so gut, dass die anderen den Donner gar nicht hören. Wir sprechen 70 Minuten alles, was diese Woche so anstehen wird, dann klappe ich um 18:10 Uhr den Laptop zu. Kurz danach ist der Regen wie angekündigt vorbei und ich drehe die zweite Runde draußen.

Beim Lieblingsnachbar muss ich heute wohl nicht gießen, sein Balkon geht zur Wetterseite und selbst auf meinem muss ich nur die Pflanzen gießen, die direkt an der Hauswand stehen. Ich gehe neues Katzengras kaufen und dann in den Supermarkt. Wieder zuhause koche ich Pellkartoffeln, mache ein Bananen-Maracuja-Lassi (2 Bananen müssen weg und heute morgen konnte ich ja keine Pancakes machen) und rühre Kräuterquark an. Dazu gibt es Leinöl, saure Gurken und einen Rest Weißwein.

Ich esse auf dem Balkon, aber dann will ich es gemütlicher haben und lege mich aufs Bett, trinke Lassi und gucke TikTok. Gegen 20 Uhr schlafe ich das erste Mal ein, es folgt noch ein zweites Mal, aber ich muss bis 21 Uhr wachbleiben, weil ich mit dem Liebsten zum Telefonieren verabredet bin. Das Telefonat wird entsprechend kurz, dann mache ich mich bettfertig und kurz vor 22 Uhr geht das Licht aus.

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