Juhu, im frisch bezogenen Bett und mit nur einer kätzischen Unterbrechung gegen 3 Uhr fast acht Stunden durchgeschlafen. Das war auch dringend nötig. Ich lasse mir Zeit bei den üblichen morgendlichen Verrichtungen, telefoniere dabei zweimal mit dem Liebsten, bewundere kurz die Blütenpracht auf dem Balkon und breche dann auf nach Südberlin.

Die Zeit in S- und U-Bahn nutze ich zum Bloggen. Ich nehme eigentlich lieber die Route mit 2x S-Bahn, weil die Laufwege kürzer sind und man fast die ganze Zeit Internetempfang hat, aber die dauert eben auch 20 Minuten länger und ich werde doch zum Frühstück erwartet. Als ich ankomme, hören der Liebste und das Teilzeitkind gerade laut die Ramones, während sie am Herd stehen und das Teilzeitkind sein erstes eigenes Rührei zaubert. Ich kümmere mich noch um den Obstteller und dann können wir frühstücken.

Nach dem Essen chillen nochmal alle kurz, dann klingelt es an der Tür und der Besuch des Teilzeitkinds ist da. Die Kids verbringen erst ein wenig Zeit im Kinderzimmer und gehen dann nach draußen in den Park. Irgendwann tun wir das auch, denn erstens ist Wetter und zweitens brauche ich Holunderblüten, die ich mit dem Schnitzmesser des Teilzeitkinds ernte.

Irgendwann haut die Allergie des Liebsten voll rein und er tritt schnell den Heimweg an (und reserviert auf dem Weg noch schnell einen Tisch beim Stammitaliener für den Abend), während ich gemütlich noch eine kleine Runde durchs Grüne drehe. Auf dem Heimweg treffe ich die Kids, denen sehr heiß ist, und nehme sie wieder mit nach Drinnen, wo es erst einmal Getränke und Ruhe für alle gibt. Dann klingelt es wieder und das Nachbarskind stößt dazu. Jetzt toben also drei Kinder durch die Wohnung, der Lautstärkepegel steigt exponential, aber irgendwann zieht es sie auch wieder nach Draußen.

Am frühen Abend gehen wir dann zu viert zum Stammitaliener, außerdem stoßen noch die beste Freundin des Liebsten und später die Mutter des Besuchskinds dazu. Wir teilen uns Antipasti, Bruschette und Focaccia, dann gibt es Pizza für die Kinder, Pasta mit Pfifferlingen für den Liebsten, Salat für seine beste Freundin und Calamari alla livornese für mich und dann hinterher noch das gemischte Dessert zum Teilen für alle. Dann gehen die Kids nach Hause und werfen sich vor den Fernseher, während wir Erwachsenen zu dritt und dann zu viert noch einen Drink zu uns nehmen und erzählen. Kurz nach 9 schleichen wir uns wieder in die Wohnung, stellen aber fest, dass die Kids gar nichts Verbotenes gucken. Dann verabschieden sich das Besuchskind und seine Mama. Wir anderen sitzen noch eine Stunde zusammen, bis das Teilzeitkind ins Bett verschwindet und dann noch eine weitere Stunde zu dritt.

Kurz nach 11 sind wir dann nur noch zu zweit und gucken mit zwei Wochen Verspätung endlich das Serienfinale von „Marvelous Mrs Maisel“ bevor es gegen halb 1 glücklich, zufrieden und sehr sehr müde ins Bett geht.